Thema: Mix
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Nachfolgend ein Text, den ich im April 2014 für die Webseite Topf voll Gold geschrieben habe. Mittlerweile ist das Korrektiv der Klatschpresse bei Übermedien untergekommen – ich fand es als singuläre Stimme kräftiger.
Damit mein Beitrag nicht dem digitalen Vergessen anheim fällt, habe ich mich entschlossen, ihn an dieser Stelle in mein Blog zu übernehmen.
Worum es geht? Um die Klatschpresse natürlich. Um die kleinen Lügen und großen Unterstellungen, um Lesertäuschung und Selbstverleugnung. Ausnahmsweise aber lösungsorientiert und nicht nur anprangernd.
Nachzügler unter den Lesern kann ich empfehlen, vorher diesen und diesen Beitrag zu lesen, um meine Einstellung zur Klatschpresse besser zu verstehen…
Da fahre ich ganz entspannt nach einer harten Woche Reportagen von Hamburg Richtung Marburg und sehe plötzlich in Höhe Staufenberg einen Truck mit einer seltsam anmutenden Ladung vor mir her zuckeln:
Je näher ich komme, desto klarer wird mir, dass hier mein Handy ran muss:
Hat irgendjemand von euch auch nur eine blasse Ahnung, was das ist?!
Mein erster Roller war ein Sym (auch Sanyang) Flash 50. So ein Baumarkt-Scooter in knallrot und Plastik, der eigentlich zu klein für einen erwachsenen Mann war und an der Ampel keine 16jährige beeindrucken konnte. Mir war das egal, weil ich den Roller 1997 nur deswegen gekauft hatte, um mal anzutesten, ob so ein Gefährt zu mir passt. 899 Deutschmark bei der Metro, wenn ich mich recht erinnere.
Häme bin ich grundsätzlich mit dem Hinweis entgegen getreten, dass man sich seiner Männlichkeit SEHR sicher sein muss, um so einen Plastikschrabbel zu fahren…
Vorwort : Ich sitze in einem Hotel in Niedersachsen. Gestern Abend fiel mir wieder ein, wann ich das letzte Mal in einem Hotel in Niedersachsen gesessen habe: in der US-Wahlnacht 2016. Ich kann mich gut erinnern, es ist einer dieser "wo warst du, als…?"-Momente gewesen.
Um 3.00 Uhr morgens, Ablauf und Ergebnis der Wahl schienen ausgemacht, schrieb ich den nachfolgenden Text. Gegen 4.30 Uhr war mir klar – ich werde ihn nicht veröffentlichen können. Um 5.00 Uhr schaltete ich den Fernseher aus. Fassungslos.
Es sind seither acht Monate vergangen – und alle düsteren Befürchtungen haben sich nicht nur bestätigt, sie wurden weit übertroffen…
Ich habe es anderswo schon angedeutet – nach den letzten sechs Läufen hatte ich vor, eine Pause von fünf Tagen einzulegen, damit meine Muskulatur und meine Gelenke sich etwas erholen können. Leider wurde das torpediert, als ich gleich am ersten Ruhetag für eine Reportage auf das Nebelhorn musste. Bergwandern ist zwar eine schöne Abwechslung, aber ein Abend in der Badewanne wäre besser gewesen.
Danach folgt eine Phase brutaler Leibesschwere. Ich komme kaum aus dem Bett, meine Beine fühlen sich wie altgriechische Tempelsäulen an und meine Motivation ist =<0…
Da ich in den nächsten 9 Tagen in der Republik unterwegs bin und kaum dazu komme, substanzielle Beiträge zu schreiben, werde ich nicht die Klappe halten (das wäre vernünftig, aber spaßfrei), sondern einfach mild kuriose bis irrwitzige Anekdoten aus meinem Leben teilen. Die Idee verdanke ich dem Herrn Spiegelberg, der mich heute dahingehend provoziert hat.
Fangen wir mit dem Tag im Jahre ca. 1997 an, an dem ich drei Eier mit Wasser in einen kleinen Kochtopf warf, alles auf den Herd stellte – und dann zur Arbeit ging…
Der Kollege Mario Sixtus, nie um ein klares (wenn auch nicht immer wahres) Wort verlegen, bezeichnete den Verursacher des tödlichen Dooring-Unfalls in Berlin kürzlich als "rücksichtsloses Arschloch" – und in dem Atemzug gleich alle Autofahrer, die beim Öffnen der Tür Unfälle verursachen.
„Außerdem finde ich, „rücksichtslose Arschlöcher im Auto“ sollte man „rücksichtslose Arschlöcher im Auto“ nennen und nicht „Dooring“.“
Die Wutbezeichnung klingt gut, streitsam und holt angesichts des aktuellen Falls Beifall. Billigen Beifall, wie ich finde, aber man ist da ja nicht notwendigerweise wählerisch. Die Facebook-Crowd, sie kradolft entsprechend…
Es ist mir fast schon ein Sport, das Tablet und das iPhone mit legalem kostengünstigen Content zu füllen. Das können WDR-Hörspiele ebenso sein wie Comicalben, die von Amazon für umme angeboten werden. Dieser Tage habe ich die ersten "Ms. Marvel"-Bände ebenso gelesen wie "The Incal" von Jodorowsky/Möbius. Beides sehr empfehlenswert.
35 Klassiker der Weltliteratur (Moby Dick, Dschungelbuch, Alice im Wunderland) in einer illustrierten Fassung für 49 Cent? Don’t mind if I do.
Es hilft, dass ich mich mit Begeisterung durch alle Genres und Epochen lese und nicht nach spezifischen Titeln suche…
Ich habe mich komplett mit Kommentaren zurückgehalten, was den G20-Gipfel angeht – aus einem eher banalen Grund: ich bin momentan privat zu sehr eingespannt und finde das Thema obendrein unfassbar ermüdend. Nun fühle ich mich aber doch gerufen.
Allen, die sich über die Ausschreitungen empören, möchte ich sagen: Echt? Das hat euch irgendwie überrascht, entsetzt, verärgert? Machen wir uns doch nichts vor: selbst wenn wir die Polizei komplett aus der Analyse subtrahieren, war das nicht nur vorhersehbar – es war unvermeidlich. Die große Politik kommt mit Pomp in die Stadt – die kleine Antifa macht Rabatz…
Es ist durchaus ein Muster zu erkennen: Mit der LvA war ich schon in zwei Frankenstein-Aufführungen, einem Dracula-Musical ("Tanz der Vampire" habe ich schon vor 15 Jahren in Wien gesehen), "The Woman in Black" und "Ghost Stories". Grusel auf der großen Bühne hat einfach seinen Reiz.
Kein Wunder, dass wir uns die Gelegenheit nicht haben nehmen lassen, eine neue Interpretation von "Dr. Jekyll und Mister Hyde" im Baden-Badener Theater anzuschauen, noch dazu bei der Uraufführung und in der eigenen Box direkt neben/über der Bühne.
Nun ist die Story nicht neu und wurde schon dutzendfach verfilmt (u.a…