• Science Fiction made in Germany – oder: Das vergessene Genre versucht sein Comeback


    Zuerst mal als Nachklapp: Es hat sich herausgestellt, dass ich den Review zu "Tal der Schatten" im Jahr 2000 für die Seite SF-Fan.de geschrieben hatte, dieser aber über die Jahre die Umstellung zu Wordpress nicht überlebt hatte.

    Aus der gleichen Ära stammt dieser Artikel zum Thema "qualitativ hochwertige deutsche SF-Streifen neu verfilmen". Verfasst habe ich ihn damals für das Magazin "phantastisch!", dem ich aus Verbundenheit zur Perry-Redaktion einige Beiträge zukommen ließ. Wie üblich werde ich in Nachgedanken weiter unten über die "freshness" der damals von mir gemachten Aussagen sinnieren…

  • Robbie Williams statt Johannes B. Kerner: Es gibt kein richtiges Silvester im falschen


    First things first: Frohes Neues!

    Wir haben Silvester sehr gesittet verbracht, was man auch als Euphemismus für langweilig lesen kann. Am Abend haben wir einen Drink in einer Bar genommen und sind dann ins Karlsruher Staatstheater gefahren, um uns "Dinner for One" als Live-Stück mit Musikeinlagen anzusehen. Launig und unterhaltsam, aber eher einer unabhängigen, jungen Bühne würdig.

    Um 23.00 Uhr waren wir wieder daheim, um den Katzen zur Seite zu stehen. Glücklicherweise haben wir in der neuen Wohnung rundum elektrische Rollläden, die sehr dicht schließen…

  • Frasier: Legende dreier Jahrzehnte


    "Frasier" wird auf ewig meine Lieblings-Sitcom sein, knapp gefolgt von "Cybill", "Cheers", "How I met your Mother", "Rude Awakening", "My Family", etc. Es ist eine der wenigen Serien, die ich tatsächlich immer wieder schauen kann. Es gibt keine andere "sophisticated comedy", die einen derart perfekt eingespielten Cast vorweisen kann.

    Weil es manchmal angemessen ist, daran zu erinnern – das erste Mal sehen wir Frasier Winslow Crane in einem beiläufigen, aber nicht zufälligen Kameraschwenk in der ersten Folge der dritten Staffel "Cheers" im September 1984:

    Darsteller Kelsey Grammer ist 29 Jahre alt und praktisch unbekannt…

  • Sprung in der Schüssel: Mein All-Tag


    Vorbemerkung: Einen ähnlichen, deutlich reduzierteren Artikel habe ich vor vier Jahren bereits über das Sender-Angebot auf Ibiza geschrieben.

    Zweierlei Informationen habt ihr schon: Wir haben jetzt Satelliten-TV und das Ehepaar Wortvogel ist nicht so für den Schienenverkehr des Formatfernsehens zu haben. Was wir gucken, kommt von Scheibe oder aus dem Mediatheken, wird gestreamt oder heruntergeladen. Wir wissen weder, welche Reality-TV-Shows aktuell auf Vox laufen noch was der momentane Werbe-Claim von Burgerking ist. Dokus, britische Serien, ein paar Klassiker – wir sind wählerisch.

    Eigentlich bräuchten wir den Rummel aus dem Receiver also nicht…

  • Meine (un)gefragte Meinung zu den neuen X-Akten


    Ich wollte nichts darüber schreiben. Mittlerweile läuft der Reboot von "X-Files" ja auch schon in Deutschland, da kann sich jeder seine eigene Meinung bilden. Zumal der größte Aufreger (David Duchovnys neue Synchronstimme) mich nicht betrifft – ich schaue die Folgen im Original.

    Aber es haben kurioserweise mehrere Leute angefragt, die meine Meinung hören wollen – und des Menschen Wille ist bekanntlich sein Himmelreich. Sei’s drum.

    Meine wirre Sammlung an Gedanken bezieht sich dabei auf die ersten drei Folgen. Aber zuerst einmal geht es natürlich in die Vergangenheit, zu einem meiner patentierten Rückblicke…

  • Abendessen in der Fernsehgeschichte


    Gestern hatten die LvA und ich einen Grund, anzustoßen. Wie es sich bei Menschen gesetzten Alters und gehobenen Geschmacks gehört, haben wir dafür nicht zwei Dosen Red Bull aus dem Kühlschrank geholt, sondern einen Tisch in einem Restaurant bestellt. Nicht irgendeinem Restaurant.

    Es gab im Jahr 1965 eine legendäre TV-Serie namens "Der Forellenhof" mit Hans Söhnker und dem später als "Bergdoktor" bekannt gewordenen Gerhart Lippert. Hier die ersten Minuten der ersten Folge:

    Meine Frau hat die Serie vor zwei Jahren begeistert auf DVD geschaut und sich besonders in den Boxer Kuni verliebt…

  • Dokumentation als Dokument der Zeitgeschichte: "Nachrede auf Klara Heydebreck"


    Ich habe vor ein paar Monaten ein Buch zu einem sehr eng gefassten Thema gelesen: Die Dokumentarfilm"schule" des NDR in den ersten Jahrzehnten der Nachkriegszeit. Man könnte denken, dröger geht’s nimmer und ein bisschen nach Selbstbeweihräucherung riecht es auch, aber das täuscht: Tatsächlich entwickelte sich in den Dritten Programmen in den 50er, 60er und 70er Jahren eine Philosophie in Sachen Dokumentation, die auf Erzählen durch Beobachten aus war, die in Fakten ihre Emotionen fand und Schichten und Ecken der Republik ausleuchtete, die vom offiziellen Primetime-Fernsehen gerne ausgeblendet wurden…

  • In der Enterprise (Star Trek) und auf Jakku (Star Wars): Besuch in den Wunderwelten der Phantasie


    Heute war ein guter Tag für Leute, die gerne mal wissen möchte, wie interaktives und immersives Entertainment der Zukunft aussehen könnte. Zuerst wurde ein frühes Demo eines Programms veröffentlicht, mit dem man in naher Zukunft durch die komplette Enterprise NCC 1701-D schlendern kann:

    Richtig spannend wird das natürlich aussehen, wenn man es mit einer VR-Brille betrachtet – dafür ist die Technologie nämlich gedacht. Mittendrin statt nur dabei…

    Und dann kam noch das hier raus – bei diesem Demo zum neuen Star Wars-Film rast man nicht nur über die Oberfläche von Jakku (Ja-what?), sondern kann sich per Mausbewegung dabei IM BILD herum drehen…

  • Pantoffel-TV: Wortvogel beim Clown erwischt!


    So wie man aus Obst Schnaps machen kann, kann man aus Schnapsideen auch Spaß machen. Ich weiß gar nicht mehr, wie es dazu kam, dass Holger Kreymeier, der Kopf hinter der viel beachteten Sendung Fernsehkritik-TV, den Vorschlag machte, ich solle doch mal als Gast bei seinem Format Pantoffel-TV vorbei schauen. Klar doch, mache ich, gerne, wird bestimmt lustig. Holger hakt nach: Kennst du die Sendung? Klar doch, kenn ich, super, wird bestimmt lustig.

    Meine treuen Leser ahnen: Der Wortvogel hat zu diesem Zeitpunkt nicht die geringste Ahnung, worum es geht…

  • "Captain Future": Genau so


    Ich habe in den letzten Jahren sicher mal erzählt, dass ich 1999 während der Produktion des "Babylon 5"-Ablegers "Crusade" bei den Dreharbeiten in Los Angeles war. Im Gespräch mit JMS brachte ich die Idee ein, ein TV-Movie zur 80er Jahre Anime-Serie "Captain Future" zu drehen. Drauf gekommen war ich, weil die "Excalibur" in "Crusade" der "Comet" in "Captain Future" ähnlich sieht. Man hatte vor Ort Raumschiff-Sets, solide CGI-Möglichkeiten – das sollte in der Pause zwischen der ersten und der zweiten Staffel eigentlich stemmbar sein. Wir holten Production Designer John Iacovelli dazu, der ebenfalls meinte, dass viel Material von "Crusade" für einen ersten "Captain Future"-TV-Film umrüstbar sei…