• Saturn? Du mich auch.


    Uns geht es wie vielen Menschen, die wegen Corona ihren Konsum umstellen mussten: was immer geht, kaufen wir "local", besonders Lebensmittel. Wir unterstützen dabei regionale Betriebe und holen auch immer wieder Essen von kleinen Restaurants, die wir nicht eingehen sehen wollen.

    Davon ab – online is king. Wir haben schon früher sehr viel im Internet bestellt, und das hat noch zugenommen. Meistens ist die Experience ganz okay, auch wenn man mal was zurück schicken muss. So ist Kleidung ja immer eine hakelige Sache: neulich habe ich einen Kaschmir-Pullover im Überformat XXL bestellt, weil es nur noch diese Größe gab – ich dachte: kein Problem, ist der halt gemütlich weit fürs Lounging daheim…

  • Neusprech: Das Wörterbuch 2021


    Offizielle Kundgebung: Angesichts des Erfolges des Begriffes LOCKDOWN hat die Bundeslegierung unter Angela Mörtel beschlossen, relevante Ereignisse und Events durch ähnliche Schlagworte zu kennzeichnen. Man möge ab dem 1.3.2021 mit Ende der 20.00 Uhr Tagesschau auf folgende Formulierungen zurückgreifen:

    Bahn entgleist = Lokdown
    Uhr im Eimer = Clockdown
    Keine Lust = Bockdown
    Vampir erledigt = Pflockdown
    Enterprise kaputt = Spockdown
    Klausurzeit rum = Blockdown
    Chinapfanne leer = Wokdown
    Börsencrash = Stockdown
    Versailles gesprengt = Barockdown
    Lemmy tot = Monstersofrockdown
    Halterlose Strümpfe = Sockdown
    Schneefall = Flockdown
    Betrunkener Arzt = Docdown
    Skilift öffnet = Grogdown
    Storch im Anflug = Frogdown
    Saubere Luft = Smogdown
    Internet kaputt = Tiktokdown
    Holzfäller im Einsatz = Logdown
    Wohnung gewischt = Mopdown
    Happy Hour = Schluckdown

    Die Verwaltung dankt Prof…

  • 100 Jahre Wortvogel: Blog-Battles


    Ich habe festgestellt, dass sich in meinem "Entwürfe"-Ordner des Blog-Editors mehr als 40 unveröffentlichte Beiträge befinden. Oft nicht mehr als Titel und erste Zeilen, die ich dann aus Langeweile oder mangelnder Stringenz nie beendet habe. Eine Art Resterampe, teilweise fast 10 Jahre zurück reichend. Heute wollte ich diesen Ordner mal konsequent löschen – und habe festgestellt, dass ein paar der Fragmente durchaus noch dafür taugen, ausgebuddelt, abgestaubt und aufgehübscht zu werden.

    So wollte ich 2012, zum 6. Geburtstag meines Blogs, noch einmal kurz die großen Blog-Battle rekapitulieren, die ich bis dahin ausgetragen hatte…

  • Operation Wortvogel: The Return


    Wo waren wir? Krankenhaus, richtig. Mein Frau lieferte mich Montag pünktlich ab, mir wurde ein Zimmer zugewiesen (nicht dolle, aber ich habe auf Reportagereisen in Hotels schon schlechter gewohnt), und dann hieß es warten.

    Nach anderthalb Stunden kam eine Schwester, ich zog mir das OP-Leibchen über und die Schluppen. Wahrlich, es ist kein würdiger Gang durch das Krankenhaus, kaum bekleidet und mit einem Umschlag voller Krankenakten in der Hand.

    Wenigstens ist anhand des EKG beweisbar, dass der Wortvogel ein Herz hat:

    Der OP-Tisch war unter dem Einmal-Tuch mit einer Art Gel-Polster überzogen…

  • Mein Haus wird kein Haus: Das Ende


    Ich habe von dem kleinen Häuschen in Bramel, das meiner Oma gehörte und in dem ich oft die Ferien verbrachte, schon erzählt. Auch davon, dass es nach mehreren Besitzerwechseln so aussah, als würde es herrenlos verfallen.

    Ich erinnere mich gut, wie das Haus zu seinen besten Zeiten aussah – das war in den 80er Jahren, als Oma ebenso noch lebte wie ihr Schäferhund Lux.

    Aber schon damals war es kein "schönes" Haus. Es war ein Einfachbau ohne Keller und mit verrottetem Dachboden, wo immer nur notdürftig geflickt worden war, wenn meine Oma das Geld hatte…

  • Zwerg Nase: Operation Wortvogel


    Eigentlich bin ich total gesund, meine Blutwerte, Lunge & Herz, Stoffwechsel: prima Klima im Hause Wortvogel. Aber ich habe diese Neigung, mir immer mal wieder Kuriositäten einzufangen. Über die Jahre habt ihr ein paar meiner Malaisen miterlebt – Vergiftung durch Kaktussaft, Zahnwurzel-Entzündung, Talgknoten, Campylobacter-Infektion.

    Einiges davon war von langer Hand vorbereitet.

    Reden wir zum Beispiel mal von einer Nase. Es ist keine schöne Nase (etwas knubbelig), aber es ist meine Nase. Bis ich ungefähr 13 war, hatte ich mit ihr auch keine nennenswerten Probleme. Dann drehte sich ein Klassenkamerad bei einer vergleichsweise banalen Konfrontation um und schlug saftig zu…

  • Kostspielige Katzenkneipe


    Vor gut fünf Jahren bekamen wir von unserer Katzensitterin einen Katzenbrunnen geschenkt, den unsere beiden Fellnasen auch begeistert angenommen haben:

    Über die Jahre hat sich herausgestellt, dass es hilfreich ist, den Brunnen immer mal wieder für drei Monate in den Keller zu stellen, um das Interesse der Katzen daran hoch zu halten. Einmal mussten wir einen neuen Motor kaufen, weil der alte den Dienst versagte.

    Zum Advent haben wir den Katzenbrunnen wieder aufgestellt und Rufus und Becky ist es ein Fest. Pladderndes Wasser trinken ist immer besser als stehendes Wasser trinken – alte Katzen-Pfotenregel…

  • Leichter Kuchen für schwere Zeiten


    Ich habe in letzter Zeit nicht mehr so viel gekocht, weil einige andere Dinge anlagen und die frühe Dunkelheit des Winters mich auch seltsam demotiviert. Allerdings wollte ich gestern der LvA nicht die komplette Zubereitung des Silvester-Menüs überlassen und habe mich auch die Suche nach einem Rezept gemacht, bei dem ich mal einen fluffigen Tortenboden backen konnte. Und Milchmädchen. Seit ich nämlich kapiert habe, dass es sich bei "condensed milk" in englischen Rezepten nicht um Kondensmilch, sondern um gezuckerte Kondensmilch handelt, die sich auch ganz fix in Karamell verwandeln lässt, wollte ich mal was damit ausprobieren…

  • Rudolph the red nosed reindeer (probably has Corona)


    Schon wieder ein Jahr rum – und was für ein Jahr. Wenn nix sonst, ist es der Beweis, dass Wahrsager nix taugen. Das hat NIEMAND kommen sehen. Corona rein, Trump raus, Gotthilf Fischer tot.

    Ich bedanke mich wie immer bei meinen Lesern und Kommentatoren, die dafür sorgen, dass ich nächstes Jahr mein 15jähriges (!) Blog-Jubiläum feiern darf. Über 4000 Beiträge, über 88.000 Kommentare. Wer hätte das gedacht, als ich 2006 über Taschenmesser und Bodybuilder geschrieben habe?!

    Und so feiert nicht nur schön Weihnachten, sondern ein bisschen auch euch selbst…

  • Tankstelle: Diesel oder Superspreader?


    Es gibt Sachen, die mich ärgern, weil sie sehr offensichtlicher Unfug sind, aber durchgewunken werden, weil niemand ein Interesse hat, sich darum zu kümmern. Dazu gehört die Frage, was Tankstellen verkaufen dürfen. Klingt im ersten Augenblick komisch, ist aber so.

    Eigentlich dürfen Tankstellen nur verkaufen, was für den Reisenden bzw. die Fahrt notwendig ist. Dass dazu weder Tiefkühlpizza noch Alkohol noch Pornovideos gehören, ist selbst für Laien nachvollziehbar. Aber man lässt es durchgehen, weil alle Beteiligten davon profitieren. Und das ist auch der Grund, warum ich nicht dagegen anrede…