• Rasieren, bis der Arzt kommt


    Abtlg.: Was geht mich mein Geschwätz von gestern an?

    Tatsächlich scheint es einige Leute zu interessieren, was ich esse, worauf ich schlafe, und womit ich fahre. Üblicherweise ist meine Morgentoilette in diesem Themenmix tabu, aber wenn sich wirklich mal was ändert, fühle ich mich zur Mitteilung verpflichtet.

    Rasieren war bei mir immer ein heikles Thema. Ich rasiere nass. Aus Prinzip. Männer machen das so. Maschinen sind was für Memmen. Einzige Ausnahme: wenn ich arg lange mal nicht zum Rasierer gegriffen habe, werden die zu langen Stoppeln mit einem Bartschneider aus dem Gesicht geraspelt…

  • Pizza-Remat(s)ch: Dr. Oetker "Mia Grande Salame" (NACHTRAG)


    Nach meinem Test der authentisch schmeckenden Gustavo Gusto-Pizza meldete sich auf Twitter erstaunlicherweise Dr. Oetker zu Wort – und war von mir menschlich enttäuscht:

    Mir war gar nicht bewusst gewesen, dass man einem Nahrungsmittel-Giganten mit mehreren Milliarden Euro Umsatz derart schnell auf die Füße steigen kann. Es mag damit zusammen hängen, dass Oetker gerade versucht, mit der "Mia Grande"-Linie verlorenen Boden wieder gut zu machen. Diese Pizza-Variante ist derart offensichtlich auf die Klientel von Gustavo Gusto ausgerichtet, dass es fast schon wieder den Sprung von "frech" zu "witzig" schafft:

    Coole Sprüche auf der Packung…

  • Ach, fucking Facebook…


    Auf der einen Seite ist es nur ein alberner Nebenkriegsschauplatz, eigentlich kaum der Rede wert. Andererseits zeigt sich an diesem Beispiel wieder mal, wie unterschiedlich und willkürlich die Grenzen von "Meinungsfreiheit" und "Anstößigkeit" ausgelegt werden können.

    Dass Facebook bei seinen Maßstäben so amerikanisch wie albern ist, haben wir ja schon oft genug erlebt. Man kann ein Nazi sein und die Vernichtung von unerwünschten Minderheiten fordern – aber das ästhetische Bild einer weiblichen Brustwarze posten? Wo kämen wir denn da hin?! Die Verrohung der Jugend beginnt nicht im Kopf, sondern zwischen den Beinen…

  • Dem Froster eine Chance: Tiefkühl-Pizza von Gustavo Gusto


    Manchmal ergeben sich eher zufällig Dinge, die zu einem (kleinen) Artikel führen. So kam es ja gestern in den Kommentaren zu einer Diskussion über die (oft mangelnde) Qualität von Pizzen. Da gibt es ja eine relativ klare Hackordnung: Restaurant vor selbstgemacht vor geliefert vor aufgebacken. Die TK-Pizza steht in den Charts ganz weit hinten und verdankt ihre Beliebtheit primär dem Preis und der Bequemlichkeit des Kunden. Full disclosure: Ich habe noch nie eine Tiefkühlpizza gegessen, die ich auch nur im gegebenen Rahmen "lecker" bewertet habe…

  • My City, my Law: Marshal Wortvogel


    Ich berichte immer wieder darüber, dass ich mich auf Streits und Diskussionen mit Leuten einlasse, die es provozieren. Ich weiß, dass das weder für meinen Blutdruck noch für meine Reputation günstig ist. Aus diesem Grund versuche ich in letzter Zeit sehr bewusst, mich nicht in Sachen einzumischen, die mich zwar ärgern, aber nichts angehen.

    Es gelingt mir eher so mittel.

    Gerade komme ich vom Einkaufen und musste gleich dreimal korrigierend in den Tagesablauf meiner Umwelt eingreifen:

    In der Metzgerei wollte eine Verkäuferin eine nicht sichtbar benachteiligte Kundin vorwinken, die sogar explizit darauf hinwies, dass eigentlich ich an der Reihe sei…

  • Wortvogel vs. Handwerker: WTF just happened?!


    Ihr seid Geier. Ihr wartet nur darauf, dass sich wieder mal jemand mit mir anlegt, damit für euch eine lustige Geschichte dabei rum kommt. Der Dewi gegen die Welt – großes Entertainment.

    Und ich geb’s zu: raue Konflikte kann ich. Um es mit Sting zu sagen:

    Takes more than combat gear to make a man
    Takes more than a license for a gun
    Confront your enemies, avoid them when you can
    A gentleman will walk but never run

    That’s me. Never start a fight – but always finish it…

  • Alles in Obi Nachschlag: Die Rahmengeschichte


    Jetzt weiß ich, woran es lag! Es war nicht die beginnende Pandemie, nicht meine schlechte Laune, nicht die Streithähnigkeit des jungen Paares – der BILDERRAHMEN war Schuld an dem ganzen Debakel!

    Anders ist nicht zu erklären, dass ich gestern WIEDER beim OBI auf der Suche nach dem gleichen Bilderrahmen in eine ärgerliche Geschichte gerauscht bin. Wenigstens ging diese ohne die Androhungen rechtlicher Folgen vonstatten.

    Vor drei Wochen wurde einer der Bilderrahmen in unserem Schlafzimmer repariert – und beim Versuch des erneuten Zusammenbaus brach die Glasscheibe…

  • Alles in OBI: Aufstand im Zwergenland


    Es ist eine Geschichte, die ich jetzt langsam mal erzählen kann, weil nach einem halben Jahr davon auszugehen ist, dass es nicht mehr in einen Rechtsstreit ausartet. Ihr werde euch amüsieren.

    Das Szenario: wir sind gerade nach München umgezogen, Corona liegt noch in den Windeln, ich verbringe viel Zeit auf dem Wertstoffhof und in Baumärkten, um unsere neue Wohnung heimelig und praktikabel zu gestalten. Zu den Stiländerungen, zu denen wir uns entschlossen haben, gehört auch der Wechsel der Artwork im Schlafzimmer. Davon habe ich euch bereits erzählt…

  • IKEA muerte: Abenteuer mit dem Zombie-Bike


    Die meisten von euch wissen vermutlich nicht einmal, dass IKEA 2016 ein Fahrrad auf den Markt gebracht hat – es hieß SLADDA. Hier findet ihr noch den Prospekt:

    Die Besonderheiten: skandinavisch reduziertes Design, Gepäckträger mit Holzeinlage, geräumiger Anhänger, Riemenantrieb – und eine etwas eigenwillige Preispolitik. Kosten sollte das SLADDA satte 699 Euro, aber nur 499 Euro für IKEA Family-Mitglieder. Anhänger und weitere Extras nicht inbegriffen.

    Unabhängige Tests zum Fahrrad fielen erstaunlich positiv aus. Allgemein wurden die Qualität der Teile, die Eignung als einfaches City-Bike und der in dieser Preisklasse seltene Riemenantrieb gelobt:

    "Wer ()…

  • Hotelgeschichten


    Ich habe – über den Daumen gepeilt – 300 Reportagen in den letzten zwölf Jahren produziert. Vor Ort, immer mit einem Fotografen, manchmal noch mit einer Stylistin (für Food & Deko), dazu mit einer Engelsgeduld und der Bereitschaft, spontan als Kamera-Assi oder Fahrer oder Caterer auszuhelfen. Schließlich habe ich on location den einfachsten Job, denn der Redakteur muss erst hinterher an der Tastatur schwitzen. Oder wie es die Nazis ausgedrückt hätten: Ich bin ein Arbeiter der Stirn und nicht der Faust.

    Die Rumreiserei hatte zwangsläufig zur Folge, dass ich in vielen Mietwagen gesessen und in vielen Hotels geschlafen habe…