• Operation Noah + Blast = Dracula 3000 ?!


    Ein paar Tage in Berlin, und schon bin ich wieder total aus dem Rhythmus – in welcher anderen Metropole kann man mal eben böse auf Piste gehen, und in einer Kneipe prompt mit einem sechsköpfigen Nasenflötenorchester konfrontiert werden, während man ebenso zufällig der Kostümdesignerin des neuen Science Fiction-Films "Pandorum" (mit Dennis Quaid, gedreht in Berlin) über den Weg läuft?

    Egal, ich werde in den nächsten Tagen mal wieder etwas mehr reinhauen, damit ihr mir nicht zur Konkurrenz davon lauft. Heute aber erstmal eine kleine Geschichte darüber, wie Fitzelchen von Filmen über die Jahre durch die Welt reisen…

  • I love Wil Wheaton!


    Vor fast zwei Jahren habe ich schon einmal geschrieben, was für ein exzellenter Popkultur-Schreiber der berüchtigte Lutscher Wesley Crusher von der Enterprise mittlerweile geworden ist. Seine Erinnerungen an die alten TNG-Episoden sind so lustig wie lesenswert:

    Wesley then lives out his fantasies of, uh, being the supreme nerd on the ship by broadcasting a forged message from Picard though the ship’s intercom. The message cleverly turns control of the Enterprise over to “acting captain Wesley Crusher.” Wesley activates the comm, thanks him, and Trekkies all across America scream “WORST…

  • Das perfekte Arschloch-Dinner


    "Das perfekte Promi-Dinner" ist die wöchentliche Celebrity- Variante der täglichen Plebs-Kochshow "Das perfekte Dinner". Natürlich geben sich da bestenfalls Ex-Promis, meistens aber nur Möchtegern-Promis den Kochlöffel in die Hand. Das kann in einigen Fällen sympathisch empörend sein (H.A. Schulte, SIE sind gemeint!), und dann wieder nostalgisch- knuddelig (Michael Schanze und Grit Böttcher!).

    "Das perfekte Promi-Dinner" wird in den anderen Vox-Reality- Shows penetrant betrailert. An einem durchschnittlichen Abend kann man damit rechnen, locker 10 mal auf die nächste Sendung hingewiesen zu werden.

    Nun sind Trailer dazu da, den Zuschauer zu animieren, eine Sendung einzuschalten, die er sonst vielleicht nicht gucken würde…

  • 38911 BASIC BYTES FREE


    Spieleprogrammierer sind überbezahlte Spezialisten, die in den seltensten Fällen in der Lage sind, über den Tellerrand zu schauen. Für Millionenbudgets haut ein giganormes Team an Grafikern, Musikern, Codern und Marketing-Experten Monat für Monat die gleiche Sorte Shooter, RPG, und Strategie-Spiele raus, die uns seit der Erfindung der Grafikkarte belästigen. Nur halt noch schneller und noch detaillierter – damit wir weiterhin alle 18 Monate einen neuen PC kaufen müssen.

    Das war nicht immer so. In den 80er Jahren waren Spieleprogrammierer echte Geeks, die ihre Sprites Bit für Bit setzten, an Raster-Interrupts fummelten, und mehr Peeks und Pokes auswendig konnten als Telefonnummern…

  • Glamour in Giesing


    Wo ich wohn, da wird viel gedreht. Nicht am Rad, nicht an der Uhr – die Leut' vom Film, die schaffen in meinem Viertel fleißig. Früher mal (so spricht der Nachbar) für "Dr. Stefan Frank", in den 80ern gar für den "Pumuckl". Noch 2006 kurbelte Rat Pack fleißig Außenszenen meiner Telenovela vor meiner Haustür, und Anfang diesen Jahres drehte Nissan einen neuen Werbespot.

    Was macht meine Gegend so sexy? Ich vermute einen prosaischen Hintergrund – über die Landstraße ist es keine zehn Minuten zum Bavaria-Filmgelände…

  • R.I.S. – Die Sprache der Quoten


    Deutsche Serien haben es schwer – alles, was in den letzten Monaten auf Sendung gegangen ist, wurde vom Publikum mit Indifferenz bestraft: meine eigene Serie "Lotta in Love", "Bis in die Spitzen", "Verrückt nach Clara", "GSG9", "Mitten im Leben", "Schmetterlinge im Bauch", "Ahornallee".

    SAT.1 hat es besonders stark getroffen, denn der Berliner Sender hatte einst ein Paket veritabler Dauerläufer im Programm, die man auf der Suche nach jüngeren Zuschauern aus dem Programm gekegelt hat: "Kommissar Rex", "Wolfs Revier", "Der Bergdoktor". Leider konnte sich keiner der Nachfolger etablieren…

  • Produktionstagebuch "Märchenstunde"


    Dieser Tage ging in Prag ein weiterer Erguss meiner kreativen Säfte vor die Kameras: Meine erste "Märchenstunde" für den Sender ProSieben, eine Parodie auf "König Drosselbart". Die Hauptrollen spielen Christoph M. Ohrt ("Edel & Starck"), Pop-Prinzessin Jeanette Biedermann, Kai Lentrodt ("Zwei Engel für Amor"), und Eva Habermann ("Lexx").

    Wir erinnern uns (oder auch nicht): Im März 2006 liefen vier von acht gedrehten "Märchenstunden" mit großem Erfolg an. Die erste Folge machte mehr als 28 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe, was für den Sender nicht weniger als sensationell war…

  • Heil Österreich!


    In den letzten Tagen habe ich mir die Folgen der leider nur sehr kurzlebigen US-Sitcom "That’s my Bush!" angesehen, die im Weißen Haus kurz nach dem ersten Wahlsieg des Republikaners spielt. Es erstaunt vor allem, für wie harmlos-dämlich man den US-Präsidenten vor 9/11 gehalten hat.

    Die Serie ist fürwahr keine Perle, hat aber ein paar durchaus witzige Gags zu bieten:

    Sekretärin: "Mr. President, according to my palm pilot, you have only 15 minutes until Earth is destroyed by the evil Zynthians!"
    Bush: "Princess, that’s not a palm pilot – it’s a Gameboy"…

  • Lustiger Nestbeschmutzer


    Wil Wheaton ist ein Schauspieler, der nie wirklich den Sprung vom Kinderdarsteller in die Erwachsenen-Liga geschafft hat. Mangelndes Talent kann es nicht sein – mit "Stand by me – Das Geheimnis eines Sommers" hat er in den 80ern bewiesen, was in ihm steckt.

    Wheatons Problem: Er hat eine Rolle angenommen, die ihn schlimmer in eine Schublade geprügelt hat, als das bei Roger Moore und James Bond der Fall war. Und um einen oben drauf zu setzen, hat Wheaton in dieser Rolle den Hass des gesamten SF-Fandoms auf sich gezogen…

  • "Kann ich gut verstehen, dass deine Libido bei dem Angebot nicht gerade mit Konfetti wirft…"


    Wem ich Oliver Kalkofe vorstellen muß, der ist hier auf der falschen Webseite. Der Wadenpinkler unter den deutschen Fernsehkritikern ist mit seiner "Mattscheibe" schließlich schon seit 13 Jahren auf der… naja, Mattscheibe. Der Firma Rat Pack ist es zu verdanken, dass nach dem Aus beim Pay-TV die Sendung (in einem längeren Format) ein neues Heim bei ProSieben fand. Seither werden die Episoden auch regelmäßig auf mit Extras vollgepackten DVDs verkauft.

    Die Hardcore-Fans wie ich, die schon 1994 die Videorekorder anwarfen, um die knapp zehnminütige Verbalakrobatik Kalkofes für die Nachwelt (und zahllose Partys) zu archivieren, schauten lange in die Röhre: Aus rechtlichen Gründen drohten die alten Premiere-Folgen in den Archiven zu verschimmeln…