• Wortvogel-Splatter: Hirn zeigen!


    Gestern war ein lieber alter Freund zu Besuch und wie das manchmal so ist, wenn man sich in den letzten 15 Jahren vielleicht dreimal gesehen hat – wir kamen schwer ins Anekdoteln. Schließlich kennen wir uns ungefähr, seit wir 16 Jahre alt waren. Wir haben zusammen viele schlechte Filme gesehen, waren gemeinsam in Berlin und in London, haben Superhelden gespielt, auf dem Fantasy Filmfest gehockt – und bei einer ganz bestimmten Geburtstagsparty haben wir Sachen gemacht, die die Nachwelt wirklich gar nichts angehen (Video vorhanden)…

  • Bürgerpflicht: Stellung beziehen


    Bisher habe ich die Proteste in Berlin als Zeitvertreib tumber Hetzer mit einem corona-bedingten Mangel an tatsächlicher Beschäftigung gesehen – und Attila Hildmann als den Clown in diesem Zirkus. Aber seit dem Wochenende hat das eine andere Qualität bekommen. Der Versuch einer "Erstürmung" des Reichtags durch Nazis und anderes Pack muss alle Alarmglocken läuten lassen. Es muss unvorstellbar bleiben, dass dereinst in den Geschichtsbüchern steht:

    "Am 29. August 2020 versuchten erstmals Rechtsradikale, den Reichstag zu stürmen und das demokratisch gewählte Parlament abzusetzen."

    Das hier soll und darf sich nicht wiederholen:

    Auch wenn es sich bei den Spinnern nicht um Revoluzzer, sondern um armselige "weekend warrior" handelt, die Gewalt weder austeilen noch einstecken können, ist hier eine rote Linie überschritten…

  • Doc Acula: Requiem aus dem SchleFaZ-Führerbunker (Nachtrag)


    Abt.: Das hätte ihm gefallen…

    Kurz nach der Beerdigung von Doc Acula bekam ich Nachricht aus dem Badmovies-Team – man bemühe sich, Oliver Kalkofe über Social Media zu kontaktieren, damit er vielleicht in der neuen Staffel SchleFaz eine kleine Huldigung des verstorbenen Webmasters offeriere. Schließlich war Kalkofe selber Leser der Badmovies-Seite und hatte kundgetan, dass er die Idee zur Verwurstung von ATOR einem Review des Docs entnommen hatte:

    Leider klappte das mit der Kontaktierung über Facebook und Twitter nicht.

    Nun habe ich Oliver Kalkofe über die Jahre mehrfach getroffen…

  • Weltherrschaft!


    Vor ziemlich genau drei Jahren habe ich im Rahmen des großen Fantasy Filmfest 2017 den chinesischen SF-Actionfilm RESET besprochen. Mit 8 von 10 Punkten kam der hochoktane Streifen bei mir sehr gut weg – was wohl auch der deutsche Vertrieb der Blu-ray dachte:

    Das freut mich. Auch wenn mich ein Hinweis darauf und vielleicht eine Dankes-Scheibe noch mehr beeindruckt hätten. Die hätte ich hier verlost.

    Es ist übrigens nicht so, dass dieses Zitat eine besondere Wertschätzung oder Stellung widerspiegelt (darum ist der Titel dieses Beitrags ironisch zu verstehen)…

  • Campylobacter: Der Feind in meinem Körper


    Moin, da bin ich wieder. Wie neulich schon mal erwähnt (und auf Facebook auch halbwegs chronologisch dokumentiert), habe ich in den letzten Wochen an einer Campylobacter-Enteritis gelitten, einer eher unschönen Magen/Darm-Infektion mit lauter schmerzhaften und sich gegenseitig befruchtenden Symptomen. Und da ich ja immer wieder mal von meinen Krankheitsgeschichten erzähle, sollt ihr auch in diesem Fall was davon haben.

    Es begann vor ca. vier Wochen spektakulär bei einem eher banalen Vorgang: Ich wurde des nachts wach und wollte etwas trinken. Also hievte ich die Beine aus dem Bett und stand auf…

  • No way out: Ein neuer Anfang


    Gestern lief mir auf Facebook dieses Bild über den Weg:

    Ich erinnere mich auch an eine humorige Version der Frage in Form eines Cartoons aus den 80ern. Ein typischer deutscher Spießbürger steht in Schlafanzug und Schluppen am Zigarettenautomaten vor seinem Mietshaus: "Einen Moment lang dachte er daran, einfach abzuhauen."

    Oder um es mit Udo Jürgens zu singen:

    Auf jeden Fall dachte ich über das Facebook-Bild dann doch eine Weile nach. Abhauen? Ein neues Leben anfangen? Nicht einfach umziehen und den Job schmeißen, sondern gleich die Identität wechseln und alles hinter mir lassen…

  • Wortvogel 1994: Widerstand zwecklos


    Aus einer Laune heraus teilte ich eben auf Facebook ein Bild meiner… na ja, Jugend kann man es nicht mehr nennen. Ich muss so um die 26 gewesen sein:

    Unschwer zu erkennen: Es war auf einer Con und ich hatte keine Angst vor den Borg. Falls sich jemand fragt, als was ich kostümiert bin – ich nannte das immer mein SAT.1-Moderatorenoutfit. Damals haarscharf noch in Ordnung, heute unvorstellbar. Man beachte bitte auch die modischen Details: Jeans moonwashed, Krawatte krebserregend. Aber ich hatte die Haare schön…

  • Perchance to dream: Das Kissen küssen


    Schlaf und ich, das ist eine eigenwillige Symbiose. Ich schlafe gut, gern und viel. Schlaf ist Genuss, ist Erholung. Ich kann mich erinnern, dass ich es als Kind besonders gemocht habe, wenn draußen schweres Gewitter war. Dann habe ich die Fenster auf Kippe gestellt und jeder Blitz, jeder Donner hat ein wohliges Kribbeln im Magen verursacht.

    Früh übt sich demnach:

    Wenn es mir doch mal unheimlich wurde, konnte ich ja auch immer noch bei meinen Eltern unterkriechen. Das passte meinem Vater, der oft genug Spätschicht hatte, gar nicht in den Kram, denn es unterlief seinen Schlafrhythmus…

  • Die Invasion des Globalen


    Heute braucht ihr Geduld – während ich diese Zeilen schreibe, weiß ich weder genau, was ich eigentlich sagen will, noch in welche Richtung der Beitrag geht. Mir ist da nur was aufgefallen, das meine Synapsen hat feuern lassen. Und was raus will, muss raus.

    Wir hören hier zu Hause beim Frühstück Radio Arabella – auch deshalb, weil unsere Alexa den Versuch, Radio 2day zu hören, immer mit "Okay, ich spiele Radio Teddy" torpediert. Und auf Radio Arabella wird bei den Nachrichten (wie es trendy ist) der übliche Ablauf umgekehrt: erst Lokales, dann Deutschland, dann die Welt…

  • Marken-Murks in Sachen Kundenservice


    Es ist mal wieder Zeit, Dampf abzulassen. Ich bin’s ja auch selber schuld, weil ich mich entschlossen habe, beschädigte oder minderwertige Produkte nicht mehr hinzunehmen bzw. wegzuschmeißen, sondern den Hersteller damit zu konfrontieren. Nicht, um eine Erstattung zu fordern oder einen Austausch – sondern um zu sehen, wie vorgebliche deutsche (oder auch mal nicht-deutsche) Markenfirmen mit Kritik an ihrer Ware umgehen.

    Ihr habt zu dem Thema ja hoffentlich meine diversen Beiträge über die Hosen der Firma Meyer gelesen. Dazu gibt es ein Update. Während ich der blauen Hose, die bisher zweimal fast augenblicklich gerissen ist, auch in der dritten Version kein langes Leben prophezeie (wenn der Stoff nix taugt, taugt der Stoff nix), hatte ich doch gedacht, die andere Hose würde länger durchhalten…