Thema: Mix
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Es war ein zu langer Tag im Kino, meine Schritte sind müde und mich fröstelt auf dem Rückweg vom Festival zum Hotel. Ein wenig Neid kommt auf, als ich auf halber Strecke an der kleineren, billigeren Herberge vorbei komme, die ich nicht mehr buche, seit ich es mir leisten kann. Davor: eine kleine Clique, vielleicht sechs oder sieben junge Leute, vielleicht zwei oder drei Frauen darunter, angeregt schnatternd. In dem Alter, in dem die späte Nacht kein Grund ist, ein Bett zu suchen, sondern Abenteuer…
Es war nicht leicht, von München nach Speyer zu ziehen. Es war nicht leicht, von Speyer nach Baden-Baden zu ziehen. Und es war nicht leicht, nach einem halben Jahr innerhalb Baden-Badens umzuziehen. Weg von allen vertrauten Freunden, Orten, Erinnerungen. Nochmal bei Null anfangen. Wie macht man das? Mit 20 ist das leicht, da wird man schnell auf Partys eingeladen. Hat man Kinder, findet man im Nu Kontakt zu anderen Eltern. Wir? Wir haben nicht mal einen Hund. Und unsere beiden Katzen sind an Gästen nicht sonderlich interessiert…
Ich war nie ein Mega-Fan von PSB, aber immer ein Verehrer ihrer großen Hits und ein Bewunderer ihres großen Einflusses in Sachen Elektropop. Darum scheute ich mich auch 1992 (?) nicht, sie mir in der Olympiahalle in München anzuschauen. Es war ein fetter Event mit Dutzenden von Sets, Kostümen und Tänzern – als Versuch, den doch relativ mauen Schauwert der Herren Tennant & Lowe auszugleichen. Hinterher gab es Presseberichte, dass dabei Millionen verbraten wurden.
2011 sah ich sie im Olympiastadion wieder – als Vorgruppe von Take That…
Es ist ein Tag, der eigentlich nur Stress verspricht: eine Reportage schreiben, eilig benötige Informationen von Experten besorgen, die kein Konzept des Begriffes "eilig benötigt" haben, dann 6 Kilometer Trainingslauf bei knapp 30 Grad (die Trainerin ist kostenpflichtig gebucht). Nur 10 Minuten für Dusche und Reisetasche, um den Trip nach Nürnberg zum B-Film Basterds Festival anzutreten. Bevor man frische Klamotten trägt, ist man schon wieder durchgeschwitzt. Nichts vergessen? Computer, Smartphone, Ladekabel, Schlüssel, Geldbörse, Sportkleidung? Frau geküsst?
Go, go, GO!
Schnell noch den Wagen tanken. Während der Diesel gluckert, sucht das Handy die Bluetooth-Verbindung zur Multimedia-Anlage des BMW…
Ich habe euch semi-reguläre Updates meiner Läufe versprochen, dann mache ich das auch. Alle sechs Einheiten scheint mir überschaubar, das entspricht knapp 2 Wochen.
Die gute Nachricht: 97,5 Kilo. Es geht vorwärts. Also abwärts.
In der letzten Übersicht hatte ich angekündigt, mal testweise das Wasserparadies in Baden-Baden hinauf und hinab zu rennen. 70 Meter Höhenunterschied auf knapp 300 Metern mit Treppen, Steigungen, Winkeln und Kurven. Wer 6 Kilometer geradeaus kann, kann auch so etwas.
Dachte ich.
Fakt ist: Ich bin noch nicht das erste Mal oben angekommen, da denke ich schon, mir platzen die Lungen und brechen die Schenkel…
Ich bin aktuell voll "retro", was meinen Medienkonsum angeht. Olle Filme habe ich ja sowieso immer schon gerne geschaut. Aber derzeit genieße ich es, antiquarische Hörspiele zu hören, alte Jahrgänge legendärer Cartoons zu lesen und Klassiker als Ebooks zu verschlingen. Mich entschleunigt das – zu meiner eigenen Überraschung.
Da ich aber ein Kind der verpönten Kostenlos-Kultur des Internets bin, schaue ich natürlich immer, wo es gerade was preiswerter oder gar umsonst gibt. So hatte ich von den großartigen Crackanory-Lesungen ja schon berichtet.
Ebenfalls ein guter Startpunkt für die digitale Belletristik-Sammlung sind gemeinfreie Werke, die günstig rausgehauen werden…
Aus der Abteilung "wenn ich einmal in Fahrt komme…"
Die Sache mit den USB-Sticks neulich hat mich nicht losgelassen. Fängt man an, sich auch bei chinesischen Versendern und Curiosity-Webseiten rumzutreiben, findet man noch viel, viel mehr lustige, schräge und teilweise bizarre Versionen der beliebten Massenspeicher.
Es gibt auch tatsächlich Webseiten von Sammlern obskurer Sticks, kleinere Ausstellungen – oft allerdings mit konkreten kommerziellen Hintergründen.
Und weil ich für meine Leser alles tue, habe ich mir die Mühe gemacht, satte 100 USB-Sticks für euch in einer Galerie zu sammeln:
Habt ihr Favoriten…
Das vorab: Es geht mir bei diesem Artikel nicht um den Beitrag Luthers zur sittlichen, kulturellen oder theologischen Entwicklung unseres Landes. Das zu kommentieren bin ich nicht kompetent, das müssen andere übernehmen. Mag sein, dass die Schriften des Gelehrten die Gesellschaft als solche dauerhaft voran gebracht haben. Ich rede hier vom Mensch Martin Luther.
"Ich brauchte etwas Brot und Butter, da traf ich im Laden Martin Luther, was auch nicht weiter verwunderlich war, weil’s ja ein Reformhaus war."
(Otto Waalkes, eigentlich Robert Gernhardt)
Allenthalben wird das Luther-Jahr gefeiert, dabei gibt es 2017 gar keine neuen Folgen…
Es ist faszinierend, wie sehr sich der Transport von Daten verändert und vereinfacht hat in den letzten 20 Jahren. Mitte der 90er musste man noch alles auf Disketten mit sich rum schleppen. Hatte man unfassbare mehrere Megabyte auf der Platte, half nur ein guter Freund mit CD-Brenner und teuren Rohlingen.
Ich kannte Leute mit Hunderten von Disketten und Dutzenden solcher Boxen, alle mit händisch verfassten Indexkärtchen:
Der gesamte Inhalt braucht heute nicht mal mehr den Platz eines Fingernagels.
Die immer preiswerter werdenden CD-Brenner, gefolgt von den DVD-Brennern, machten der Diskette schließlich den Garaus…
Es ist bekannt, dass ich gerne schwarze Schafe aufspüre und ihnen auf die Finger klopfe. Denn wie sagte schon Edmund Burke?
"All that is necessary for the triumph of evil is that good men do nothing."
Noch in den 70ern wäre ich vermutlich ein Frührentner im Feinripp gewesen, der vom Fenster seiner Wohnküche aus Falschparker aufschreibt, spielende Kinder beschimpft und klingelnde Paketboten anblökt: "Der is' nich' da! Müssense morgen kommen!".
Aber wofür hat man heute das Internet?
Dabei ist es mir völlig egal, ob es die BILD ist oder der SPIEGEL, ein Facebook-Kommentator oder ein windiger Kleinverlag…