Thema: Mix
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Vor fünf Jahren habe ich mal drüber geschrieben, dass ich im Herbst 1990 mit Freunden Urlaub in Irland gemacht hatte. In Durrus im County Cork, um genau zu sein. Ich weiß nicht, warum ich nicht damals schon auf die Idee gekommen bin, diese Reise auf Google Maps nachzuvollziehen. Heute habe ich es getan – und es hat seltsam widersprüchliche Emotionen ausgelöst, als wäre ich beinahe einem Torsten von der "road less travelled" begegnet. Als wäre ich nicht (zumindest mit dem Finger auf der Karte) nach Irland zurückgekehrt, sondern in ein anderes Leben…
Aus berufenem Munde weiß ich, dass es die Horror-Webseite Wicked Vision seit 15 Jahren gibt. Ich bin nie drauf gewesen. Nicht nur habe ich kein großes Interesse an deutschen Releases und Reviews – ich meide auch das deutsche Horror-Fandom, das ich weitgehend für spackig und uninteressant halte. Regt euch drüber auf, gebt mir Tiernamen, ist aber so.
Zu meiner Überraschung (und sicher nicht zufällig im Fahrwasser des Erfolges vom Zombie) hat Wicked Vision sich nun auch an einem Print-Produkt versucht. Und zu meiner noch größeren Überraschung haben sie mir kommentarlos die Erstausgabe geschickt, auf dass ich sie loben und preisen möge…
Weil wir das Jahr heute zumachen und ich mir eine Ansprache ersparen will, schicke ich euch mit einer dritten britischen Sendung zum Jahreswechsel ins Silvester – "The 50 funniest moments of 2014" zeigt das Jahr, wie wir es in Erinnerung halten sollten:
Wenn man so anglophil ist wie ich, braucht man neben dem schon präsentierten "Big Fat Quiz of the Year" noch Charlie Brookers "2014 Wipe", um sich erklären zu lassen, wie scheiße das Jahr war – und warum:
Als Kind habe ich viel "Micky Maus" gelesen, sowohl die Heftchen als auch die Lustigen Taschenbücher. Ein Klassiker ist immer noch Band 41 "Donald mal ganz anders", die brillante Origin Story von Phantomias. Von Erika Fuchs habe ich Worte wie "Tapisserie", "Morpheus" und "Triptychon" gelernt, auch lateinische Phrasen wie "plenus venter non studet libenter" ("Voller Bauch studiert nicht gern"). Ein üppiges Mahl begrüße ich heute noch gerne mit dem Satz "Jetzt muss ich mir erstmal was Nahrhaftes zwischen die Rippen schieben".
Beim B-Film Basterds Festival vor zwei Jahren kaufte ich als Klolektüre das "Mega Magnum 4", 750 Seiten mit aus den "Lustigen Taschenbüchern" recycelten Geschichten für 3 Euro (gebraucht)…
Ich erinnere mich nur vage an diesen Bekannten. Das war Mitte der 70er, da war ich noch ein Knirps und der Mann hat uns nur ein paar Mal besucht. Ich glaube, er war mit einem Onkel oder einer Tante deutlich besser befreundet. Ich kannte allerdings seinen Arbeitgeber – er war bei Henkel. Das war offensichtlich, denn er brachte uns eines Tages einen Kofferraum voll mit Waschmitteln und anderen Produkten aus dem Sortiment dieses Herstellers. Aus Gesprächsfetzen konnte ich schlussfolgern, dass er auch andere Menschen seines Umfelds derart beschenkte…
Es geht mit bei diesem Beitrag weniger um Häme, mehr um mangelndes Verständnis. Es gibt immer wieder Situationen, da stehe ich vor Plakaten und frage mich, was in den Köpfen von Werbeagenturen und Großkonzernen eigentlich vorgeht, wenn sie neue Kampagnen planen und dabei zig Millionen rausballern.
Nehmen wir das nebenstehende Bild, das ich vor einigen Tagen an einer Aral-Tankstelle aufgenommen habe. Es ist das aktuellste Motiv einer seit ein paar Monaten laufenden Aktion. Franzi van Almsick wirbt für Aral-Prämien per Payback.
Zuerst einmal: Franzi van Almsick…
Meine Lieben,
Heiligabend rum, Feiertage voraus, Silvester in Sicht – 2014 war ein rasantes Jahr, von dem ich jetzt schon nur noch die Rücklichter sehe. Dafür blendet mich 2015 mit unverschämtem Fernlicht und macht auch keine Anstalten, auf die Bremse zu treten.
Kurze Rückschau scheint angebracht.
Wenn man bedenkt, dass ich 2014 tierlos, freiberuflich und in München begonnen habe, ist es fast schon bescheiden, die letzte 12 Monate ereignisreich zu nennen. Ich lebe nun mit der LvA auf zwei Stockwerken in Speyer, zwei Katzen kuscheln sich um unsere Füße, beim Klambt-Verlag bin ich nicht nur "editor at large" der "Liebes Land", sondern auch Medienredakteur…
Es ist einfach, mit Wordpress ein Blog zu betreiben. Die Bedienung ist nicht komplizierter als eine 08/15-Textverarbeitung, auch Amateure können damit schnell und schick ihre Meinung in die Welt posaunen – und tun es.
Man kann Wordpress außerdem wie seinen Browser mit Plugins pimpen – das macht das Blog nicht nur schicker und flexibler, sondern erleichtert auch die Arbeit hinter den Kulissen.
Obwohl ich meine Wortvogel-Administration mittlerweile recht ordentlich angepasst habe, fehlte mir immer noch eine Funktion, besonders bei Sachen wie den FFF-Reviews und dem Adventskalender: Man kann für Postings keine Vorlagen herstellen…
Ich mag Speyer. Eigentlich. Ist eine schöne, kleine Stadt, viel alte Architektur, überschaubar, gute Restaurants, alle relevanten Geschäfte in Gehweite, okayer Asia-Grill, okayer Pizza-Service. Bei den Behörden muss man nie lange warten und am Rhein gibt es im Sommer einen Strand-Bar.
Das Problem ist das Pack.
Es gibt in Speyer eine unangemessen große Menge sauffreudigen Gesindels, das die vielen Stadtfeste und jetzt auch den Weihnachtsmarkt primär dazu nutzt, Alkoholkonsum als Leidenschaft zu leben. Von Freitag bis Montag ist eigentlich jede Nacht vor unserem Fenster Remmidemmi: Lautes Geschrei, gerne auch Beziehungskonflikte, die mit 140 Dezibel diskutiert werden müssen, oder einfach mal den Fiat Panda mit 90 durch die 30er Zone nageln…