Thema: B-Film Basterds


  • B-Film Basterds Back in Action! (3)


    Der letzte Tag – das klingt schön fatalistisch, fast wie der Titel eines räudigen B-Movies. Mittlerweile ist mein Schlafrhythmus so zerschossen, dass ich erst zum Sonnenaufgang die Augen schließe. Egal, denn das Hotel lässt mich in Frieden ruhen und ich kann stressfrei den Checkout bis 15.00 Uhr hinauszögern.

    Die Aussicht ist nicht schlecht und der Weg zum Kino nicht weit:

    Dampfig heiß ist es allerdings heute – drinnen wie draußen. Im Kino das kleine Lukenfenster zu öffnen bringt keine Erleichterung. Wir schwitzen uns gemeinsam durch die Vorstellungen…

  • B-Film Basterds Back in Action! (2)


    Zweiter Tag und ich bin schon am Anschlag. Fakt ist: Auch wenn die Zeitplanung ausreichend Raum für Kino, Schlaf UND Reviews lässt, ist das meistens eine Milchmädchenrechnung. Ich bin nach vier oder fünf Filmen zu aufgekratzt, um sofort zu schlafen. Dann wird doch wieder drei, vier Uhr draus. Der nächste Vormittag beginnt mit Verspätung, Körperpflege, Verpflegung und Schreibverpflichtung verdichten sich zu Stress. Andererseits mache ich das seit über 30 Jahren und bin nicht mehr überrascht. Nur müde.

    Freitag ROLLERGATOR (1996) Ein "Zen-Film", was in diesem Fall bedeutet, dass die Szenen nicht geplant und inszeniert wurden, sondern ad hoc "passierten"…

  • B-Film Basterds Back in Action! (1)


    Das B-Film Basterds Festival in Nürnberg (diesmal etwas später als üblich) bleibt ein Phänomen: Entstanden als Wochenend-Wohnzimmertreffen bei Doc Acula, zog es zuerst ins Multiplex, um sich dann im kommunalen Kunst-Kleinkino einzurichten. Dort brodelt es seit mittlerweile mehr als zehn Jahren vor sich hin. Es wächst nicht, es gedeiht nicht, es ist eher unkaputtbar wie Unkraut. Es gibt keine klare thematische Ausrichtung, lautstarke Kommentierung des Geschehens auf der Leinwand ist explizit erwünscht, und das Publikum besteht zu 80 Prozent aus den immer gleichen Veteranen. Ein alternder Stammtisch mit Filmprogramm…

  • B-Film Basterds 2022 Nürnberg: Wahnwitz und Wehmut


    Ich konnte dieses Jahr nur an den zwei Haupttagen beim Festival dabei sein – der Urlaub mit der LvA auf Mallorca ging vor. Aber im besten Spirit der Basterds raste ich vom Flughafen aus heim, schmiss die Gattin und das Gepäck ab und drehte gleich wieder in Richtung A9, um so schnell wie möglich in Nürnberg zu sein. Und tatsächlich: rechtzeitig zum 21.30 Uhr-Screening von MAGNUM 45 konnte ich gut gebräunt die Badmovies-Veteranen fäustens begrüßen:

    Es geht nicht alles, aber was geht, das mache ich möglich…

  • STARHUNTER Redux: ausmisten, abtasten, aufpeppen, ausstrahlen!


    Ich erinnere mich gut, als ich in einem Verleihprospekt von Alliance Atlantis das erste Mal von STARHUNTER las – das muss 1998 oder 1999 gewesen sein. SF-Abenteuer mit einer kleinen Besatzung waren damals gerade nicht en vogue, da nimmt man, was man kriegen kann. Außerdem: Michael Paré aus MOON 44 und STRASSEN IN FLAMMEN!

    Ich kontaktierte also Alliance Atlantis in Kanada und versuchte denen vorab ein paar Screener aus dem Kreuz zu leiern. Die Antwort war mehr eine Abfuhr: STARHUNTER sei von minderer Wichtigkeit, man konzentriere sich aktuell darauf, die neue Hochglanz-Serie CSI zu promoten…

  • B-Film Basterds 2019: Badmen returns (4)


    Zurück aus dem Weltall Letzter Tag, neues Glück. Schwarzweiß-Filme hatten wir noch nicht, also her damit. Und "Zurück aus dem Weltall" stellte sich als GANZ obskure Nummer heraus – ein deutscher Heimatfilm mit SF-Rahmengeschichte, präsentiert in der englisch synchronisierten US-TV-Fassung, die vermutlich noch ein wenig Footage von Raketen und Wissenschaftlern dazu gemischt hat.

    Lasst euch nicht täuschen: hier warten weder der Trip zum Mond noch die Begegnung mit Aliens. "Zurück aus dem All" nutzt den Testflug des Hundes "Wolf" dazu, um die Liebesgeschichte eines Tierarztes und einer Lappländerin zu erzählen…

  • B-Film Basterds 2019: Badmen returns (3)


    Weiter im Text.

    FWU Kurzfilme Nächster Tag, guter Einstieg – wieder mal ein paar Schul-Lehrfilme. Die sind immer kurz, knackig und mit dem offenen Ende ganz anders gestaltet als die üblichen Festivalkracher. Diesmal bekamen wir einen bezaubernden englischen Zeichentrickfilm über einen Zahnarzt zu sehen, der an seinem Geburtstag einfach die Schnauze voll hat von seinem Spießerleben. Dazu eine Episode des Maulwurfs aus der "Sendung mit der Maus". Und eine Folge der Science Fiction-"Serie" "Raumschiff Terra 12" mit Robert Atzorn, die niemand je zum "deutschen Star Trek" erklären wird…