• 25 Frauen: Als Geschichte noch einen Händedruck hatte (3)


    Dritter und letzter Teil. Als wir das letzte Mal über die alten Damen sprachen, hatte mir Frau G. gerade mitgeteilt, dass sie den Holocaust an den Juden für eine Erfindung hielt.

    Dass sich eine „meiner“ Omas als stolze Antisemitin entpuppen würde, war schon statistisch zu erwarten gewesen. Aber Frau G.? Die kleine, runzelige, freundliche Frau G.? Hier war größte Vorsicht angeraten. Es galt immer noch: Respekt und Rücksicht.

    Ich hatte als Zivi kein Recht, die Frau umerziehen oder belehren zu wollen. Ich konnte nur innerlich abkoppeln und mich von jeder Sympathie frei machen…

  • B-Movie Maestro Charles Band spricht (schändlicherweise nicht über mich!)


    In der neuen Ausgabe seines Videoblogs stellt Charles Band das Buch vor, an dem ich mit Dave Jay zehn Jahre gearbeitet habe. Ich freue mich über die fleißige Promotion, auch wenn der gute Charlie vergisst, mich zu erwähnen – ich habe das Buch ja lediglich entwickelt, produziert und betreut. Schwamm drüber – Dave war sein Kontakt und seine Bezugsperson und meinen Namen könnte er vermutlich sowieso nicht aussprechen.
    Interessant ist auch das neue Magazin, an dem Charlie beteiligt ist:

     

    Beizeiten werde ich auch an dieser Stelle das Buch nicht nur vorstellen, sondern auch (signiert) verlosen…

  • 25 Frauen: Als Geschichte noch einen Händedruck hatte (2)


    Wo waren wir stehen geblieben? Beim ersten Tag meines Zivildienstes, genau.
    Zum Einstieg nahm mich mein „Vorgänger“, der noch ein paar Monate bleiben würde, zu den alten Damen mit. Es ist wichtig, offiziell vorgestellt zu werden – könnte ja sonst jeder kommen und behaupten, er sei vom Amt.

    An dieser Stelle ist es vielleicht angebracht, noch einmal genauer zu erklären, worin mein Job bestand. 25 Damen im Alter zwischen 60 und 92 hatte ich zu betreuen, jede wurde mit einer knappen Stunde pro Woche eingeplant…

  • 25 Frauen: Als Geschichte noch einen Händedruck hatte (1)


    Dieser Beitrag kommt zu spät, in vielerlei Hinsicht. Ich hätte ihn vielleicht 1990 schreiben sollen, da war alles noch frisch in meinem Kopf. Oder im Juli 2011, als mit der allgemeinen Wehrpflicht auch der Zivildienst abgeschafft wurde.

    Es ist allerdings nicht schwer zu verstehen, warum ich ihn heute schreibe. Über die Weihnachtstage musste ich viel an meine Nachbarin Frau C. denken, die mit 106 Jahren verstorben ist und deren Wohnung gerade mit Schleifmaschinen und Brecheisen renoviert wird, als müsse man das Leben dieser Frau gewaltsam aus den Mauern stemmen…

  • Zwischenstopp


    Ich habe vor drei Tagen in einem großen Zeitschriftenladen einer proportional nicht minder großen Stadt folgenden „rant“ mit angehört, der mich etwas hilflos zurück ließ.

    Die Situation: ein kleiner älterer Mann mit strähnigen Haaren und sichtlich schlechten Zähnen, gekleidet in eine quietschgelbe, verschmutzte Regenjacke und mit einer dieser Taschen aus LKW-Plane bewaffnet, die Fahrradkuriere gerne verwendet, redet lautstark auf einen jüngeren Mann vermutlich indischer oder pakistanischer Herkunft ein, der eigentlich nur die Zeitschriften mit den Regalen auffüllen und sortieren will. Er ist laut und aggressiv, aber weniger gegen den Angestellten, sondern aus Frust, nicht verstanden zu werden…

  • Blogger 2013: Trittbrett-Nominierung (Nachtrag)


    Noch eine schöne Überraschung zum Jahresschluss. Hyperland ist für die Blogger 2013 nominiert!

    Ihr wisst ja, dass ich dort regelmäßig Beiträge veröffentlich – ich fühle mich demnach ein wenig mit-nominiert.

    Heute, am 30. Dezember 2013, werden die Kollegen Bluhm, Knüwer und Fiene ab 20:15 Uhr wieder die Blogger des Jahres küren – wie immer in einer glanzvollen Gala!

    In diesem Jahr wird erstmals live über YouTube gesendet, im <a href=" des Digitalen Quartetts. Der Hashtag lautet #Blogger2013. Also, schaut mal rein. Kleiner Tipp: die Gewinner werden vom Publikum bestimmt, macht mit und trommelt für den Sieg – ich drücke uns die Daumen…

  • Stille Nacht, heilige Nacht, alles schläft – der Wortvogel auch


    Was für ein Jahr – geprägt von Tod und Verderben, Diät und Meilen sammeln, neuen Hosen und alten Zöpfen, Abschlüssen und Aufbrüchen. Es gibt 15 Kilo weniger von mir – der Rest ist verlobt. 50 Reportagen habe ich seit März gemacht, das dürfte ein einsamer Rekord sein. Mein Leben oszilliert zwischen London und Speyer, zwischen Sekt und Selters.

    Der Baum ist heuer auch eine Nummer kleiner ausgefallen:
    Früher war mehr Lametta!

    2014 – soviel darf schon verraten werden – dreht auf 11. Ich ächze und lamentiere an dieser Stelle präventiv…

  • Einladung zum Wortvogel


    Ich wollte euch immer mal zeigen, wie ich lebe und arbeite. Irgendwie musste ich aber immer zuviel leben und arbeiten, um Zeit dafür zu haben. Jetzt, in der milden Ruhe vor dem Fest, die zugleich eine milde Ruhe vor dem Sturm darstellt, nehme ich mir einen Moment und zwei schöne Fotos, die ein Fotograf letzte Woche von meinem Arbeitszimmer gemacht hat.

    Kommt rein, ich habe gerade mal halbwegs aufgeräumt.
    Wer genau hinschaut, sieht viele Dinge, über die ich in den letzten Jahren auch geschrieben habe: Die "Cinema"-Sammlung, das Autogramm von Michael Caine, Sherilyn Fenn, meine Doktorwürde, den Schreibtisch, die Artwork, den Beistelltisch, den Frosch…

  • ALDI Attack!


    Ich hatte es ja schon angedroht, auch wenn ich gestern doch wieder böse ins zweifeln gekommen bin – diesen Beitrag schreibe ich auf meinem flammneuen Medion-Tablet!
    Es war fast schon eine Zeitreise in die 90er Jahre: Wecker stellen, zur Ladenöffnung in der Kälte stehen, dann in einer Welle in das Geschäft rauschen. Ist aber nicht mehr ganz so exzessiv wie früher und Verletzte gab es auch keine.

    Es zeigte sich aber mal wieder Unterschied zwischen Pros und Noobs – die Noobs rannten alle wie bescheuert zum Glaskasten hinten im Ladenlokal, während die Pros natürlich wussten, dass man die Ware direkt an der Kasse bekommt…