Thema: Mix
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Wir leben jetzt seit mehr als einem Jahr in Trudering und ich muss gestehen, dass ich dem Viertel Unrecht getan habe – was mir 20 Jahre lang wie der triste Speckgürtel von München erschien, ist ein aufstrebendes Areal mit sensationeller Verkehrsanbindung und hervorragender Versorgungslage. Wären wir nicht nach München zurück gegangen, um wieder in München zu sein, müssten wir eigentlich nie nach München rein fahren. Jede Supermarktkette gibt es in Fußweite, Reinigung, Restaurants, Friseure, sogar Waldgebiete, Wertstoffhof und Wochenmarkt. Es fehlt wirklich an nichts.
Und weil die LvA und ich einen Hang haben, tatsächlich heimisch zu werden, haben wir uns auch schon zwei Bücher über die Geschichte des Viertels am östlichen Stadtrand gekauft…
UPDATE : Alle weg!
Es ist mal wieder so weit: Der Wortvogel hat den Bücherschrank in Augenschein genommen und entschieden, dass vieles, von dem er sich vor einem Jahr nicht trennen konnte, nun eines anderen Menschen Unterhaltung und Bildung sein soll. Und weil diese Comic-Sammelbände, Poster-Kataloge, Kurzgeschichten-Hardcover und Prachtalben so lange durchgehalten haben, ist es wirklich die creme de la creme. Englisch und deutsch wild gemischt, Superhelden und Hollywood, Monty Python und Harlan Ellison. Mein gänzlich unverbindliches Versprechen ganz im Sinne von Chevy Chase: more entertainment than you deserve…
Einer der seltenen Tage, an denen die Weltpresse ein einendes Thema hat:
In dem Statement, mit dem sich Philip 2017 von den öffentlichen Funktionen verabschiedete, sagte der damals 95jährige:
"I reckon I’ve done my bit… it’s better to get out before you reach your sell-by date."
Bei aller Ambivalenz, mit der man der Monarchie im Allgemeinen und der Person von Prince Philip im Speziellen begegnen kann – das ist unbestreitbar. Er war über 80 Jahre lang "der Mann hinter der Königin", ein rastloser Diener des Hochadels, Repräsentant nicht nur eines Landes, sondern auch einer Ära…
Ich habe schon einmal ausführlich darüber geschrieben, dass besonders amerikanische Filme und Serien gerne stolpern, wenn sie deutsche Sprache, deutsche Kultur oder wenigstens die deutsche Topographie korrekt wiedergeben sollen. Da heißen Charaktere gerne mal Beau Brandenburg und Alderich Heilbronner, Bremerhaven ist der Hafen von Bremen und dort sitzt man auf dem Marktplatz vor bayerischen Bierseideln. Als gäbe es keine Wikipedia.
In der unsäglichen WWII-Schmonzette WIE EIN LICHT IN DUNKLER NACHT wird uns Melanie Griffith als amerikanische Sekretärin angepriesen, deren akzentfreies Deutsch sie für Spionage im Dritten Reich prädestiniert – hören wir doch mal rein:
Man sollte meinen, die zunehmende Globalisierung des Kinos würde zu einer etwas größeren Vorsicht bei den Produzenten führen – es ist ja wahrlich nicht schwer, einen Deutschen zu finden, der mal kurz über das Drehbuch schaut, um die gröbsten Schnitzer zu vermeiden…
Ihr müsst mir glauben, wenn ich euch versichere, dass die Beiträge mit und über kalorienhaltige Nahrungsmittel diese Woche nichts mit meiner Diät zu tun haben. Es hat sich einfach so ergeben. Einer Facebook-Werbung habe ich z.B. das heutige Büffet aus Fertigfutter zu verdanken. Wenn der Russe dann mal die Atomraketen auf uns regnen lässt, werde ich in unserem Keller wenigstens einen Tag länger überleben – Prepper-Tagesration sei Dank.
Und weil so etwas in Bild und Ton immer lustiger ist, habe ich mir alle Mühe gegeben, mit iPhone und iMovie eine Art VLOG-Bericht draus zu schnitzen…
Das hier bin ich – links aktuell, rechts vor drei Jahren:
Fett isser mal wieder geworden, der Vogel.
Ich dachte ja bei meinen Diäten, ich wäre schlauer als der Rest der Welt – einmal abgenommen, würde ich das Gewicht nie wieder drauflegen. Ich doch nicht. Ich durchschaue ja die Mechanismen. Ich kenne alle Tricks.
Ich und meine große Klappe.
Ich will es gar nicht in toto (aber auch) auf Corona schieben. Natürlich bewege ich mich seit Home Office und Pandemie noch weniger als vorher und natürlich kompensiere ich einen Teil der Langeweile, die durch kulturelle Durststrecken und mangelnde soziale Kontakte entsteht, durch essen – gerne Schokolade, Eis, Chips in ungefähr der doppelten Menge, die noch vertretbar wäre…
Als ich Kind war…
… gab es kein IKEA, kein McDonald’s, kein H&M und kein Starbucks
… kamen Schokoriegel in Papierhüllen, Cola in Glasflaschen und Zahncreme in Metalltuben
… trug man im Auto keinen Gurt und auf dem Fahrrad keinen Helm
… meinte die Aufforderung "geh spielen" nicht "vor den Computer", sondern "nach draußen"
… fragte man am Kiosk nach Bazooka Joe, Caramac und Tri Top
Als ich Kind war…
… bekam man draußen nur Kännchen
… waren von den 10 Programmtasten am Fernseher selten mehr als drei belegt
…
Ich arbeite weiter hart daran, würdige Kandidaten für meine Filmverbrechen-Fotostorys zu finden. Und neulich kam mir nun der Gedanke, dass ich eine wirklich vielversprechende Quelle noch gar nicht angezapft habe – das Oeuvre der Schaumschläger, mit denen wir uns hier teilweise über mehrere Artikel und viele tausend Kommentare verbal geprügelt haben.
So sei es verkündet: ja, die ausführliche Besprechung von SHOWGIRLS EXPOSED kommt. Und die Besprechung von SHOWGIRLS 2 gibt es als Bonus obendrauf:
Mit zehnjähriger Verspätung ist auch das unfassbare Sequel zum 80er-Klassiker STRASSEN IN FLAMMEN endlich verfügbar – ROAD TO HELL, indeed:
Den Einstieg macht allerdings dieses Prachtstück aus dem Dunstkreis von crazy Katusin – jawoll, ich bin bereit, mich seinem ersten Langfilm ausgiebig zu widmen:
Dem "Vergnügen" steht allerdings die Beschaffungskriminalität im Weg:
Insgesamt fast 100 Euro für die "limited edition"…
USA/D/CHINA 2020. Regie: Paul W.S. Anderson. Darsteller : Milla Jovovich, Ron Perlman, Tony Jaa, Jannik Schümann u.a.
Synopsis (offiziell): Artemis ist die Anführerin einer kleinen Militärpatrouille, die sich in einer Wüste auf der Suche nach einer verschollenen Einheit befindet, deren letzte Meldung abrupt abgerissen ist. Ein mysteriöser Sandsturm erfasst die Fahrzeuge der Einheit und schleudert sie offensichtlich in eine fremde Welt, in der sie von riesigen, echsenartigen Monstern angegriffen werden. Dort treffen sie auf einen einheimischen Jäger, der Artemis mächtige Schwertwaffen zeigt und sie in der Anwendung ausbildet…
Adrenalin auf 180. Wut im Bauch. Faust in der Tasche. Ich sollte mich mehr im Griff haben. Aber das ist so eine Bruce Banner-Sache:
Machen Sie mich nicht wütend! Sie würden mich nicht mögen, wenn ich wütend bin!
Der Reihe nach: Am Dienstag habe ich um 10.30 Uhr einen Nachsorge-Termin bei meinem HNO-Arzt wegen der Nase. Trifft sich gut, dass im gleichen Haus ein Denns Biomarkt ist, da kann ich der LvA Tofu kaufen und etwas gutes Fleisch. Außerdem auf der anderen Straßenseite beim Drogeriemarkt ein Deospray…