Thema: TV-Kritik
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Ich bespreche diese beiden Serien gemeinsam, weil sie beide für etwas stehen – für verschiedene Seiten des aktuellen "golden age of TV". Sie zeigen die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen des Mediums, die aktuellen Probleme mit Erzählmustern und die Tatsache, dass Fernsehen und Kino nur noch strukturell verschieden erzählen, sich aber in Form und Fähigkeiten nicht mehr unterscheiden.
Altered Carbon Die Story in kurz: Ein vor fast 300 Jahren verstorbener Terrorist/Freiheitskämpfer namens Kovacs wird in einem neuen Körper (Sleeve genannt) wiederbelebt – in einer Welt, die keinen Tod mehr kennt, weil jeder seinen Stack (einen Bewusstseinsspeicher) in einen neuen Sleeve übertragen kann…
Ich komme momentan kaum dazu, mir neue Sachen anzuschauen – und wenn ich dazu komme, habe ich keine Zeit, drüber zu schreiben. Darum an dieser Stelle mal ein paar sehr kurze Kurzkritiken von Serien und Filmen, die ich in den letzten Wochen einschieben konnte. Mögliche Spoiler voraus!
Ich bin etwas baff – der Lego-Flash-Film, der zur Direktauswertung produziert wurde, hat mir deutlich besser gefallen als der Batman-Block-Blockbuster. Das mag daran liegen, dass die Laufzeit kürzer ist, dass die Gags besser sitzen und dass es einfach ein nachvollziehbares Thema gibt – mit großer Kraft kommt nicht nur große Verantwortung für den Helden, sondern auch für sein Umfeld, das mit den Nebenwirkungen umgehen lernen muss…
Weil es sich nicht vermeiden lässt: vertretbare Spoiler voraus!
Ich hatte eigentlich vor, über den neuen vierstündigen Crossover-Event im Arrowverse nur ein paar Zeilen auf Facebook zu verlieren – primär deswegen, weil ich bei den beteiligten Serien nicht up to date bin und die bisherigen Crossover eher mau fand. Das Arrowverse (und "Gotham", was nicht zu dieser Kontinuität gehört) ist nicht mein Spielfeld, da bin ich kein Experte. Genau genommen trifft das auf fast alle Network-Superheldenserien zu: Ich wurde ja auch mit "Smallville" nie warm…
Ich hatte es angekündigt und habe es durchgezogen: gestern war ich zu Gast in der relativ neuen SWR-Talkshow "mal ehrlich…". Die ganze Sendung kann man sich die nächsten Monate noch in der Mediathek ansehen. Wem die 60 Minuten zuviel verschwendete Lebenszeit sind: meine Beiträge sind 14:30, 43:10 und 54:35 zu sehen.
An dieser Stelle möchte ich erzählen, wie so ein Besuch eigentlich abläuft.
Es gehört zu den Besonderheiten dieser Sendung, dass es genau genommen drei Sorten Gäste gibt: Prominente zum Thema, interessierte Bürger zum Thema, und einfaches Publikum…
Ich hatte es auf Facebook vage angekündigt und damit wilde Spekulationen ausgelöst – jetzt mache ich es öffentlich, damit ihr eure Videorekorder entsprechend programmieren könnt. Und ja, ich bin so alt, dass ich damit alle modernen Varianten meine: auf USB-Stick aufzeichnen, in der Mediathek anschauen, im Internet raubkopieren, etc.
Morgen, am Mittwoch, dem 29.11.2017, 22.00 Uhr, bin ich im SWR als Gast in der Talkshow "mal ehrlich…" eingeladen.
Das Thema: "… wozu brauchen wir den öffentlich-rechtlichen Rundfunk?"
Diskutieren werde ich nicht als Experte (dafür sind Leute wie der SWR-Intendant und die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz da), sondern als "interessierter Bürger"…
Ich will heute mal wieder ein Essay schreiben, weil ich zu dem Thema was zu sagen habe. Nicht nur aufgrund meines Alters – ich kenne das deutsche Fernsehprogramm immerhin bewusst seit den frühen 70ern. Ich halte mich tatsächlich angesichts meines Backgrounds als Fernsehjournalist und Drehbuchautor für kompetent, um über die Fallstricke des vertikalen Storytellings zu sprechen. Keine Sorge, ich werde auch erklären, was das ist.
Vorab sollte aber klar sein, dass wir in einem absolut goldenen Serienzeitalter leben – wo ich vor zehn Jahren den Untergang des klassischen TV-Outputs prophezeit habe, ist stattdessen eine neue Blütezeit angebrochen…
So, ich habe eben die ersten "richtige" Folge "Star Trek Discovery" gesehen. Und weil mir vorgeworfen wurde, die Serie vorschnell zum Rohrkrepierer erklärt zu haben, möchte ich noch mal in die Details gehen.
Ich habe die Serie nicht zum Rohrkrepierer erklärt, sondern den Pilotfilm (präziser: die beiden Pilotepisoden). Der Unterschied ist wichtig, auch wenn ihn viele Trekker nicht verstehen wollen und selber den Fehler machen, aus ihrer Begeisterung für den Pilotfilm eine zumindest unvorsichtige Begeisterung für die Serie zu extrapolieren.
Nichts, was die Serie "Star Trek Discovery" in Zukunft leistet, wird die Defizite des Pilotfilms wettmachen können…
Offizielle Synopsis: Die Inhumans leben in der Stadt Attilan auf dem Mond, unsichtbar für die Menschen. Regiert werden sie von König Black Bolt und Königin Medusa. Doch Black Bolts Bruder Maximus will selber an die Macht, zettelt einen Aufstand an. Nur mühsam können Black Bolt und seine Getreuen zur Erde fliehen, nach Hawaii.
Kritik : Marvel strebt die totale Herrschaft über die audiovisuellen Medien an, das steht fest. Zählen wir doch mal nach: Im Kino erwarten uns demnächst Thor 3, Ant-Man 2, Avengers 3, Black Panther, Captain Marvel und diverse Sequels aktuell in Entwicklung…
Spoilerfreie Inhaltsangabe : Seit sieben Jahren dient Sternenflottenoffizierin Michael Burnham, die auf Vulcan von Sarek erzogen wurde, unter Captain Giorgiou auf der USS Shenzou. Am Rande des Föderationsgebiets soll die Crew des Schiffs den Schaden an einer unbemannten Relais-Station überprüfen. Dabei stoßen sie auf ein altes, zersplittertes Kriegervolk, das – neu vereint von einem charismatischen Anführer – einen Großangriff auf die Föderation plant, deren Grußformel "Wir kommen in Frieden" sie für den Aufruf zu Völkermord und Invasion halten. Burnham ist überzeugt, dass die üblichen diplomatischen Bemühungen in diesem Fall nicht greifen werden, nicht greifen können…
Dies ist kein Review, eher eine Würdigung. Ich kann euch nicht mal sagen, wo ihr diese hübsche Doku von 2003 anschauen/laden könnt.
„Immer wieder sonntags – 50 Jahre Internationaler Frühschoppen und Presseclub“ ist so bezaubernd, dass ich fast nicht glauben mag, dass die Sendung für das deutsche Fernsehen produziert wurde. Die Macher haben sich augenscheinlich die Mühe gemacht, hunderte Stunden Archivmaterial durchzuackern, um teilweise sekundenkurze Ausschnitte zu finden, mit denen sie nicht nur die Historie, sondern auch die Exzentrismen und Eigenheiten von Werner Höfers legendärer Gesprächsrunde bebildern und damit auch sanft ironisch kommentieren können:
So erwartet den Zuschauer neben der üblichen Aneinanderreihung von „talking heads“ ein launiges Clip-Kaleidoskop, das in seiner schieren Fanbegeisterung dem Thema wirklich gerecht wird…