Thema: TV-Kritik
337 Artikel
Ich poste ja gerne die Intros von Craig Ferguson – heute gehe ich allerdings mal in eine ganz andere Richtung. In der "Daily Show" mit Jon Stewart gibt es einmal in der Woche eine Video-Schalte zur Übergabe an den folgenden "Colbert Report". Meist harmloses Geplänkel, sorgfältig gescriptet und einstudiert von zwei Vollprofis.
Gestern ging die Sache aber voll in die Hose:
The Daily Show With Jon Stewart Mon – Thurs 11p / 10c Daily/Colbert – Universal Health Care www.thedailyshow.com Daily Show
Full Episodes Political Humor Joke of the Day…
"Burn Notice" ist die erfolgreiche Krimiserie des USA Networks über einen Spion, der nach seiner Enttarnung im idyllischen Miami hängenbleibt, und dort als "Freiberufler" in legale und halblegale Fälle verwickelt wird:
"Royal Pains" ist die neue Arztserie des USA Networks über einen Mediziner, der nach seiner Entlassung in den idyllischen Hamptons hängenbleibt, und dort als "Freiberufler" in legale und halblegale Fälle verwickelt wird:
Meine Meinung zu den Themen ist bekannt – hier werden die Scharlatane gleich im Dreierpack rangenommen:
Bei DWDL kann man es nachlesen: es gibt für den gestrigen Tag keine Einschaltquoten. Auch Medienrauschen widmet sich dem Thema. Der GfK ist die Umstellung auf eine neue Software, die eigentlich präzisere Analysen ermöglichen sollte, gründlich misslungen.
Das kann passieren. Aber was bedeutet es?
Es bedeutet zuerst einmal, dass bei den Sendern und Produktionsfirmen heute morgen ausnahmsweise mal nicht über Fieberkurven und Audience Flow, über Lead-Ins und Zielgruppen-Fluktuation gebrütet werden konnte.
Wie hat sich die Wiederholung der SAT.1-Liebeskomödie "Große Liebe wider Willen" gegen "Elvis und der Kommissar" geschlagen…
… dann zeige ich ihm einfach eine Szene wie diese:
Link:
Bruce Campbell FTW!
Zu diesem Artikel hat mich ein Beitrag des Lesers Mahwa inspiriert.
Machen wir uns nichts vor: Das deutsche Fernsehen wird auf absehbare Zeit nicht das Fernsehen werden, das wir uns erhoffen. Und mit wir meine ich die junge, halbwegs gebildete, halbwegs anspruchsvolle Zielgruppe, die "24" lieber auf DVD schaut, und Axel Stein nicht für den deutschen Jon Stewart hält.
Das Problem: wir sind nicht genug, wir sind nicht geeint, und wir sind besser im Nörgeln als im besser machen. 2 Millionen von uns desertieren Abend für Abend zu GZSZ, und die mit Preisen überschütteten Serien wie "Stromberg" und "Pastewka" kriegen quotentechnisch den Arsch nicht hoch, weil wir zwar gerne drüber reden, mit dem gucken aber anscheinend nicht nachkommen…
Das hier läuft außer der Reihe – ich kam gestern drauf, weil ich angesichts von "Lesbian Vampire Killers" über die große Tradition der britischen Horror-Komödie nachdachte.
"Garth Marenghi’s DARKPLACE" ist eine britische Sitcom von 2004, die vorgibt, eine wiederentdeckte Horror-Dramaserie aus den 80ern zu sein. Nie ausgestrahlt, wurde sie von ihrem leicht wichtigtuerischen Erfinder nun aus dem Archiv gekramt, und mit einleitenden Kommentaren versehen.
"DARKPLACE" parodiert die pompöse Attitüde eines Clive Barker ebenso wie die Klischees der 80er Jahre-Actionserien mit ihren billigen Sets, schlechten Schnitten, und aufgekochten Höhepunkten…
Eine Meldung machte in den letzten Tagen im Internet die Runde: Fran Rubel Kuzui, die japanophile Regisseurin des Original-"Buffy"-Kinofilms, möchte gerne einen neuen "Buffy"-Kinofilm drehen – ohne Sarah Michelle Gellar (oder Kristy Swanson), ohne Joss Whedon, ohne jeglichen Bezug zur TV-Serie.
Die Fans sind erwartungsgemäß empört, und verweisen die Meldung gerne ins Reich der Phantasie.
Nicht so schnell.
Kurioserweise weiß ich mehr über die Sache. Das Projekt ist mir nämlich schon Anfang des Jahrtausends auf einer Geschäftsreise nach Los Angeles vorgeschlagen worden.
Vor ein paar Jahren traf ich dort den Showbiz-Agenten Marty Fink, der bei uns vortasten wollte, ob es Interesse an einer Reihe von "Buffy"-Filmen gäbe, die allerdings ohne Sarah Michelle Gellar auskommen müssten…
Ein paar Gedanken meinerseits:
Es scheint, als habe man die Faschisten-Allegorie diesmal in eine Fundamentalisten-Allegorie umgebogen (durchaus passend) Wie schon bei "Battlestar Galactica" ist offensichtlich, dass CGI vielleicht aufwändiger und flexibler ist, aber niemals so echt aussieht wie ein Modell Das größte Problem ist in meinen Augen, dass auch hier im Trailer auf ein Geheimnis gesetzt wird, das jeder Zuschauer schon längst weiß. Man kann dasselbe Mystery nicht zweimal erzählen. Und nicht zuletzt: das erinnert mich sehr an "Earth: Final Conflict", eine Serie, die zumindest eine gute erste Staffel zu bieten hatte (die Folge "Sandoval’s Run" ist für mich bis heute in den Top 10 der SF-Episoden der 90er), und ein interessantes Design für Alien-Technologie Was meint ihr…
Bei "Real Time with Bill Maher" sagte "Family Guy"-Erfinder Seth MacFarlane kürzlich, dass er auch für Spitzen gegen das eigene Network keine Repressalien zu fürchten habe – offensichtlich: