Thema: Battles
83 Artikel
Es widerstrebt mir wirklich, diesen Beitrag zu schreiben. Während ich diese Zeilen schreibe, weiß ich auch nicht, ob ich ihn veröffentlichen möchte. Eigentlich war er auch erst für den nächsten Monat gedacht, aber ich habe das Gefühl, dieses Thema altert nicht wie Wein, sondern wie Bananen.
In Sachen Uwe Boll gilt für mich momentan die Maxime aus WARGAMES:
THE ONLY WINNING MOVE IS NOT TO PLAY
Ich habe mich lange genug selber nicht dran gehalten, darum erstmal eine Boll-Retrospektive der letzten Jahre. Die ist wichtig, weil ich zeigen will, dass der Status Quo in Sachen Boll gar kein Status ist, sondern nur das Ende der Sackgasse eines Filmemachers, der seit drei Jahrzehnten dachte, auf der Autobahn zu fahren…
Oh Mann, DAS ist ein Fass, das ich eigentlich nicht mehr aufmachen wollte. Ist einfach zu toxisch. Aber ich wurde heute Nacht mit mehreren Mails und Messages bombardiert, die mich als Chronisten in Sachen "all things Katusin" in die Pflicht nehmen wollten. Zuerst habe ich abgewunken, aber das hier ist bizarr genug, um doch noch mal einen Abstieg in die Gülletonne zu rechtfertigen.
Eine Schande, dass der olle Doc Acula das nicht mehr erleben darf…
Disclaimer : Ich bitte den folgenden Text – inklusive des hämischen Tonfalls – als Satire zu lesen…
Ich habe heute einen Fastentag. Das heißt: Ich esse 36 Stunden lang gar nichts. Das macht mich sehr hangry. And you wouldn’t like me when I’m hangry.
Also mache ich jetzt einfach mal das bodenlose Fass Uwe Boll auf.
Uwe Boll hat nicht mehr alle Latten am Zaun, das ist bekannt. In seiner Zeit als Regisseur wurde er nicht selten (aber natürlich ungerechtfertigt) als "schlechtester Filmemacher aller Zeiten" bezeichnet – was in seinen Augen am korrumpierten System liegt, das Freidenker wie ihn unterdrückt und ausschließt:
"Dreht man in Deutschland einen Film über deutsche Helden wie Stauffenberg oder die Geschwister Scholl oder John Rabe, bekommt man Subventionen, TV-Gelder, Festivaleinladungen und Preise…
Ahhh, es gibt mal wieder einen Text, den auseinanderzunehmen sich wirklich lohnt. Da wird jedes Klischee bedient, da brodelt in mir der aufrechte Zorn:
Der pro/contra-Artikel scheint eine Art Reaktion auf diesen Beitrag zu sein, in dem eine Frau mittleren Alters jammert, dass das erwartete Erbe von den Eltern mit üppigen Weltreisen rausgehauen wird. Das alte Pack säuft Cocktails am Pool, statt preiswert bei ALDI-Cola auf dem heimischen Sofa zu verwesen. Unverantwortlich.
Der Artikel steigt mit einem provokanten Titel ein:
Boomer, die im Alter das Erbe ihrer Kinder verjubeln – Geht’s noch…
Es ist ein Fehler, den ich einsehe und dennoch immer wieder wiederhole – man sollte sich von pseudo-seriösen "Nachrichten"-Quellen fernhalten, die ihre Inhalte entweder von Praktikanten oder KI-Schreibmaschinen verfassen lassen.
Aber wenn ich so etwas lese, dann triggert es mich und ich klicke eben doch:
Als echter Babyboomer geht mir die Generation Z natürlich genau so auf den Sack wie die Millennials. Ich suhle mich im Vorurteil, dass das alles weinerliche Faulpelze ohne Affektkontrolle sind, deren größter Traum es ist, als Influenzer mit dem Privatjet nach Dubai zu fliegen, und die sämtliche Probleme der Welt auf die vorhergehende Generation schieben…
Okay, wo waren wir? Ach ja: Journalistin Friederike Wipfler hat sich redlich bemüht, den mysteriösen "Geistermusikern" die Maske vom Gesicht zu reißen. Das hat leider nur so mittel geklappt, eher gar nicht. Vielleicht kann man ja bei den Mittelsmännern punkten, also den Labels, die die Musik an Spotify vermakeln:
Also ein Label ist auf jeden Fall sehr auffällig. Über das gab es auch schon früher andere Medienberichte. Das ist auch das Label von Aurelien, deswegen haben wir uns das genauer angesehen. Firefly heißt das, Firefly Entertainment, und das sitzt auch in Schweden…
Disclaimer : Ich habe Spotify abonniert, primär aus Bequemlichkeit, weil ich nicht audiophil bin und keine große Musiksammlung kuratieren möchte. Musik ist bei uns Hintergrund. Das heißt aber nicht, dass ich das Geschäftsmodell von Spotify verteidige oder gutheiße.
Grundsätzlich : Ich bin dafür, dass die Öffentlich-Rechtlichen versuchen, mit "jungen Angeboten" wie FUNK eine Zielgruppe zu bedienen, die sich oft genug bei Windbeutel-Influenzern und rein kommerziell geprägten Produktionen "informiert". Das hier ist keine Systemkritik.
Es rumort gerade mal wieder. Eine Studie hat aufgedeckt, wie schieflagig und einseitig das Programm von FUNK ist…
Vor zwei Jahren habe ich nach neun teilweise exorbitanten Postings meine Berichterstattung zu TROLLS WORLD/UNDER CONTROLL beendet. Die Luft war raus, alle Beteiligten hatten sich in Beleidigungen und Drohungen erschöpft.
Nun liegt es in der Natur der Sache, dass auch die Zeit ein guter Schiedsrichter ist und es manchmal ausreicht, einfach abzuwarten… na ja, "wer gewinnt" wäre zu hoch gegriffen. Eher "wer sich wieder aufrappelt". Bei den meisten Blog-Battles des Wortvogels hat mir vielleicht nicht ein Gericht, aber die Geschichte Recht gegeben. All die großen (Maul)helden, an deren Ruhm ich mich parasitär hängen wollte, sind in der Versenkung verschwunden, Katusin so wie Vorlander, Kammermeier so wie Mehler…
Man kann mir viele negative Dinge nachsagen, aber eins bin ich immer gewesen: ein Mann meines Wortes. Und darum ist heute der Tag, an dem ich die üppige C.L.E.A.N. Limited Edition unter die Leute bringe. Ich selber sammle keine Silberscheiben und schließlich haben die Leser dieses Blogs die Box finanziert.
Für alle, die einen Refresher brauchen, worum es geht:
Wer sich meine Fotostorys zum Film durchgelesen hat, der wird wissen: nicht gut, nicht spannend, nicht überzeugend, aber… besonders. Und selten.
Ich hadere mit der Frage, wie ich einen "Gewinner" auswählen soll…
Geben wir uns ran. Machen wir es nicht, macht es keiner. Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, bei Sutters mysteriösem Gast, dessen Stimme digital auf "grollig" runter geregelt und nachsynchronisiert klingt.
Die Szene, auch wenn sie der Geschichte augenscheinlich eine neue Facette verleiht, bringt natürlich genau was? Nix. Auf die Idee, die Figuren über Dialoge zu erklären oder zu entwickeln, scheint der Autor an keiner Stelle zu kommen.
Dafür sehen wir nun, welchen spektakulären Erfolg das CLEAN-Programm bei der nymphomanen Clare hatte – sie will Alice vernaschen:
Alice' Reaktion ist mal wieder einen Audio-Clip wert:
Say what…