Thema: Lost City Raiders
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So langsam neigt sich die "Lost City Raiders"-Berichterstattung dem Ende zu. Letzte Woche bekam ich von der Produktionsfirma die DVD und den Soundtrack auf CD geschickt (letzterer ist deutlich besser, als ich nach Ansicht des Films in Erinnerung hatte). So albern das klingt: Ich bin sogar stolz, dass der Film in verschiedenen Fassungen als Raubkopie im Internet kursiert ("Die Bienen" hat wohl keinen Divx-Freak genug interessiert).
Samstag Abend lief LCR in America – als Teil der "Green Week" des Unternehmens NBC, zu dem auch das USA Network und der Sci Fi Channel gehören…
Nach dem erstaunlichen Erfolg auf ProSieben läuft der Eventfilm "Lost City Raiders" (ihr erinnert euch vielleicht) in knapp 2 Wochen auf dem SciFi Channel in den USA:
Wer sich nun wundert, warum die Ausstrahlung als "Weltpremiere" deklariert wird: da gibt es eine offizielle und eine inoffizielle Antwort drauf. Die offizielle: Die US-Fassung ist zehn Minuten kürzer, und etwas anders geschnitten. Daher kann man sie legitim als "neue Version" bezeichnen, und dann passt das mit der Weltpremiere auch. Die inoffizielle Antwort: Es schert den SciFi Channel nicht, was er behauptet…
Die Kritiken der Presse waren gemischt, die Kritiken hier in den Kommentaren (erwartbar) mau – doch wenn sich der Zuschauer im Land über "Lost City Raiders" geärgert haben sollte, dann hat er das wenigstens in ausreichend großer Zahl getan: 17,4 Prozent Marktanteil in der relevanten Zielgruppe von 14-49!
Das ist für den Sender ein Top-Ergebnis, LCR spielt damit gleichauf mit anderen Eventproduktionen. Quotentechnische Bundesliga, sozusagen.
Zum Vergleich (kombiniert bei Zweiteilern):
Die Brücke: 17,8%
Der Bibelcode: 15,4% (kombiniert)
Inferno: 18,7%
Die Schatzinsel: 16,9% (kombiniert)
Fast Track: 9,7%
Abgrund: 18,6%
Fleisch: 17,7%
Und hier ein paar Eventquoten von anderen Sendern:
SAT.1
Die Bienen: 11,7%
Die Krähen: 16,4%
Wir sind das Volk: 16,7 (kombiniert)
Der geheimnisvolle Schatz von Troja: 16,8%
RTL
Die Prager Botschaft: 14,7%
Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen: 21,6%
Das Papst Attentat: 14,5%
Bei aller Kritik: Gestattet mir, einen Tag lang zufrieden zu sein…
Okay, morgen Abend ist es soweit: Der international besetzte und produzierte Eventfilm "Lost City Raiders" feiert auf ProSieben seine Weltpremiere. Ich hoffe auf gute Einschaltquoten, denn schließlich war der Film meine Idee, und ich habe seinerzeit eine Menge Arbeit reingesteckt. Aus diesem Grund will ich an dieser Stelle auch nochmal ein wenig trommeln.
Angefangen hat die ganze Geschichte nach dem Erfolg von "Apokalypse Eis". Mir kam die Idee, unseren Planeten mal nicht in Eis zu packen, sondern unter Wasser zu setzen. Das gab es schon in "Waterworld", und wurde bei den "Simpsons" gnadenlos parodiert…
Beichtzeit: Autoren klauen wie die Raben. Sie nennen das gerne "sich inspirieren lassen". Ich mache das auch. Manchmal reicht eine einzige Szene in einem Film, der mich vor 20 Jahren beeindruckt hat, um daraus die Inspiration für einen komplett neuen Streifen zu ziehen.
Viele meiner Leser wissen, dass ich seit Jahren an einem Buch über den B-Movie-Produzenten Charles Band arbeite. Einer der Filme, die mich zum Band-Junkie gemacht haben, war seinerzeit der erste "Trancers" mit Tim Thomerson. Ein perfekter "kleiner" Science Fiction-Film, der aus seiner flotten Idee eine ganze Menge rausholt…
Heute geht es weiter – hier sind meine eigenen Digi-Pics vom Studiobesuch in Südafrika. Launig kommentiert, wie immer. Den letzten Satz Bilder (die Presse-Shots) gibt es nächste Woche.
Nachtflug, 11 Stunden, kein Schlaf, 4 Uhr Ankunft, Check-In beim Hotel, direkt weiter zum Set von "Lost City Raiders". Die Sonne geht auf – am Kap der guten Hoffnung, und für mich, als ich das Studio betrete:
Natürlich ist ein Set-Besuch geil, und alle sind auch super freundlich zu mir. Ich freue mich, Bettina Zimmermann mal wieder zu treffen, und endlich Giulio Biccari die Hand zu drücken, der vor Jahren als Kameramann meinen "Sumuru" auf 35 Millimeter gebannt hat. Aber nach ein paar Stunden spielt mein Kreislauf nicht mal mehr mit, als Ian Somerhalder ("Lost" und "Smallville") sich mit mir fotografieren läßt – ich bin einfach zu kaputt:
Wenigstens ist das Skript gut, das Set umwerfend, der Regisseur nett, und zivilisatorische Annehmlichkeiten hat’s auch:
Das ist natürlich alles nur ein Teaser, weil ich so froh bin, hier im Hotelzimmer WLAN zu haben…