• EUROWINGS: Horror am Boden und in der Luft


    Es wird dieser Tage noch eine weitere Geschichte zu erzählen sein, die von Fluglinien und ihrem Verhältnis zu Passagieren handelt, das man mittlerweile als äquivalent zu Agrar-Großkonzernen und seinem Schlachtvieh sehen muss.

    Vorab: Ich WEISS, dass Flüge mit Billig-Airlines immer ein Glücksspiel sind und ein Wettrennen gegen die Abzocke – gerne versteckt in vagen Formulierungen, hinter nicht gekennzeichneten Links und im Kleingedruckten. Es ist schon fast ein Sport, bei Ryanair, Easyjet und Co. den Preis zu bekommen, der beworben wurde.

    Aber ich hatte vor zwei Jahren an dieser Stelle schon geschrieben – ich kann das:

    Die LvA und ich – wir sind da gut drin…

  • So was wie ein Abschiedsbrief: Ausgemerkeltes Deutschland


    Um es mit den Fanta 4 zu sagen:

    Laut einer DIMAP-Umfrage ist ihre Partei in einem neuen historischen Tief, aber Angela Merkel scheidet mit hohen Sympathiewerten aus dem Amt.

    Ich verstehe das. Und ich begrüße es. Weil ich zu der erfreulich großen Menge an Deutschen gehöre, die nicht nur mit Angela Merkel ihren Frieden gemacht hat. Ich bewundere sie. Für ihren ruhigen Stil in hysterischen Zeiten, für ihre stoische Arbeitsmoral im Kreis von eierschwingenden Populisten, für ihre Priorisierung von Pflicht über Ego. Nach Kohl und Schröder, neben Bush und Trump, war sie die Kanzlerin, die Deutschland brauchte…

  • Things to see before I die


    Man denkt mit 50 über andere Dinge nach als mit 40, 30 oder 20. Die eigene Sterblichkeit wird bewußter, die Absurdität des Ansammelns materieller Güter. Ich beginne, Ballast abzuwerfen, mein Leben auf die Dinge zu konzentrieren, die mir gut tun. Das betrifft nicht nur Sachen, sondern auch Menschen.

    In meinem Fall kommt hinzu, dass ich keine Kinder habe – ich muss niemandem etwas hinterlassen. Wäre ich kackfrech, würde ich dereinst mit Schulden in die Grube gehen. Da ich aber nicht kackfrech bin, strebe ich zumindest ein Plusminusnull an…

  • Posh living – mit Überraschungen


    Wir haben im Sommer – vielleicht als eine Übersprungshandlung auf die Pandemie – einen Haufen Karten gekauft: Comedy, Theater, Konzerte. Auch deshalb waren wir ja nach München zurückgekommen. Unser "social calendar" hat damit Einträge bis Ende 2022. Man wird sehen. ob Corona mitspielt.

    Letzte Woche war "Chopin by candlelight" dran, standesgemäß im Hubertussaal des Schloss Nymphenburg. Was soll ich als alter <a href=" sagen? Die LvA steht halt auf sanfte Klassik. Nun sollte es kein Problem sein, einen Termin um 18.30 Uhr einzuhalten. Es trug sich aber zu, dass wir in der Woche auch noch den Nebenjob als Katzensitter bei zwei besonders putzigen Fellnasen übernommen hatten…

  • Adventskalender Apokalypse


    Mit jeder Faser meines Wesens müsste ich Adventskalender hassen. Ein der Religion aufgepfropfter Kommerz-Wahninn, der noch dazu in den letzten Jahren eskaliert ist, dass es einen schaudern macht. Bis in die 90er hatte man eigentlich nur die Wahl zwischen "Bild" und "Schokolade" hinter den Türchen – und glücklich war, wer Schokolade bekam. Besonders nachhaltige Eltern bastelten die Kalender selber, im schlimmsten Fall wurden die Kinder dafür rekrutiert, was den ganzen Sinn der Sache einer vagen Form von "gemeinsamer familiärer Aktivität" opferte.

    Gebastelt wurde bei uns nicht…

  • Parkomania in der BRD


    Ich könnte mittlerweile Bücher über das schreiben, was ich als PKW-Abzocke empfinde. Die Tatsache, dass die Städte immer mehr Parkflächen schließen und die Autofahrer damit in die überteuerten Parkhäuser zweier Mega-Unternehmen zwingen (Conti und Apcoa), ist für sich genommen schon ein Skandal. Versteht mich nicht falsch: ich bin für die weitgehende ent-autorisierung der Innenstädte. Aber dann ist die Kommune auch verpflichtet, Alternativen zu stellen. Und wenn sie das nicht tut, dann darf sie den Bürger nicht den Profitlern überlassen. Neben den Parkhäusern sehe ich die kommerziell betriebenen Radar-Säulen und die Supermarkt-Parkwächter als (nicht ganz so) neue Schikanen gegen die Autofahrer, die mittlerweile das Schicksal der Raucher teilen: es gilt als unfein, sich mit ihnen zu solidarisieren, auch wenn sie Recht haben…

  • Im Visier der Betrüger: Der nächste Urlaub geht auf meine Kosten?


    Kommen wir nun zu etwas völlig anderem – Verbrecherjagd mit dem Wortvogel! Quasi mein eigenes AKTENZEICHEN XY.

    Ich ziehe nämlich Ende August dieses Schreiben aus dem Briefkasten:

    Das verwirrt mich etwas – habe ich doch bei Secret Escapes keine Reise gebucht und deshalb auch keine Schuld zu begleichen. Und von einem "Letzte Mahnung!", dem keine Mahnungen vorausgegangen sind, lasse ich mich schon gar nicht einschüchtern. Man liest ja immer wieder von den Versuchen, über angebliche Inkasso-Büros Kosten einzutreiben, die gar nicht real existieren.

    Eigentlich also ein Fall für den Mülleimer…

  • Trailer-Snacks zur Überbrückung


    Bis ich heute was Längeres schreiben kann, helfe ich mal mit ein paar Kommentaren zu aktuellen Trailern aus.

    Ganz frisch – PICARD Staffel 2. Unfassbar, dass die Macher mittlerweile nicht mal mehr die Trailer spannend gestalten können. Star Trek stays broken. "I am way too old for your bullshit" – DAS, Mr. Stewart, hätten Sie sich vorher überlegen müssen.

    Ebenfalls ganz frisch – ein Trailer zur neuen Star Trek Kids-Show. Sieht technisch ganz nett aus, aber wie ich beim Character Breakdown vor ein paar Wochen schon sagte: der "white male exodus" schreitet voran und die Diversität hat die Franchise weiterhin voll im Griff…

  • Lahmarsch auf dem Löwenmarsch


    Ich hatte es ja angedroht – des Vogels neuster Vogel ist der Todesmarsch. Quatsch natürlich, der Löwenmarsch. Laufen, bis es weh tut. Alles für den guten Zweck.

    100 Kilometer in 24 Stunden. Vom Schloss Kaltenberg (Schauplatz der alljährlichen Ritterspiele) bis zum Schloss Neuschwanstein (Schauplatz der alljährlichen Touristeninvasion).

    Ich bin froh, dass ich von vorne herein keinerlei Anspruch hatte, auch nur die Hälfte des Marsches zu schaffen. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist wabbelig. Nichtsdestotrotz ist auch eine Schnapsidee etwas, dem sich der Vogel verpflichtet fühlt, und das Wetter bot gestern keine Chance, mit einer bequemen Ausrede abzuspringen…