• Ay Corona! Immer schön positiv bleiben


    Es fängt vor über drei Wochen an – Husten. Immer mal wieder. Einmal, zweimal, dann wieder Ruhe für ein paar Minuten. Keine Panik. Vor zwei Wochen beginnt die Husterei die LvA zu nerven. Das ist doch nicht normal. Vielleicht zum Arzt?

    Klar stellt man sich 2022 die Frage: Corona? Aber ich bin dreimal geimpft und permanent getestet. Die Wissenschaft sagt nein. Also weiter husten. Insgeheim: könnte ja auch ein Tumor in der Lunge sein. Will ich das wissen?

    Zum Geburtstag der LvA letzte Woche ein paar Tage nach Franken…

  • Blindkauf: Die Big Books Mystery Box! (Kater nicht inbegriffen)


    Wir hatten das Thema vorgestern – und heute geht es wieder um die Haushalts-Entschlackung. Diesmal allerdings zu eurem Vorteil. In den 16 Jahren, in denen ich diesen Blog betreibe, habe ich wahrlich oft daheim und im Rahmen von Umzügen aufgeräumt und in die Jahre gekommene Ware unter die Leser gebracht. Mal verschenkt, mal verkauft.

    Es liegt in der Natur der Sache, dass die Pakete immer wertvoller werden, weil das, was ich raushaue, zum immer kleineren Kreis meiner "Liebhaberstücke" gehört, auf die ich in den letzten 16 Jahren (noch) nicht verzichten wollte…

  • Herrenschmuckstücke: Erinnerungen an eine Nerd-Karriere


    Es fällt auf (und ich schreibe ja oft genug darüber), das ich meinen Hausstand weiter und weiter ausmiste. So viele Schubladen, die ich bei Umzügen einfach umgeschüttet habe, so viele Kisten, die von Keller zu Keller gewandert sind.

    Es hat zu lange gedauert, bis mir klar wurde – man darf dem Chaos einfach kein Versteck bieten. Keinen Keller, keine Schublade, keine Kommode. Was behalten werden soll, muss einen festen Platz finden: alle USB-Sticks an einen Ort, alle Brillen, alle Uhren, alle Schlüssel. Jede andere Ordnung ist Unordnung…

  • Retro-Review: THE WORLD, THE FLESH AND THE DEVIL


    USA 1959. Regie: Ranald MacDougall. Darsteller : Harry Belafonte, Inger Stevens, Mel Ferrer

    Story : Der schwarze Ingenieur Ralph Burton wird in einer Mine verschüttet. Als es ihm gelingt, sich an die Oberfläche zu graben, ist die Welt entvölkert. Ralph schlägt sich nach New York durch, wo er sich ein komfortables Leben einrichtet. Er trifft auf Sarah, aber beide tun sich schwer mit dem antrainierten Rassismus, der eine einfache Romanze unmöglich macht. Zusätzlich kompliziert wird die Lage durch die Ankunft von Benson, der einen klaren Anspruch auf Sarah anmeldet…

  • Wortvogel in der Wunderkirche: Drei Halleluja für den Klingelbeutel


    Das hier wird eine harte Nummer – mal wieder basierend auf einer Schnapsidee. Vor circa zwei Monaten spülte nämlich das wie gewohnt zuverlässige "targeted advertising" von Facebook diese Einladung in meinen Feed:

    Und ich so: "Ja geil! Gottesdienst mit Zeichen & Wundern! Das ist fast so cool wie eine <a href=" mit Country & Western!"

    Mir schwante gleich, worum es hier geht: prosperity gospel, die sicher unappetitlichste willentliche Fehlinterpretation der christlichen Leere. Um die Kurzfassung der Wikipedia zu zitieren:

    "…die religiöse Auffassung, Wohlstand, vor allem Geldvermögen und geschäftlicher wie persönlicher Erfolg und Gesundheit, seien der sichtbare Beweis für Gottes Gunst…

  • Konzert-Kritik: RICHARD MARX München 2022


    Richard Marx und ich, das ist eine so lange wie banale Geschichte. Ich gehörte Anfang der 90er zu den vermutlich hunderttausenden von Menschen, die RIGHT HERE WAITING als IHR Lied betrachteten, als die große Ballade über IHRE tragische Fernbeziehung. Darüber hinaus produzierte der Songwriter einen Haufen weiteren gefälligen Pop, auch wenn mich immer die alberne Sturmfrisur amüsiert hat, die den recht kleinen Mann gerade so groß aussehen ließ, dass er auf der Kirmes mit der Achterbahn fahren durfte. Er wird auch ewig der Sänger mit dem gleichzeitig deppertsten und grandiosesten Plakatmotiv aller Zeiten bleiben:

    Natürlich war seine Zeit als Superstar begrenzt und endete spätestens Mitte der 90er…

  • Haushaltliches: Pastamaker, Echo Studio, Kabelnetz, Nagelclipper


    Ich berichte ja immer mal, was sich so an neuen Produkten in den Wortvogel-Haushalt geschlichen hat. Was sich bewährt hat, was wieder entsorgt wurde. Wir sind in diesen Dingen mittlerweile sehr komfortorientiert.

    Philips Pastamaker Vor drei Jahren kauften wir eine klassische Nudelmaschine:

    Der Hintergrund: Da wir immer gerne selber gute Pasta-Saucen kreieren oder beim italienischen Feinkost-Händler kaufen, sollen auch die Nudeln einen etwas höheren Standard haben. Finanziell ist das natürlich Kappes: für den Preis einer solchen Maschine kann man ein Jahr lang Nudeln im Supermarkt kaufen…

  • Ein paar lose Gedanken zum Tode von Queen Elizabeth II.


    In ein paar Jahren wird es Kneipenkonversation sein wie "Wo warst du an 9/11?" und "Wo warst du, als die Mauer fiel?": Wo warst du, als Elizabeth II. starb?

    Ich saß im Kino und schaute einen schwulen Horrorfilm.

    Wahrlich, es sollte mich nicht scheren. Ich bin Deutscher, ich bin Demokrat, und bei uns ist die Monarchie 1918 nach ein paar sehr schlechten Erfahrungen endgültig abgeschafft worden. Das "Macht durch Abstammung"-Fundament jeder Monarchie ist mir so zuwider wie die Heerscharen von Geiern, die von ihr leben…

  • Schräge Welt: Aus meiner Smartphone-Kamera (1)


    Da morgen das Fantasy Filmfest startet und ich damit für mehr als eine Woche mit Schreibarbeit ausgelastet bin, gönne ich mir heute mal eine Fingerübung und suche ein paar Bilder raus, die ich in den letzten Monaten mit meinem Handy aufgenommen habe. Es ist wie eine Sucht: Sehe ich was Schräges, drücke ich auf den Auslöser.

    Ein Privileg des Alter ist es, der Jugend mangelndes Verständnis für die Vergangenheit vorzuwerfen. Ihr habt ja alle keine Ahnung, wie das war, 1943 vor Stalingr… ääähhh, 1972 in Monheim…