Thema: Mix
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Ich kriege immer mal wieder Bücher, CDs und DVDs geschickt, die ich weder gekauft noch sehnlich erwartet habe. Die kommen meistens von Verlagen und Presseagenturen in der Hoffnung, ich würde drüber schreiben. Positiv, negativ, egal – nur keine Presse ist schlechte Presse.
Angesichts meiner blogweit bekannten Abneigung gegen Kram würde ich davon abraten. Schon der Vorgang, mir unaufgefordert den Schreibtisch vollzumüllen, nimmt mich gegen das Produkt ein. Die Wahrscheinlichkeit, dass mir Thema, Autor oder Story liegen – oder ich Zeit habe, mich damit auseinanderzusetzen -, ist verschwindend gering…
Ich vertrete nicht nur die These, dass man mit weniger Kram glücklicher ist. Ich vertrete auch die These, dass die letzten 30 Jahre massive Fortschritte in Sachen kram-freieres Leben ermöglicht haben. Das Apartment, aus dem ich 2002 ausgezogen bin, war mir damals viel zu klein – heute würde es ohne Abstriche bei der Lebensqualität absolut ausreichen. Weil unglaublich viel Volumen ins Digitale geschrumpft ist. Dieses gif verdeutlicht es sehr schön:
Das Prinzip ließe sich bequem erweitern: Der eReader, der zwei Bücherregale schluckt, die externe Festplatte, die 500 Videokassetten überflüssig macht, der MP3-Player, der Hunderte von Platten und CD’s virtualisiert…
Es mag ein wenig heuchlerisch klingen, wenn ich mich in einem Beitrag über die Last meines Besitzes beschwere, nur um jetzt begeistert zu verkünden, dass ich einen Haufen neuen Schnickschnack gekauft habe. Aber das scheint nur so.
Die Webseite Banggood, so eine Art asiatisches Ramsch-Amazon, hat heute ihren 9.9 Anniversary Sale. Ich habe noch nie in China bestellt und es hat mich immer gereizt, mal ein paar Pfennig-Gadgets zu kaufen, also legte ich im Kopf 100 Dollar für einen Shopping-Ausflug beiseite.
Hier die Ergebnisse:
Kriegt man auch in Deutschland billig, aber wenn ich schon mal dabei bin – gerade auf langen Reportagereisen kann man nicht zu viele Möglichkeiten haben, das Smartphone zu laden…
Kleine Entwarnung an unseren Vermieter: Die folgenden Zeilen sind rein hypothetisch. Alles in Ordnung.
Vorgeschichte. Es hat funktioniert. Aber eben nicht ganz.
Ihr habt es mitbekommen. Wir sind wieder umgezogen. Mit ganz viel Inventar. Obwohl ich seit einem Jahr ausgemistet habe. Kistenweise ging der Kram zum Sperrmüll, Dutzende von Päckchen gingen zur Post, die Altkleider-Container von Speyer wurden von uns ausgiebig bestückt. Über 30 Plastikkisten mit Zeitschriften und Büchern habe ich zu meinen Eltern nach Belgien ausgelagert, unbenutzte Trimm-Geräte verschenkt.
Die Erkenntnis: Es ist immer noch zu viel…
Ich erinnere mich daran, dass wir einen Schwarzweiß-Fernseher hatten. So einen riesigen Mono-Kasten in Holzfurnier ohne Fernbedienung. Als Kind hockte ich immer auf dem Teppich davor, um auf Zuruf das Programm am Gerät umzuschalten. Ich erinnere mich daran, dass die Knöpfe sich nur schwer drücken ließen. In den späten 70ern bekamen wir einen weißen Fernseher, immer noch mono, immer noch ohne Fernbedienung. Aber die Tasten waren nun silberne Sensorplättchen, auf die ich lediglich den Finger legen musste. Anfang der 80er dann ein Fernseher mit Fernbedienung, der das Sehverhalten grundlegend änderte – vorher hatten wir uns das Programm oft so zurecht gelegt, dass wir am Abend maximal einmal umschalten mussten…
Gut, der 30. Geburtstag von Roxette mag relevanter sein, der 85. von Sean Connery auch – aber sei’s drum.
Das hier war der Anfang allen Elends:
Ehrlich gesagt: Gefällt mir heute noch, ist alles drin – Humor, Häme und Gesellschaftskritik.
Neun Jahre ist das her. Demnach ist das "große" zehnjährige Jubiläum erst 2016 dran und dafür werde ich mir was einfallen lassen. Heute müsst ihr euch mit ein paar losen Gedanken begnügen.
Nach aktuellem Stand habe ich 2920 Beiträge verfasst, also knapp vier alle fünf Tage…
Ich bin bekanntermaßen niemand, der Kundenverarsche lustig findet. Es ist nicht okay, irgendwo "100 Prozent Frucht – Geschmack Erdbeer" drauf zu schreiben, wenn über 90 Prozent Äpfel drin sind.
Neulich ist mir ein weiteres schöneres Beispiel für diese Form von Beschiss untergekommen. Während des Fantasy Filmfest 2015 in Nürnberg habe ich mir immer mal im sicher gedrängtesten und unschönsten ALDI der Republik was für den Durst zwischendurch gekauft. Ich bin da nicht wählerisch, primär greife ich zu Wasser mit irgendeinem Fruchtaroma, was sich auch zimmerwarm noch trinken lässt…
Das Popmusik-Klischee "You’re gonna miss me when I’m gone" bezieht sich gemeinhin auf den aktuellen, aber angezählten Lebenspartner. Im weiteren Rahmen geht es dabei um Beziehungen. Beziehungen gibt es aber nicht nur in der Variante Mensch – Mensch, sondern auch Mensch – Tier, Mensch – Natur, Mensch – Kultur, und schließlich Mensch – Technik.
Ja, man kann Maschinen vermissen, bzw. die Möglichkeiten und Annehmlichkeiten, die sie darstellen. Die nachvollziehbarsten Beispiele dafür sind ganz allgemein der Strom, ohne den das moderne Leben praktisch nicht denkbar ist…
So schnell habt ihr nicht mit einem Update gerechnet, was? Ich auch nicht.
Aaalsooo… ich eben zum LIDL, Prepaid-Karte kaufen. Nächstes Quiz: Wenn man einen Webstick beim Anbieter LIDL mobile kauft, der über den Provider Fonic ins Netz geht – muss man dann eine Karte von LIDL mobile oder von Fonic kaufen? Vorsicht bei der Wahl: Prepaid-Karten können NICHT umgetauscht oder zurück gegeben werden!
Ich stand also vor einer 50:50-Wahl. Wie es aussieht, habe ich wenigstens das richtig gemacht. Fonic ist die Lösung.
Wieder daheim, lade ich per Code mein Guthaben auf über 20 Euro und klicke erneut auf "Monatsflatrate buchen"…
Ich hasse Radiospots. Nicht alle. Nicht diese professionell produzierten "wie im Fernsehen, nur ohne Bild"-Werbungen, denen es gelingt Produkte zu bewerben, ohne sie in eine Kamera halten zu können.
Ich hasse saudumm produzierte Radiospots von Leuten, die augenscheinlich keine Ahnung haben, wie Radio funktioniert. Bei denen die Werbungen ein Abfallprodukt aus dem Media-Mix sind, lieblos rausgerotzt und zum Senderwechsel reizend.
Jeder kennt diese regionalen Spots, die meistens von den Sendern selbst im Auftrag der Kunden produziert werden. Das sind gerne mal Möbelhäuser. Die gehen dann grundsätzlich so – man stelle sich den nachfolgenden Dialog im penetrant lachenden Jungemenschen-Tonfall vor:
"Mensch Tina, wo rennst du denn hin"…