Thema: Mix
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Ich neige nicht zu kitschiger Sentimentalität, versende keine Bilder mit Einhörnern und fordere bei Facebook niemanden auf, "hugs" zu teilen. Täglich "inspirierende Sinnsprüche" zu posten, die beim näheren Nachdenken oft keinen Sinn machen, ist ein guter Weg, von meiner Freundesliste zu fliegen.
Aber manchmal, selten, aber doch, flattert ein ins Bild gefasster Gedanke an mir vorbei, der mich innehalten lässt. Weil er das ganze dreckskomplizierte Leben so simpel klammert, weil er Weltformel und Trost zugleich ist.
Das hier ist so einer:
Was für eine bezaubernde Vorstellung…
Es wird auch 2015 wieder ein "B-Movie Basterds"-Festival geben und wenn man mich nicht mit wilden Hunden am Betreten des Saales hindert, bin ich auch wieder dabei. Aber natürlich wird dort NICHT laufen, was ICH sehen will – ich hatte dem doofen Acula (seit der Eheschließung vielleicht lieber Ankenstein?) eine List von Trashperlen geschickt, die er mit dem lahmen Verweis auf mangelnde Lizenzrechte, mangelnde Verfügbarkeit und mangelnde Qualität abschmetterte.
Macht nix – euch zeige ich gerne, was MEINE 30 Favoriten für ein Trash-Festival wären:
3 Supermänner räumen auf Sicher der unterhaltsamste Comic-Superheldenfilm aus dem südeuropäischen Raum der 60er…
Es ist keine Geschichte, die groß genug wäre, sie hier auf meinem Blog zu erzählen. Aber es ist auch keine Geschichte, die klein genug wäre, sie nur bei Facebook in die Timeline zu stellen. Vor allem aber ist es eine Geschichte, die so unglaubwürdig klingt, dass ich euch raten würde, sie nicht zu glauben – wenn nicht ich es wäre, der sie euch erzählt.
Ich bin gerade in Lüneburg. Zweite Station eines achttägigen Reportage-Marathons. Lange Sessions, schwierige Locations, aber auch wieder tolle Menschen und faszinierende Geschichten, über die es zu berichten gilt…
Ich bin wie die meisten Menschen – ich tue mich schwer mit dem, was ich tun sollte, aber nicht tun muss. Die Deadline ist nicht Freund, aber Helfer. Aus diesem Grund stelle ich mit diesem Posting ein Ziel in den Raum, dessen Erreichen ihr von mir einfordern dürft.
Zur Erklärung: Ich habe in meinem Leben immer zu viel Kram angesammelt. Nicht so dramatisch wie gewisse Leute (hust*acula*hust), weil ich keine spezifischen Sammlungen angelegt habe, aber meine schiere Begeisterung für Filme, Bücher und das Nerdtum allgemein führten schnell zu einer Überlastung meines Wohnraums in den 90ern…
Ich neige nicht dazu, Autorenkollegen in die Pfanne zu hauen – im Falle von Marcus Johanus schon gar nicht, denn seine Webseite ist tatsächlich eine brauchbare Fundgrube für Lernwillige in Sachen Kommerzschreiberei. Ich gebe aber zu, dass ich eine gewisse präventive Skepsis gegenüber Leuten besitze, deren literarischer Erfolg respektabel, aber dennoch überschaubar ist – und die dann anderen Menschen erklären möchten, wie das mit dem Schreiben und der Sprache so geht. Das hat für mich ein Geschmäckle. Andererseits: Syd Field war auch kein großer Drehbuchautor und ich trage mich selbst mit dem Ansinnen, gesammelte Klugheiten beizeiten an die nächste Generation weiter zu geben…
Ich hatte darüber nachgedacht, eine eigene Kurzgeschichte zum Halloween zu schreiben – leider fehlt mir gerade die Zeit. Also überlasse ich das Guy de Maupassant, dessen (leicht gekürzte) Variante einer Gruselgeschichte ich hier nun präsentieren möchte:
Gestern bin ich nach Paris zurückgekehrt. Als ich mein Zimmer wiedersah, unser Zimmer, unser Bett, unsere Möbel, dieses ganze Haus, an dem alles noch hing, was von einem Menschen nach seinem Tode bleibt, packte mich noch einmal die Verzweiflung so gewaltig, daß ich das Fenster öffnen und mich auf die Straße hinabstürzen wollte…
… das mit uns wird nichts mehr. Ich habe mich in diesem Forum schon häufiger über dich ausgelassen, über deine Umständlichkeiten, deine unfreundlichen Bediensteten, über die Unverfrorenheit, mit der du deine Defizite zu meinen Problemen machst. Du bist im schlechtesten Sinne ganz deutsch.
Und heute ist es mal wieder an der Zeit, davon zu berichten.
Ich habe vor einem Monat begonnen, signierte Exemplare meines Buches an verdiente Freunde und Komplizen zu verschicken. Umschläge hatte ich genug, darum schien es mir sinnvoll, die Marken nicht beim Postamt zu kaufen, sondern im Internet – so kann ich die Sendungen direkt in den Briefkasten nebenan werfen und muss nicht zur Filiale latschen…
Auf Facebook grassieren derzeit Aufforderungen, Listen der Bücher, Filme, Alben etc. zu teilen, die einen persönlich geprägt haben. Also nicht die besten, sondern die eindrücklichsten. Kann man für alberne Ketten-Postings halten, aber man lernt viel über den eigenen Geschmack und den Geschmack anderer, wenn man solchen Listen liest.
An meinen Film- und Musikalbenlisten arbeite ich noch, die über meine relevantesten Bücher habe ich neulich aber schon gepostet. Wenn ich sie heute mit euch teile, ergänze ich sie noch um ein, zwei erklärende Sätze. Alle Titel sind zu Amazon verlinkt, ein Ranking gibt’s nicht…
Es hat fast ein halbes Jahr gedauert, aber endlich sind sie da – 20 von ALLEN Autoren UND Charles Band signierte Exemplare des Buches "Empire of the B’s". Es sind die einzigen weltweit. Sie sind von Los Angeles nach Utah gereist, von dort nach London und schließlich zu mir nach Speyer, wo ich sie eben frisch signiert habe.
Ich hoffe, morgen mindestens die Hälfte an die Menschen rausschicken zu können, die mich auf dem langen Weg von der Idee bis zum druckfertigen Exemplar begleitet haben – ihr wisst, wer ihr seid…
Ja, der letzte Teil ist eine Weile her – Umzug nach Speyer, Fantasy Filmfest und familiäre Notwendigkeiten haben meinen Blogfluss ein wenig gebremst. Ich muss ja auch noch Geld verdienen und Artikel wie diesen tippt man nicht mal eben in zehn Minuten. Aber keine Sorge: Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch – und für die nächsten acht Jahre geht mir das Material auch nicht aus, versprochen.
Genau: Der Vogel ist während des Fantasy Filmfest 2014 acht Jahre alt geworden. So eine flegelige Rotznase…