• Lost in Time (7): 50 Serien, die ihr verpasst habt


    Anfang der 90er befand sich Don Johnson in einer Zwischenphase seiner Karriere. Als Sonny Crockett hatte er in "Miami Vice" den Superstar-Status erreicht, der ihm als junger Filmschauspieler in den 70er versagt geblieben war. Aber nach fünf Staffeln war MV eingestellt worden, die letzte Episode lief im Januar 1990. Es passt, dass eine der prägendsten Serien der 80er mit den Aufbruch in die 90er ad acta gelegt wurde, zusammen mit den Synthie-Soundtracks von Leuten wie Jan Hammer und Harold Faltermeyer.

    Johnson versuchte, den TV-Ruhm in eine Kinokarriere umzumünzen – mit mäßigem Erfolg…

  • Lost in Time (6): 50 Serien, die ihr verpasst habt


    Ich sitze im Rilano-Hotel in München, erstmals musste ich eine Reportage wetterbedingt absagen. Nun habe ich zwar Zeit, aber absurderweise ist das Surfvolumen hier stark beschränkt (auf alberne 100Mb in 24 Stunden). Ich sehe mal zu, ob ich innerhalb dieses Rahmens die wichtigsten Aufgaben erledigt bekomme.

    1993, man kann es sich kaum vorstellen, war Fox noch ein junger und aggressiver Sender, der gerade die Vormachtstellung der "großen 3" ABC, NBC und CBS gebrochen und mit den "Simpsons" und "Eine schrecklich nette Familie" diverse goldene Regeln des US-Fernsehens auf den Kopf gestellt hatte…

  • Lost in Time (5): 50 Serien, die ihr verpasst habt


    Es ist kein Zufall, dass im Kontext dieser Reihe immer wieder Anthologieserien auftauchen werden – diese sind notorisch erfolglos, haben aber oft genug Gimmicks, die ihre Erwähnung rechtfertigen. Heute fasse ich drei recht ähnliche Serien zusammen, die hauptsächlich über den wiederkehrenden Cast zu punkten versuchten. Außerdem verbindet sie die kuriose Tatsache, dass sie allesamt in den letzten Jahren auf dem Grusel-Kabelsender "Chiller" wieder zu sehen waren.

    Nightmare Café "Nightmare Café" (produziert von Wes Craven) unterscheidet sich von "Dark Realm" und "Night Visions" durch eine Rahmengeschichte, deren Figuren auch in die einzelnen Episoden eingreifen…

  • Lost in Time (4): 50 Serien, die ihr verpasst habt


    In den frühen Jahren des Fernsehens waren historische Serien keine Seltenheit – Western natürlich, aber auch Piratenabenteuer und Geschichten aus dem Mittelalter. So verdiente sich Roger Moore seine ersten Meriten für James Bond nicht als "Simon Templar", sondern als "Ivanhoe":

    Mit den heran nahenden 70ern verloren die Kostümklamotten für viele Zuschauer an Reiz – Relevanz war gefragt, aktuelle Themen und moralische Ambivalenz. Erst die aufkommende Fantasy- und Rollenspiel-Welle der frühen 80er machte die Sender wieder etwas mutiger, was zu der wirklich albernen Serie "Wizards and Warriors" führte:

    Hätte eigentlich hier auch reingepasst, muss man aber nicht gesehen haben…

  • Lost in Time (3): 50 Serien, die ihr verpasst habt


    Anthologieserien mit in sich abgeschlossenen Episoden gehören zu den Fundamenten der Fernsehgeschichte. Um ein verbindendes Element über die Folgen hinweg zu haben, wurde auf Erzähler und Autoren gesetzt, unter deren Schirmherrschaft die Produktionen Woche für Woche präsentiert wurden: Rod Serling bei der "Twilight Zone", ein dicker Brite bei "Alfred Hitchcock presents", aber auch Ellery Queen.

    Dieses Genre des hochwertigen, episodischen Kurzdramas kam in den späten 60ern aus der Mode, erlebte aber in den 80ern eine Renaissance mit der neuen Version von "Alfred Hitchcock presents" und vor allem dem großartigen "Ray Bradbury Theatre"…

  • Lost in Time (2): 50 Serien, die ihr verpasst habt


    So, für den zweiten Beitrag hatte ich euch ein seifiges Weltraumabenteuer versprochen. Willkommen zur ersten und einzigen Daily Sci-Fi Opera:

    Jupiter Moon Ja, man glaubt es kaum, 1990 wurden für einen britischen Satellitenkanal 150 Episoden einer Daily Soap produziert, die komplett auf einem Raumschiff im Orbit um Jupiter spielen. Im Rahmen einer Soap macht das durchaus Sinn – die Sets sind begrenzt und können beliebig oft eingesetzt werden, der Cast ist überschaubar, es müssen nicht ständig neue Planeten zusammen geschustert werden. Hinzu kommt, dass Soaps und Science Fiction zwei Genres sind, die beide sehr loyale und große Fangruppen anziehen können – die Idee, das zu kombinieren, liegt in meinen Augen näher, als man denkt…

  • Lost in Time (1): 50 Serien, die ihr verpasst habt


    Wir alle erinnern uns an "Star Trek: The Next Generation", an "Akte X", an "Buffy" und an "Lost". Serien, die ihre Generation definiert haben und denen ein ewiges Leben in der TV-Dauerschleife, als Silberling, Stream oder gar Remake vergönnt ist. Stammtischfutter, Fundament vieler "Weißt du noch"-Gespräche.

    Aber für jede Kultserie, die warm ums Herz macht, gibt es zehn Flops, an die sich kaum einer erinnert, die in Standardwerken nur Fußnoten wert sind. Mutig begonnen, aber oft nach sechs Folgen entmutigt eingestellt. Produktionen, bei denen selbst die etwas obsessiven Nerds passen müssen…

  • The Comics come to Town: "The Flash" , "Constantine" & "Stan Lee’s Mighty 7"


    Es ist ein gutes Jahr für Superhelden-Fans. Neben den erwartbaren Blockbustern wie "Captain America 2" und "X-Men: Days of Futures Past" bekommen die kostümierten Gutmenschen auch auf dem heimischen Flachbildschirm wieder einen Fuß in die Tür. Mit "Agents of SHIELD" und "Arrow" ist es gleich zwei relativ aufwändigen Serien gelungen, sich nicht etwa bei den kleinen Spartensendern zu etablieren, sondern bei den Networks. Fast wie früher, zu den Zeiten den "Incredible Hulk" und der üppigen 70er Jahre-"Wonder Woman".

    Es gab aber auch wahrlich aufwändige Fehlstarts in der letzten Zeit – so konnte weder der "Smallville"-Ableger "<a href=" noch der beleidigend beschissene Versuch, "<a href=" Woman" als feministische Firmenchefin neu zu erfinden, irgendwen überzeugen…

  • "Louie": Die beste Serie, über die ich mit niemandem reden kann


    Ich gebe zu, dass ich mit den Jahren begonnen habe, immer weniger Serien zu schauen – das betrifft auch und besonders die Serien des "new golden age of television". Es mangelt an Zeit und ehrlich? Es ist auch nicht ganz so dolle, Serienfan in einer Zeit zu sein, da jeder Serienfan ist.

    Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich so gerne obskure Perlen suche, kleinere Projekte, Außenseiterproduktionen. Neulich habe ich mir alle sechs Folgen von "Spoils of Babylon" angesehen (immerhin mit Will Farrell, Val Kilmer, Toby Maguire, Kristen Wiig, Tim Robbins und Jessica Alba):

    Eine Parodie auf die Event-Miniserien der 70er…

  • Doku-Drama: The Great Martian War (1914-17)


    England/Kanada 2013
    Ich bespreche für gewöhnlich keine Dokumentationen, da meine Chronistenpflicht nur Serien und Filme umfasst. Dokus schaue ich zum Spaß und weitgehend nur für mich. Darum habe ich mich hier auch nicht über "Get Lamp" ausgelassen, über "How Videogames changed the World" oder "Chasing Ghosts".

    Im Fall von "The Great Martian War" mache ich allerdings eine Ausnahme, weil es a) eine "Mockumentary" ist (also eigentlich eine fiktive Narrative), und b) in den Bereich der "alternative history" gehört, den ich persönlich hoch spannend finde.

    Kurz gesagt ist "The Great Martian War" eine Rückschau auf die große Invasion von 1913, die von den vereinten Streitkräften der Welt nur mit Mühe und unter großen Verlusten nach vier Jahren zurück geschlagen werden konnte…