• Neu in des Wortvogels Phrasenschatz: "Moment, dafür brauche ich meine Brille!"


    Wer sich meine Galerie ansieht, dem fällt auf, dass ich auf manchen Bildern Brille trage. Das ist kein Zufall und kein modischer Tick von mir – schon vor meiner Einschulung meinte man bei mir eine Sehschwäche festgestellt zu haben, die mit Brille zu korrigieren sei. Leider war die Sehschwäche (dem Namen gerecht werdend) nicht sehr stark und die Methoden, mit denen sie gemessen wurde, nicht sehr genau. Das führte dazu, dass mein Münchner Augenarzt nicht schlecht staunte, als ich ihm vor ein paar Jahren mal ein halbes Dutzend alter Gestelle zur Kontrolle brachte…

  • Eine Woche, zu voll, zu heiss, zu krank


    Letzten Donnerstag. Weil es wegen des Wetters nicht anders zu organisieren ist, muss ich drei Reportagen in drei Tagen absolvieren. Zuerst mit den Wagen von München nach Speyer, von Speyer ins Nahetal (mit Rentieren auf die Alm), wieder nach Speyer, am nächsten Tag über Frankfurt (Fotograf abholen) nach Berfa (Hochsitz aufbauen), zur Übernachtung nach Fulda, weiter nach Bad Orb (Heimatreportage), direkt weiter nach München. Das ist für sich genommen schon sehr sportlich, aber machbar.

    Mit dem Wetter haben wir halbwegs Glück: alle Reportagen sind auf Sonne ausgelegt und bekommen auch ausreichend Sommer-Feeling, nur beim Aufbau des Hochsitzes wird es zunehmend bewölkter…

  • Podiumsdiskussion ElsterCon 2010 Leipzig


    "Science Fiction: Woher? Wohin?"

    Okay, jetzt wird es hier SEHR nischig/nerdig. Das ist sicher nur für wenige Leser interessant, aber trotzdem möchte ich es euch nicht vorenthalten. Für mich vor Ort war die Diskussion recht schleppend, weil Greg Bear aus sprachlichen Gründen nicht direkt antworten konnte, Lukas Vollmer sich nicht einbringen wollte und Thor Kunkel zwar nett war, aber mitunter doch ziemlich unangemessen pauschalisierte. Ich fühlte mich daher genötigt, weit häufiger als geplant zum Mikro zu greifen.

    Von links nach rechts: Dewi-Kollmer-Craw-Kunkel-Bear-Pannor

    Teil 1:

    Teil 2:

    Danke noch mal an die Veranstalter für die Bereitstellung der Videos…

  • Die wahren Opfer des Hochwassers 2013


    Nachdem ich aus meinem Haus in Giesing ausgezogen bin, habe ich es an ein nettes junges Paar vermietet, das mir auch regelmäßig versichert, dort sehr glücklich zu sein. Seit einem Jahr gehört ein Hund zum Haushalt, der außerordentlich freundliche und entspannte Jimi.

    Zu Jimis Gassi-Routen gehören auch die nur ein paar Minuten entfernten Isar-Auen, die vor einigen Jahren (auch zum Schutz vor Hochwasser) aufwändig renaturiert wurden. Hier ihr ein Zeitraffer-Video dazu:

    In den letzten Tagen haben die Auen zwischen Großhesseloher Wehr und dem Deutschen Museum ihren Zweck erfüllt und viel Wasser aufgefangen…

  • ElsterCon: Ist Wortvogel-Verhöhnung eigentlich strafbar?


    Einige werden sich vielleicht noch erinnern – im Oktober 2010 habe ich als Gast bei der ElsterCon in Leipzig gesprochen. Launige Sache, kann ich weiter empfehlen.

    Zusätzlich zu meinem Vortrag gab es auch noch eine Podiumsdiskussion u.a. mit Thor Kunkel und Greg Bear zum Festivalmotto "Science Fiction – woher und wohin?". Nach mehr als zwei Jahren ist es mir endlich gelungen, einen Videomitschnitt davon zu bekommen, den ich in den nächsten Tagen online stellen werde.

    Putzigerweise haben mir die Veranstalter auch noch eine Einführung zu meiner Person beigelegt, bei der ich nicht anwesend war (ich bin auf der Autobahn stecken geblieben und traf erst zum Beginn meines Vortrags ein)…

  • Der zunehmend abnehmende Wortvogel (19): Neues vom Spocht


    Gestern war mal wieder Zeit für ein Food-Experiment. Die zweite Schüssel Haferbrei habe ich durch Spaghetti Bolognese ersetzt – und die Nudeln durch Shirataki, einen Gelee-artigen Nudelersatz aus Japan, auf den Diätisten schwören, weil er praktisch nichts enthält: keine Kalorien, keine Kohlehydrate, kein Gluten. Ist so eine Art nudelförmiges Wasser:
    (Symbolbild, btw.)

    Im Internet gab es diverse Beschreibungen von Shirataki, die von "exzellenter Ersatz" bis "ungenießbare Schnürsenkel" reichten. Ich habe die zwei Packungen (fast unbegrenzt haltbar) seit fast einem halben Jahr im Kühlschrank und mich erst jetzt getraut, das mal zu probieren…

  • Der zunehmend abnehmende Wortvogel (18): Das Leben ist ein einziger Brei


    Heute endlich mal wieder und diesmal aus aktuellem Anlass am Donnerstag.

    Als ich mich das letzte Mal gewogen habe, lag ich immer noch knapp über 90 Kilo. Damit bin ich zwar fast 15 Kilo leichter als vor einem halben Jahr, aber immer noch so schwer wie vor zwei Monaten. Das mag auch damit zusammen hängen, dass ich die strikte Diät aus Gemüsesaft und Obst zu Gunsten einer breiteren Ernährung ohne die früheren Stolperfallen (Schokolade, Eis, Chips, Pommes, Fleischkäse) habe auslaufen lassen. Ich trinke immer noch zwei große Gläser Gemüsesaft am Tag, aufs Vollkornbrot kommt nur hauchdünne Putenbrust, der Joghurt hat 0,1 Prozent Fett und zwischendurch futtere ich immer mal wieder ein Pfund Babykarotten aus der Tüte, um die Kauleiste beschäftigt zu halten…

  • Wortvogelpark Walsrode: Das Leben macht klüger, nicht schöner


    Mit meiner Oma bin ich 1979 in den Vogelpark Walsrode gefahren. Das fand ich toll. In einer Freiflughalle setzte sich sogar ein Beo auf meinen Arm. Als Oma auf den Auslöser drückte, schrie der Vogel plötzlich wie am Spieß. Ich hätte mir fast in die Hose gemacht. Dieses Bild entstand glücklicherweise eine Sekunde DAVOR:
    Elf Jahre war ich damals alt. Die Zähne krumm, die Brille peinlich – aber mit Oma war alles ein Abenteuer. Gute Zeiten.

    Vorgestern bin ich mit einem Fotografen nach Hamburg gefahren, von wo aus wir einen Mietwagen nach Walsrode nahmen…

  • Entenhausen: Enten hausen in Schwabing


    Ich habe kürzlich mal auf Facebook von unserem netten Vermieter erzählt, der sich für eine Toplage in Schwabing streng an den Mietspiegel hält, zwei WGs erlaubt und einer 104jährigen Dame (eingezogen Heiligabend 1945!) seit den 80ern die Miete nicht mehr erhöht hat. Bei Problemen in der Wohnung ist er eigentlich immer binnen von 20 Minuten mit seinem Werkzeug vor Ort. Ein Mann nach meinem Geschmack.

    Nun gab es Nachricht von ihm – wie immer auf Geschäftspapier am Schwarzen Brett hier im Hausflur. Inhalt: Der verwilderte Hinterhof des Hauses ist vorläufig gesperrt, die Mülltonnen stehen übergangsweise im Hausflur…