• Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Etikettenschwindel beim Thema Lebensmittel


    Ich lese die FAS gerne, aber zu selten. Immer wieder nehme ich mir vor, das launige Sonntagsblatt mit der bunten Themenmischung (so eine Art BAMS, für die man sich am Kiosk nicht schämen muss) zu abonnieren. Vielleicht auch deswegen, weil sie mich nostalgisch an "Die Woche" erinnert, die ich in den 90ern so begeistert verschlungen habe.

    Diese Woche habe ich mich aber geärgert. Und zwar sehr. Weil es mit Zeitungen ist wie mit Joghurts – es sollte auch drin sein, was drauf steht.

    Das hier ist die Titelseite vom letzten Sonntag:

    Ein veganer Truthahn…

  • Das Wortvogel-Manifest: Wofür ich stehe (3)


    Eigentlich wollte ich euch dieser Tage mit einem Mehrteiler erfreuen – die ganze Produktionsgeschichte von "Lost City Raiders". Leider entpuppt diese sich als deutlich umfangreicher, spannender, verwickelter und rechercheaufwändiger als gedacht. Noch dazu ist die Festplatte mit den benötigten Videos und Fotos vermutlich in der nächsten Folge "Aktenzeichen XY" zu sehen. Darum verschiebe ich das noch ein wenig.

    Kommen wir stattdessen zu einer weiteren Folge unserer beliebten Sendereihe "Der Wortvogel erklärt die Welt". Wie üblich willkürlich und wild gemischt wie Haribo Colo-Rado.

    Keine Industriesubventionen In diesem Bereich bin ich gleichzeitig links und marktorientiert – auch wenn das wie ein Widerspruch klingt…

  • Unkenrufe aus der Wortvogel-Steinzeit


    Acht Jahre ist dieses Blog nun schon alt. In Menschenjahren entspricht das 105. Mindestens. Viel verändert hat sich nicht. Ich schreibe nicht mehr so viel über die BILD, Mini-News landen nun eher bei Facebook, aber die Themen und die Schreibe sind, was sie immer waren – Geschmackssache.

    Manche Aufreger, Dossiers und Kommentarschlachten sind so lange her, dass ich mich selber einlesen muss, wenn sie plötzlich wieder thematisiert werden. Dabei ist es nicht so, dass ich frühere Kontrahenten aus den Augen verliere. Es gehört zu meinen Gewohnheiten, durchschnittlich alle sechs Monate mal wieder zu googeln, was die von mir vorgeführten Schaumschläger so machen…

  • Der Kunde ist Kacke: Von Arschlöchern umzingelt


    Sorry, ich muss mal wieder Luft ablassen – in letzter Zeit häufen sich die Vorkommnisse, bei denen ich mich über Mitbürger ärgern muss, denen jegliche Sozialkompetenz abgeht.

    Die Spielregeln sind nicht schwer: Man sagt "Guten Tag" und "Auf Wiedersehen" (gerne auch Varianten aus dem regionalen Dialekt), "Bitte" und "Danke", "Entschuldigung" und "Macht nichts". Es scheint, als würden alle diese Umgangsformen langsam ersetzt durch "was schert’s mich denn?".

    Vor zwei Wochen kam ein Techniker von Kabel Deutschland, weil im Treppenhaus unserer Wohnung ein neues Panel für die Internet-Infrastruktur eingebaut werden musste…

  • Das George Lucas-Evangelium


    Ich schaue aktuell mit großer Begeisterung das hier:
    Klar ist das meiste bekannt, kaum ein SF-Nerd wird hier neue Erkenntnisse finden. Es ist eine Sammlung sattsam bekannter Clips aus sattsam bekannten Filmen, kommentiert von sattsam bekannten Personen – inklusive des umvermeidlichen John Landis.

    Aber "The Real History of Science Fiction" ist trotzdem liebevoll gemacht, sauber recherchiert und hat tatsächliche rote Fäden, wo frühere Dokumentationen nur eine Anekdote an die nächste reihten. Es werden Zusammenhänge hergestellt, die nicht überraschend, aber doch interessant sind.

    Einen dieser Zusammenhänge möchte ich hier gerne zur Diskussion stellen, weil ich nicht weiß, was ich von der unterliegenden These halten soll…

  • Die Wortvogel-Lobby braucht keinen Wallraff


    Vor dreieinhalb Jahren habe ich mich an dieser Stelle über einen überteuerten Snack in Form, Geschmack und Textur eines Radiergummis aufgeregt. Form, Geschmack und Textur waren allerdings nicht mein Problem – mein Problem war die Tatsache, dass ein Produkt zu über 90 Prozent aus Apfel bestehen kann und trotzdem als Geschmack "Erdbeere" verkauft wird.

    Damals sah die Verpackung so aus:

    Auffällig auch, dass "Ohne Zuckerzusatz" zwar gut klingt, aber eben nicht "Ohne Zucker" bedeutet und dass man mit der Fußnote "Alle Rohstoffe bestehen aus Früchten" zwar nicht lügt, aber zumindest unterschlägt, dass es sich dabei zu 95 Prozent eben nicht um Erdbeeren handelt…

  • Busted!


    Manchmal versuchen Leute, mich zu denunzieren, zu verleumden oder anderweitig zu treffen – treffen dabei aber nur sich selbst. Selten war das allerdings so lustig wie auf dem Tumblr-Blog "Deutsche Zustände", das wohl rechtes und/oder menschenverachtendes Gedankengut an den Pranger stellen möchte. Natürlich anonym und auf Zuruf hat man meine schändliche, frauen- wie extremistenphobische Existenz dort ins grelle Licht der Öffentlichkeit gezerrt:

    "Elmar Hörig 2.0: Wortvogel-Blogger (wortvogel.de) Torsten Dewi hat ganz dolle Angst vor (antideutschen) Extremisten und Frauen, die sich in der Öffentlichkeit nackt zeigen"…

  • Der neue SPIEGEL mit einem alten Ärgernis


    Obwohl ich den gedruckten SPIEGEL vor mehr als einem Jahr abbestellt habe, musste ich mir die "Überarbeitung" des Layouts mal anschauen.

    Gefällt mir. Vor allem, weil sie so dezent ist. Es wird nur angepasst, was angepasst werden muss – wie schon vor 17 Jahren, als man sich hörbar seufzend dem Vorbild des "Focus" anschloss und Farbfotos zur Regel machte. Der SPIEGEL ist knorrige Kontinuität in dem Wissen, dass die Auflage dadurch auch nicht mehr zu retten sein wird. Letztlich macht sich das Flaggschiff des deutschen Nachrichtenjournalismus damit nur fit für die Zielgerade der Printbranche…

  • Eine Nacht, wie ich keine zweite brauche


    Eigentlich wollte ich heute mit der neuen Blog-Serie "Der unvorhersehbare Alltag von Rufus & Becky" beginnen (Arbeitstitel), denn wir haben zwei neuen Katzen, was mit entsprechend "cat content" gefeiert werden muss. Rufus sitzt in diesem Augenblick am Fußende des Sofas und leckt mir das Bein.

    Aber das Leben ist mir dazwischen gekommen – mit einem Ereignis, dessen Schilderung mehr dramatische Potenz besitzt als alles, was unsere kleinen Scheißerchen hier gerade anrichten.

    Es begann recht harmlos. Die LvA bereitete uns das gemeinsame Essen zu, lecker überbackenes Huhn mit Kartoffelgratin, dazu Erbsen…

  • Das Wortvogel-Manifest: Wofür ich stehe (2)


    Ich war beeindruckt von den konstruktiven und positiven Kommentaren zum ersten Teil dieser kleinen Reihe. Vielleicht liegt es daran, dass es leichter ist, sich zu konkreten Vorschlägen zu äußern als zu der weiter verbreiteten schwammigen Kritik am Status Quo. Wie Linus von den Peanuts mit einem Schild "Ich bin dagegen!" rumlaufen kann schließlich jeder. Findet auch immer Anhänger.

    Heute mache ich mir ein paar Gedanken über Kultur und Bildung.

    Kulturkanon als politische Bildung neu definieren
    Bei der Bundeszentrale für Politische Bildung kann man sich super Informationen holen, kostenlose Bücher, Schriften über die Arbeit der Regierung…