• Gottschalk als Burgermeister


    Der arme Thomas Gottschalk: die Moderation seiner große Erfolgssendung endet mit einer menschlichen Tragödie, die Vorabendshow bei der Konkurrenz floppt, er muss sich als "Supertalent"-Juror ausgerechnet von Bohlen deklassieren lassen – und dann gräbt der SPIEGEL auch noch böse Vorwürfe wegen Product Placement und Nebengeschäften aus.

    Dagegen ist das, was ich ausgebuddelt habe, ein Fliegenschiss. Ein Abfallprodukt obendrein, denn es geht mir bei meiner Facebook-Reihe "Fundstücke aus der Cinema der 80er" primär um Pannen und Peinlichkeiten, nicht um journalistische Zusammenhänge. Ich habe nicht mal wirklich eine "Story", nur einen – wie ich finde – interessanten Zufall…

  • Im Clinch: Die Kamera und die Kameradin


    Es gibt unangenehme Menschen da draußen. Gewöhnlich ist das kein Problem. Die meisten lernt man gar nicht erst kennen und die, die man kennen lernt, kann man schnell wieder vergessen, wenn sich die Wege trennen. Außer im Landschulheim und in der Mehrbettzelle im Knast ist man ja nicht gezwungen, soziale Inkompatibilitäten hinzunehmen.

    Kurios aber, wenn man einem Menschen, den man vor langer Zeit als unangenehm empfunden hat, irgendwann wieder begegnet – und dieser Mensch dann so nahtlos immer noch unangenehm ist, dass man ihn an dieser Verhaltensweise perfekt wieder im Gedächtnis einordnen kann…

  • Das "G.I. Joe 2"-Dialogrätsel: biddewas?


    Ich brauche eure Hilfe. Vielleicht kann einer von euch entschlüsseln, was der falsche Präsident der Vereinigten Staaten mit diesen Worten sagen will:

    Natürlich verstehe ich, was gesagt werden soll. Aber die Formulierung ergibt keinen Sinn. Das klingt, als würde er sagen, dass es den Joes gut geht und sie auf der Erde weilen, weil sie aus dem Verkehr gezogen wurden.

    Oder stehe ich da auf dem Schlauch?

  • Der zunehmend abnehmende Wortvogel (17)


    Keine Sorge – auch wenn die regelmäßigen Updates mangels neuer Geschichten momentan ausbleiben, bin ich nicht in die Völlerei abgerutscht. Klar, die seltsame Grenze bei 92,5, die partout nicht fallen wollte, hat mich frustriert. All die Entbehrungen – wofür? Und gerade unter der Woche, wenn ich hart arbeite, möchte ich mich oft instinktiv mit einer Schweinerei belohnen. Kürzlich ist der Samsonite-Trolley der LvA am Münchner Hauptbahnhof aufgeplatzt und nach einer verzweifelten Aktion, das Ding zumindest für die eine Fahrt mit Gepäckschnallen operabel zu bekommen, war ich drauf und dran, mir eine Schokostreusel-Schnitte zu kaufen…

  • Okay Post, wir müssen mal wieder reden…


    … ich verlange kein Honorar dafür, dass ich die Paket-Verteilerstelle für das gesamte Haus bin, weil ich das Pech habe, meistens von zu Hause zu arbeiten. Obwohl unsere Nachbarn mit der Welt anscheinend nur über Amazon, Zalando, brand4friends und Dawanda in Verbindung treten. Mittlerweile kennen mich alle Paketboten, sie sind freundlich zu mir – einer meinte neulich, es wäre ihm total peinlich, wenn er ein Paket an mich nicht zustellen könnte, weil ich selber doch immer für andere da sei. Und der Typ vom vierten Stock hat uns Weihnachten eine Flasche Wein geschenkt, weil wir sein Zeug entgegen nehmen, wenn er beruflich unterwegs ist…

  • Mein Vater (1943-1990), der "Tech-Freak"


    Mit meinem Vater, das ist eine komplizierte und lange Geschichte, die nicht hierher gehört. Es sei nur angemerkt, dass es nie gut ist, erst dann Frieden mit einem Menschen zu schließen, wenn er nicht mehr da ist.

    Schwamm drüber.

    23 Jahre ist er nun schon tot und letzte Woche musste ich plötzlich und heftig an ihn denken. Ich fand das hier im Keller:
    Boah, ist das ein klobiger iPod!

    Für die Uneingeweihten: Das ist ein KT-S2 von Toshiba. Kein Walkman, aber ein direkter Konkurrent aus der Frühzeit der am Gürtel tragbaren Musikspieler…

  • The write stuff


    Ich habe gerade mal wieder an einem Projekt gesessen, das eigentlich schön illustriert, wie man in der Branche arbeitet. Da ich zur Verschwiegenheit verpflichtet bin, kann ich euch weder Auftraggeber noch Thema nennen. Aber das muss ich auch nicht. Was es zu lernen gibt, lernt man auch so.

    Ich bekomme einen Anruf, vor ca. vier Wochen ist das. Ein Produzent, mit dem ich im Laufe der letzten 15 Jahre immer mal wieder in verschiedenen Situationen zu tun hatte. Man kennt sich, man respektiert sich, auch wenn nie ein konkretes Projekt den gemeinsamen Schlemmereien in irgendwelchen Münchner Restaurants entsprungen ist…

  • Der zunehmend abnehmende Wortvogel (16): Cheat Day Deluxe


    Einer der großen, bisher zu wenig gewürdigten Vorteile des Cheat Day ist die Sensibilisierung für "gutes" Essen. Wenn man nur einmal die Woche futtern darf, was man will, verschwendet man die Gelegenheit nicht an Fischstäbchen und Gummibärchen. Man gönnt sich was.

    Ich bin ja, wie mittlerweile zu eruieren war, dieses Wochenende im schönen Speyer. Der Aussage unseres Stadtführers zufolge der Ort mit der höchsten Gastronomie-Dichte nach West-Berlin. Das glaube ich sofort: hier reiht sich Restaurant an Weinstube, Bistro an Café. Und zum samstäglichen Cheat Day habe ich mir gestern was ganz Besonderes gegönnt:
    Wieder nur ein Burger…

  • Gastbeitrag: Dietmar strampelt seine Rakete


    Vorwort des Wortvogels : Es lässt sich (auch nach persönlichem Kennenlernen) kaum bestreiten – Kommentatoren-Urgestein Dietmar ist eine coole Sau. Der Mann spielt Akkordeon und dirigiert Orchester. Jetzt fährt er auch noch Fahrrad! Natürlich nicht irgendein Fahrrad. Aber das soll er euch mal selbst erzählen…

    Das Problem ist bekannt: Die Energiekosten steigen, Autofahren war, wenn man ehrlich ist, immer schon Luxus, jetzt wird es zu einem, der auch dem Mittelschichtler Kopfzerbrechen bereitet. Was ist die Alternative? Bahnfahren? Nicht so mein Ding. Ich bin Individualist. Ich liebe es, möglicherweise nur die Illusion, mich selbstbestimmt fortzubewegen, zuhause zu starten, am Ziel anzukommen, zeitnah wieder zuhause zu sein, ohne das Transportmittel zu wechseln…

  • Der zunehmend abnehmende Wortvogel (15)


    Ich stecke immer noch in der 92,5 Kilo-Schallmauer fest, obwohl ich die Diät strikt weiter durchhalte. Mein Körper hat sich augenscheinlich entschlossen, um die letzten Kilo auf dem Weg zu den 88 zu kämpfen. Soll er doch.

    Heute ist Cheat Day, darum gab es ein leckeres Frühstück mit Toast und auch eine Portion Eis und drei Butterkekse mit Schokolade. Vor allem aber musste ich natürlich die brandneue McCurrywurst aus dem Hause McHoeneß bei McDonalds probekosten:
    Mit viel Promotion im Vorfeld durch den Blätterwald gejagt, gibt es die Currywurst nun erstmal für zwei Monate mit der Option auf Verlängerung…