Thema: TV-Mix
190 Artikel
Wer meine ollen Geschichten gelesen hat, der weiß, dass ich viele Monate auf dem Gelände der Bavaria Filmstudios verbracht habe. Meine Telenovela LOTTA IN LOVE wurde dort gedreht, Teile meines Zweiteilers DR. HOPE auch. Ich habe hier 1991 (?) meinen ersten Drehbuch-Lehrgang besucht und eins meiner unproduzierten Skripts spielt teilweise auf dem Gelände. Ich kenne die Wege zwischen den Studiohallen wie meine Westentasche.
Bei einem kurzen Abstecher nach München kamen die LvA und ich auf die Idee, dem Areal noch mal einen Besuch abzustatten, um die vielen Anekdoten auch für die Gattin mit etwas mehr Leben zu füllen…
Ich rede hier und anderswo immer wieder davon, dass wir allgemein in einem goldenen Zeitalter der Fernsehserien leben – und ganz speziell der SF-Serien. Nun lässt sich das leicht behaupten, wenn ein nicht geringer Teil der Leserschaft selber gar nicht erlebt hat, durch was für einen Quark wir in jungen Jahren waten mussten. Die Gnade der späten Geburt, sie segnet auch die Geeks.
Also dachte ich mir, dass ich zum Wochenende mal anhand von ein paar konkreten Beispielen visualisiere, was man gefüttert bekam, wenn man ein hungriger Science Fiction Fan vor der Glotze war – Jahrzehnt für Jahrzehnt…
Ich hatte über die BabCon 25 im letzten November ja schon geschrieben – mir hat es einen Heidenspaß gemacht und besonders die Erinnerungen von und die Gespräche mit Synchronpapst Michael Erdmann fand ich super. Dass der Enthusiasmus der Fans für die Serie nach 25 Jahren immer noch ungebrochen ist, hat mich besonders gefreut.
Nun hatte man mich geladen, um einen Vortrag zu halten. Dachte ich. Vor Ort war man eher auf eine Fragestunde eingestellt. Unmöglich. Wenn man mir eine Stunde gibt (oder zwei), dann sabbel ich die voll…
Aller Voraussicht nach schreibe ich morgen mal wieder einen längeren Beitrag, aber heute bin ich müde – ja, auch fünf Tage München können (angenehm) schlauchen.
Da heute aber neue Serien zu "Ghostrider" und "Helstrom" angekündigt wurden, dachte ich mir, es wäre mal an der Zeit, ein paar Superhelden-Serien auszubuddeln, die ihr entweder nie kanntet oder schon vergessen habt. Also eben NICHT "Lois & Clark", "MANTIS", "The Flash" oder "Wonder Woman", sondern die anderen. Jene, über die nach der Erstausstrahlung das Vergessen seinen weisen Mantel legte…
Ich erzähle die Geschichte seit Jahren: Die Briten haben einfach das bessere Fernsehen, besonders um die Weihnachtszeit. Auch dieses Jahr ist wahrlich nicht arm an Highlights: ein neuer Hercule Poirot-Film mit John Malkovich, eine werkgetreue Adaption von "Krieg der Welten", neue Folgen von "Luther", eine Live-Episode von "Not going out", ein Gruselfilm von Mark Gatiss, diverse Weihnachts-Specials beliebter Serien und eine Sackladung an Back-Wettbewerben, Game-Shows und Rückblicken.
Bisher haben die LvA und ich das immer so gehalten, dass wir uns (auf Wegen) die wichtigsten Produktionen am Folgetag aus dem Internet gezogen haben…
Zwar kann ich hier auf meinem Blog weitgehend machen, was ich will, aber ich sehe mich trotzdem als Dienstleister – und weil ein paar meiner Leser gefragt haben, wie es denn bei den Dreharbeiten zur deutschen Adaption von "Eine schrecklich nette Familie" zuging, setze ich mich jetzt mal eben hin und schreibe das auf.
Ein wenig Kontext: 1992 hielt man es für eine gute Idee, zwei der damals erfolgreichsten US-Sitcoms zu germanisieren – "Eine schrecklich nette Familie" als "Hilfe, meine Familie spinnt!" und "Wer ist hier der Boss"…
Die BabCon 25 ist rum und es war ein Heidenspaß:
Im Idealfall haben wir in absehbarer Zeit Zugriff auf die Videos und die Fotos, dann werde ich das alles hier bereitstellen, wenn es mir erlaubt wird. Bis dahin halte ich mich mit anderen Sachen über Wasser.
Da war z.B. Herr Erdmann. Er hat als Synchro-Redakteur und Regisseur die deutschen Übersetzungen von "Babylon 5" betreut. Ganz ehrlich: ich hatte eher wenig Bock, mir sein Panel anzuhören, schließlich habe ich in meinem Buch zum Thema diverse Probleme gerade der deutschen Synchro angesprochen…
Es ist kaum zu fassen, aber vor 25 Jahren startete Babylon 5:
Die Serie war mehr als nur eine weitere Weltraumoper – sie war die Öffnung des Genres in Richtung Saga, in Richtung vertikales Storytelling, in Richtung "von A bis Z durchkonzipiert". Es ist heute kaum noch vermittelbar, wie sehr mich 1993 schon der Pilotfilm geflasht hat (in Deutschland "Space Center Babylon 5").
Nun ist ja bekannt, dass ich Ende der 90er auch so eine Art Standardwerk zum Thema "Babylon 5" geschrieben habe. Das hängt mir heute noch nach…
Der respektierte Herr Niggemeier Stuckmann hat bei Übermedien eine unfassbare Fleißarbeit geleistet und sich mit der totalen Unübersichtlichkeit und Tranigkeit der Mediatheken von ARD und ZDF auseinander gesetzt. Jeder, der schon einmal durch die abgabenfinanzierten digitalen Korridore geirrt ist, wird ihm zustimmen. Kein visuelles Konzept, keine Userführung, keine nachvollziehbaren Strukturen. Es lässt sich kaum bestreiten: müssten die Angebote verkauft werden, hätte man das ganz anders gemacht. Aber hier ist der Kunde ja nur Untertan, der soll froh sein, dass er überhaupt was jenseits der Mattscheibe anschauen darf…
Agatha Christie ist zweifellos eine der meistverfilmten Krimiautorinnen der Welt. Viele der Filme, die nach ihren Romanen, Novellen und Kurzgeschichten gedreht wurden, gelten als Klassiker, auch wenn sie die Vorlagen und Figuren teils drastisch umformten:
Der meistverfilmte Stoff (knapp gefolgt vom "Mord im Orient-Express") ist "And then there were none". Darüber hatte ich ja schon geschrieben. Allein Harry Alan Towers hat das Krimi-Mystery in den 60er, 70er und 80er Jahren drei mal ins Kino gebracht:
In den 70ern begann eine Reihe von aufwändigen Hercule Poirot-Adaptionen…