Thema: TV-Mix
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Auf Amazon Prime ab dem 15. August. 9,99 Pfund in England. Auf Blu 12,00 Pfund. Beschreibung auf der Webseite:
The Babylon 5 saga continues! Travel the galaxy with John Sheridan who finds himself transported through multiple timelines and alternate realities in a quest to return home.
Let’s go!
Ich bin einer der größten BABYLON 5-Nerds des Universums – zumindest war ich das. Ich dürfte der Erste gewesen sein, der damals den Pilotfilm in Deutschland auf Video hatte – 48 Stunden nach der Ausstrahlung in den USA. Ich habe mir schon 1995 im National Air & Space Museum in Washington einen silbernen "dog tag" der Earth Alliance prägen lassen. Für ProSieben habe ich ein Promo zum Start der Serie moderiert. Auf meiner Babylon 5/X-Files-Con 1996 lief in Frankfurt die deutsche Premiere des Zweiteilers "War without end"…
Ich hatte eigentlich nicht vor, dem "Fake-MCU"-Beitrag eine Fortsetzung folgen zu lassen. Aber kaum war er online, drängte sich mir eine DC-Variante förmlich auf. Also kurz recherchiert: passt.
Ähnlich wie Marvel hatte DC bis ins neue Jahrtausend massive Mühe, ein kohärentes Universum für seine Superhelden zu bauen. Jeder Film, jede Serie, jedes Comic stand für sich, wurde von unterschiedlichen Lizenznehmern produziert und an keiner Stelle koordiniert. So konnten die Neueinsteiger nie wirklich von den Franchise-Dickschiffen profitieren. DC hatte das Pech, mit SUPERMAN die erste große Welle der Comic-Blockbuster einzuläuten und mit BATMAN die zweite große Welle, ohne jemals über diese Figuren hinaus punkten zu können…
Nächstes Thema. Retro, aber irgendwie doch nicht.
Ich bin ein Kind der MTV-Ära. Waren die 70er noch vollgestopft mit lustlosen Vollplayback-Auftritten von Popstars in Sendungen wie DISCO und MUSIKLADEN, brachten uns die 80er das Musikvideo. Oft genug kleine Kunstwerke, in die von den Plattenfirmen siebenstellige Beträge investiert wurden und die den Karrierestart für viele große Hollywood-Regisseure darstellten (Russel Mulcahy, Michael Bay, Spike Jonze, David Fincher). Umgekehrt ließen sich arrivierte Regisseure verleiten, auch mal Dreiminüter zu produzieren (Martin Scorsese, Brian de Palma, John Landis).
Da wollten auch arrivierte Schauspieler nicht hintenan stehen:
Die Spätgeborenen werden es kaum nachvollziehen können, aber die Sache hatte natürlich einen Haken – da es kein YouTube gab, musste man die Videos entweder in den entsprechenden TV-Sendungen abpassen oder auf Video aufnehmen…
Zu meinen digitalen Sammelleidenschaften gehören Pilotepisoden von Fernsehserien, die letztlich doch nicht produziert wurden oder die bis zur Ausstrahlung noch einmal überarbeitet wurden. Auch darüber habe ich schon mehrfach geschrieben. Wer sich die älteren Beiträge ansieht, der merkt schnell: die meisten der verlinkten Videos sind mittlerweile offline. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Bereitstellung der Folgen nicht im Sinne der Sender und Produktionsfirmen ist – oft genug gibt es keine Freigabe. Darum gilt die Faustregel: sofort runterladen, wenn man auf YouTube was entdeckt…
Es ist kein Geheimnis: Meine filmische Sozialisierung fand in den 70er und 80er Jahren statt. Die Liebe zum Trash-Film wurde hingegen in der "direct to video"-Ära der 90er geprägt. Alles ab 2000 musste sich meinem weitgehend ausgeformten und gefestigten Geschmack unterwerfen.
Das heißt natürlich auch: Für mich begann die große Ära der Superhelden-Verfilmungen nicht mit dem ersten SPIDER-MAN oder den X-MEN, sondern mit BATMAN HÄLT DIE WELT IN ATEM. Mein Marvel-Universe ist nicht das MCU allein, meine Erinnerungen reichen weiter zurück.
Schon aus den Superhelden-Produktionen der 70er hätte ich ein Fake-MCU herbei fabulieren könnte, aber da ist mir jemand zuvor gekommen:
Tatsächlich wurden in den 80ern und vor allem in den 90ern mehr Marvel-Movies produziert (oder geplant), als das Studio heute selber zugeben möchte…
Diesen Artikel verdankt ihr dem "targeted advertising" von Facebook. Das klinkte mir nämlich neulich eine Werbung für WeWave in die Timeline – eine Webseite, bei der man persönliche Videobotschaften von Stars* buchen kann.
Das ist einerseits komplett albern – andererseits zu drollig, als dass ich es nicht mal ausprobieren müsste. I try it so you don’t have to!
Die Auswahl ist beeindruckend – von aktuellen Reality Show-Teilnehmern über Rapper und Sportler bis zu Serienstars und Influencern reicht das Angebot. Hat man sich einen Liebling ausgesucht, schreibt man über die Plattform eine Anfrage, was man denn in der Video-Botschaft gerne hören möchte – z.B…
Diese Reihe hatte ich fast schon vergessen. Machen wir den Deckel drauf.
Das hier ist der Urahn aller "worst music videos" aus einer Zeit, da YouTube noch nicht Google gehörte – sechs Millionen Aufrufe in 15 Jahren bürgen für Qualität:
Wie beschreibt man das? Gay Eurodance Minimalism?
Die spinnen, die Finnen:
Bushido, Farid Bang und Xavier Naidoo haben als Boyband angefangen?!
Gut, aber die Frage darf man ja durchaus mal stellen:
Auch Metaller haben ein Herz. Ein Herz. Ich habe nichts von Talent gesagt…
Novelty Songs sind die Pest. Weil man sie hassen kann und doch nicht von ihnen los kommt. Sie sind Ohrwürmer wie der Ceti-Egel, bohren sich in dein Hirn und treiben dich langsam zum Wahnsinn. Ich bin froh und dankbar, dass ihre Hoch-Zeit in den 70er und 80er Jahren lange rum ist. In der Pop-Musik ist lange schon Schluss mit lustig. Aber schauen wir doch mal rück, was an deutschsprachigen Monstrositäten damals in die Charts gespült wurde.
Ich habe mich weitgehend bemüht, reine Comedy-Künstler rauszulassen, die mit ihren Songs gar keinen Einstieg in die Charts anstrebten…
Ich habe euch beim ersten Teil erklärt, wo der Hammer hängt und wie der Hase läuft, also steigen wir gleich ohne Vorreden ein. Heute widme ich den ganzen Beitrag einem Dutzend deutschsprachiger Abscheulichkeiten.
Die Schmierlappigkeit, mit der das österreichische Schlager-Duo Waterloo & Robinson Hollywood-Klischees besingt, ist wirklich abstoßend. Das ist auch schon Oliver Kalkofe aufgefallen:
Es ist nicht so, dass der Kaiser THE SUN AIN’T GONNA SHINE ANYMORE nicht singen könnte. Er hat das ausreichende Volumen. Und der deutsche Text geht auch. Aber wie bei Waterloo & Robinson ist die Performance von einer unangenehmen Schmierigkeit durchdrungen, kombiniert mit dem furchtbaren Rhythmus-Computer der meisten 90er-Schlager, der jedes tatsächliche Pathos im Keim erstickt:
Ja, das soll Kunst sein…