Thema: Mix
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Ihr wolltet ja, dass ich mir nicht immer einfache "Opfer" suche…
Depp des Tages ist heute der Wissenschaftsjournalist Dirk Lorenzen, der regelmäßig für den Deutschlandfunk arbeitet. Wie so jemand von mir die Bezeichnung "Depp" angeheftet bekommen kann? Steht der denn nicht auf meiner, der skeptischen Seite, und entlarvt allerlei verschwörungstheoretischen Unfug?
Ja. Und nein. Weil man das richtig und falsch machen kann.
Etwas Kontext: Es gibt die Theorie der Phantomzeit, zu der auch die Annahme eines "erfundenen Mittelalters" gehört. Ganz grob gesagt: Knapp 300 Jahre zum Ende des ersten Jahrtausends nach Christus haben nie stattgefunden, sondern wurden im Nachhinein in den Kalender geschummelt, um massive Fälschungen zu verschleiern und Schenkungen zu rechtfertigen, die im Mittelalter die Machtgefüge zementierten…
Das letzte Mal habe ich einen solchen Beitrag Ende 2011 verfaßt. Damals hatte ich mir meinen ersten Motorroller aus chinesischer Produktion gekauft, den Nachbau einer Vespa Primavera 50. Leider habt ihr mitbekommen, dass dem Scooter kein schönes Leben beschieden war. Mehrfach von besoffenen Rowdys beschädigt und harschem Wetter ausgesetzt, alterte er so schnell, dass er jetzt nach fünf Jahren kaum noch mit mehr als "fahrfähig" beschrieben werden kann. Aus diesem Grund habe ich auch im Februar das neue Nummernschild erstmal nicht abgeholt und den Roller auf dem Hof stehen gelassen…
Ich gehe ungefähr so gern zum Friseur, wie ich zum Zahnarzt gehe. Das Problem ist beim Friseur allerdings weniger der drohende körperliche Missbrauch, sondern der mühsame Versuch von Smalltalk. Ich kann keinen Smalltalk. Da ich über den Friseur nichts weiß und er nichts über mich, gibt es allerdings auch nichts anderes als Smalltalk, über das/den man reden könnte. Darum habe ich vor einigen Jahren begonnen, mir Friseure zu suchen, die ihr Handwerk nicht als plauderigen Zeitvertreib sehen, sondern als Akkordarbeit.
Kurden, missgelaunt und verschwitzt, ziehen mir seitdem grob den Bartschneider über den Hinterkopf (9 Millimeter), sprühen dann oben ein bisschen, schnipp schnapp…
Heute geht es eher um einen exemplarischen Deppen. Einen von der Sorte, wie man sie auf Facebook täglich trifft. Einer, der seine Meinung grundsätzlich nicht sagt, sondern pöbelt, und dabei auf lässliche Details wie "Argumente" gut verzichten kann. Und das mit einer Grammatik, die der deutschen Leitkultur nicht zuträglich sein kann (wobei es sich in diesem Fall um einen Schweizer handelt – wusste gar nicht, dass im Land von Edelweiß und Schokolade auch Vollspacken wachsen).
Es geht auch um meine Art, mit solchen Leuten umzugehen – weil ich manchmal doch nicht anders kann, als ein wenig zu sticheln…
Nachdem diverse internationale Webseiten unser Buch schneller promoted haben als ich, gebe ich mich heute auch noch mal ran – it’s done:
Wie sich das für Eltern gehört:
Wir sind sehr stolz! Die geile Artwork stammt übrigens von Mark Maddox, der mit dem Rondo einen der wichtigsten Preise der Horror-Community verliehen bekommen hat.
Für die Nicht-Eingeweihten: Es handelt sich hierbei um den zweiten Band über die Karriere von B-Film-Mogul Charles Band. Der erste Teil war ein Erfolg bei Presse und Publikum, aber wir waren mit dem Druckergebnis (nur schwarzweiß) und dem Vertrieb (außerhalb Englands – null) unzufrieden…
Die Einladung zur heutigen Pressevorführung des neuen Marvel-Blockbusters enthält die übliche Sperrfrist (bis 24.4.), aber auch diesen bezaubernden Zusatz:
"Diese Sperrfrist bezieht sich nicht auf kurze Kommentare, erste Eindrücke bzw. Tweets ohne Angaben zum Inhalt."
Okay, Inhalt gibt’s demnach keinen. Eine Serie von Tweets verkneife ich mir auch. Aber erste Eindrücke und einen kurzen Kommentar? Könnt ihr haben.
"Guardians of the Galaxy Vol. 2" justiert das Marvel-Universum neu, in dem er die Messlatte deutlich höher setzt: schneller, besser, lustiger, dramatischer, mit mehr Action, mehr Referenzen, mehr Post-Credits-Material, mehr Gastauftritten, mehr Entertainment…
Freut euch, zum Osterfest gibt es einen neuen "Wortvogel in der Servicewüste"-Beitrag.
Ich habe mich seit längerem mal wieder zu einem Groupon-Gutschein hinreißen lassen. Diät hin oder her – ich wusste, dass ich für ein Wochenende in München sein würde und die Gelegenheit, dort drei Becher Frozen Yoghurt mit Rabatt zu bekommen, wollte ich mir nicht entgehen lassen.
Es scheint allerdings, als habe die Begeisterung der Deutschen für das nur vorgeblich "gesündere Eis" deutlich nachgelassen. Das erkennt man nicht nur der Tatsache, dass die Groupon-Gutscheine mittlerweile nicht mehr Ausnahme, sondern die Regel sind – auch die Zahl der Filialen nimmt gefühlt ab und die Besitzer wechseln immer wieder…
Am Wochenende habe ich in München anderthalb Kronen gelassen. Kurioserweise beim Versuch, einen Käsekuchen zu essen. Ärgerlich.
Am Dienstag: Anruf bei einem Implantats-Spezialisten in Baden-Baden, um die Reparatur der Kauleiste zu vereinbaren. Nach dem zweiten Klingeln bemerkt, dass laut Webseite gerade Mittagspause in der Praxis ist. Aufgelegt.
Fünf Minuten später. Mein Telefon klingelt. Es ist nicht nur die Praxis – es ist der Zahnarzt höchstselbst. Er fragt, warum ich angerufen habe. Ich erkläre kurz, dass ich mich in meine Keramik-Bestandteile auflöse und dem Zerfall gerne Einhalt gebieten möchte…
Zu den Nachwehen des Sabbaticals gehören die Aufräumarbeiten. So werde ich dieser Tage die Reihe "50 Serien, die ihr verpasst habt" wieder aufnehmen. Ich arbeite außerdem ein paar versprochene Reviews ab. Einen Artikel, was aus meiner Teilnahme am NaNoWriMo wurde, bin ich euch ebenfalls noch schuldig.
Und damit sind wir auch schon beim Thema. Ich würde aktuell gerne mal wieder mehr im Fiction-Bereich stromern, aber die mangelnde Zeit sorgt für mangelnde Konzentration. Gerade mal einen Kurzkrimi habe ich letzten Monat geschrieben – der wird demnächst hier seine Online-Heimat finden…
1000 Teile. Zusammengerechnet ungefähr zehn Stunden:
Ehrlich gesagt war das eine Idee der LvA gewesen, der ich mich nur stillschweigend kritisch angeschlossen hatte. Puzzeln, echt jetzt? So mit kleinen Pappteilen und stundenlangem starren und… na ja, puzzeln? Da widersprach allen meinen Neigungen zum digitalen Entertainment und zur schnellen Entspannung. Oldschool wie Märklin-Eisenbahnen und Canasta.
Aber was soll ich sagen? Es ist erstaunlich zen, man ist schnell "in the zone", das Auge konzentriert auf dem Motiv, das Puzzleteil nachdenklich in den Finger rotierend. Kleine Lichtquelle unten rechts über rosa Fleck, leicht unscharf…