• BILD-Fundstücke


    Das ist nun auch schon 12 Jahre her:

    Man kann über die BILD denken, was man will (und was ich über sie denke, ist bekannt), aber sie war/ist ein prägender Teil der deutschen Medienlandschaft. Es ist bestenfalls interessant zu sehen, dass Angebote wie NIUS den äußeren Rand so sehr nach rechts verschoben haben, dass die BILD auf einmal fast… moderat wirkt.

    Das 11kg schwere Buch ist eine großartige Reproduktion der wildesten Titelseiten und seit Jahren der Nachttisch am Schnarchbett meines Arbeitszimmers:

    Schon dieses Rückcover begeistert mit dada-esken Highlights:

    Bei der ersten Durchsicht vor 12 Jahren habe ich – wie bei der CINEMA-Sammlung – zum Handy gegriffen und besonders auffällige Schlagzeilen und Artikel für Facebook fotografiert…

  • Der BILD-Masterplan – enthüllt!


    Dass die BILD Kampagnen gegen Ideen, Menschen und Parteien führt? Geschenkt. Dass die BILD Hass schürt, um sich dann über Hasstaten zu empören? Bekannt. Dass die BILD ein Klima des "wir gegen die" fördert, weil sich Konflikte besser verkaufen lassen als Konsens? Abgenickt.

    GEGEN wen die BILD ist, das ist nicht schwer auszumachen, wenn man die Schlagzeilen liest: sie ist – um des Populismus willen – gleichzeitig gegen Asylanten und gegen die AfD. Sie ist gegen Sozialschmarotzer genauso wie gegen höhere Steuern für Besserverdienende. Sie ist gegen die Politik genauso wie gegen den Politikverdruss…

  • BILD-Pranger (1)


    Ich habe mich in den ersten Jahren dieses Blogs sehr viel mit der BILD auseinander gesetzt – mit ihren Lügen, Hetzkampagnen, Anstachelungen, Selbstbesäufnissen. Dann installierte die Webseite einen Adblocker-Blocker und zu meiner eigenen Überraschung war ich raus. Das Springer-Blatt war mir nicht mal wert, den Adblocker für die Seite zu deaktivieren. Und es war… befreiend. Tatsächlich ist es so, dass man besser damit lebt, bestimmte Dinge einfach nicht zu wissen. Zumal Julian Reichelt es scheinbar mühelos schafft, noch einen Tacken skrupelloser und zynischer den Volkszorn zu befeuern als sein Vorgänger Kai Diekmann…

  • Liebes und geliebtes BILDblog…


    … wir kennen uns ja nun schon SEHR lange. Ich meine, es ist 2004 gewesen, als mich Mario Sixtus erstmals auf "dieses neue Medien-Ding vom Niggemeier" hinwies. Ich habe dir immer mal wieder Tipps gegeben, du hast mich netterweise immer mal wieder verlinkt, natürlich habe ich gespendet, als es zwischendurch finanziell knapp wurde. Mit besonderer Leidenschaft habe ich dich gegen diverse halbseidene Webseiten von Trollen verteidigt, die als "BILDblog-Blog" parasitär von dir profitieren wollten.

    Ich habe dir die Treue gehalten, als das neue gelbe Design kam, das ich nicht so schön fand wie das alte…

  • BILD und die Blutsverwandtschaft: Der Wortvogel rät Al Pacino zum Vaterschaftstest


    Ich habe schon länger nichts mehr über die BILD geschrieben – primär deswegen, weil ich sie nicht lese. Heute bin ich bei der Recherche zu einem Artikel aber wieder auf so einen Mangel an journalistischer Trennschärfe gestoßen, für den die BILD nur deswegen nicht rot wird, weil sie schon rot ist.

    Es geht mal wieder um die unbedingte Bereitschaft, Bilder scharfen Weibsvolks, die man kostenlos von Firmen zwecks ebenso kostenloser Werbung gestellt bekommen hat, irgendwie ins Blatt oder auf die Webseite zu prügeln.

    So schafften es heute Bilder der Mode-Firma Ossira vom Model Camila Morrone auf die Titelseite bei BILD.de, ohne als Anzeige gekennzeichnet zu werden…

  • Die meinungsbildende und meinungshemmende Macht der Minderheiten


    Stefan regt sich drüben über Akif Pirinçci auf – als Vorleistung zur Lektüre dieses Beitrages vielleicht sinnvoll.

    Pirinçci, Sarrazin, Matussek, Broder: Alle beschreien sie eine empfundene Macht der Minderheiten, eine Diktatur, die der jeweils sehr flexibel definierten Mehrheit ihren Willen aufzwingt und ihr das (hart erarbeitete!) Geld abnimmt. Homosexuelle, Frauen, Ausländer und/oder Hartz 4-Bezieher streben an die Fleischtöpfe, lassen sich vom korrupten Politestablishment durchfüttern, die Rechnung zahlen am Ende "wir alle", was offensichtlich Homosexuelle, Frauen, Ausländer und/oder Hartz 4-Bezieher nicht mit einschließt. Etwas liberalere Schreihälse substituieren "wir" durch "der Steuerzahler", maskulin natürlich, die Steuerzahlerin ist durch Mutterschutz und Frauenquote ja selber auf der Seite des Bösen, eine ganze Batterie von Minderheiten versteckt sich in ihrer Mehrheit…