Thema: TV-Kritik
337 Artikel
Ich habe die Zeichentrickfilme aus dem DC Universum lange Zeit sehr gerne geschaut. Nicht alle waren Highlights, aber immer wieder mal gab es mutige Entscheidungen in Sachen Look & Feel, knackige Actionszenen und packende Stories:
Das waren Filme, die die DC-Fackel hoch hielten, als die DC-Filme noch kein "shared universe" bildeten und das Arrowverse noch in den Kinderschuhen steckte.
Die letzte wirklich Überraschung ist gar nicht so lange her:
Ich habe eine zeitlang fast alle Filme besprochen, die unter der Marke DCAU (DC Animated Universe) zusammen gefasst wurden…
Ich schaue längst nicht mehr so viel, wie ich will oder vielleicht sollte. Das ist das Ergebnis einer glücklichen Ehe und geregelter Schlafenszeiten. Früher, zu Anbeginn meiner Blogger-Zeit, hatte ich einen Standard-Spruch: "Ich gehe meistens gegen 23.00 Uhr ins Bett – das heißt nicht, dass ich dann schlafe". Üblicherweise habe ich bis 2 oder 3 Uhr Serien und Filme geguckt. Dieser addiert sehr üppige Timeslot fehlt mir heute.
Das ist auch einer der Gründe, warum "binge watching" für mich nur selten in Frage kommt. Ich schaue lieber einzelne Episoden vieler Serien als viele Episoden einzelner Serien…
USA 2019. Regie: Sam Liu. Sprecher (original): Jerry O’Connell, Rebecca Romijn, Rainn Wilson, Patrick Fabian, Rosario Dawson, Nathan Fillion, Shemar Moore u.a.
Story: Superman ist tot, erschlagen von Doomsday. Die Welt hadert mit dem Wegfall ihrer Leitfigur, das Verbrechen nimmt überhand, die restliche Justice League kommt kaum noch nach. Doch es tauchen vier neue Charaktere auf, die den Thron Supermans für sich beanspruchen: der brutale Eradicator, der Rüstung tragende Steel, ein Cyborg-Superman und ein junger Klon, der schon bald den Spitznamen Superboy weg hat. Lois, die Justice League, die Menschen von Metropolis – sie alle müssen sich entscheiden, wem sie die Nachfolge anvertrauen wollen…
Ich habe in den letzten Tagen damit begonnen, mich mal wieder in ein paar aktuelle Serien einzuschauen. Das geht bei mir nach Schnauze: ich sehe was, ich schaue das. Es hilft, wenn es eine Genre-Serie ist – muss aber nicht.
Origin Irgendwann in der ferneren Zukunft: Eine Handvoll Passagiere eines Transportschiffs zu einem neuen Kolonistenplaneten erwacht. Das Schiff, eigentlich temporäre Heimat für tausende Neuanfänger, ist praktisch verwaist. Und ETWAS hat sich eingeschlichen…
"Origin" ist eine Produktion von YouTube und beginnt recht vielversprechend als Mischung aus "Alien" und Harlan Ellisons "The Starlost" – reichlich gesprenkelt mit Ingredenzien von Paul W.S…
Bei Facebook kommt immer mal wieder die Frage auf, ob ich diese oder jene Serie schon gesehen hätte. Mein Problem? Ich habe zu wenig Zeit und zu wenig Lust, um mich täglich durch sechs bis acht Stunden Neuware zu wühlen. Es ist ein goldenes Zeitalter für TV-Serien und als Geek hatte man noch nie eine so hohe qualitative wie quantitative Auswahl – aber es erschlägt mich ein wenig. Ich vermisse die Zeiten, als ich von wirklich JEDER neuen Serie die erste Folge anschauen konnte, um mitreden zu können…
Manchmal ist es gut, dass ich nicht immer gleich dazu komme, meine Reviews zu schreiben. Während mir bei "Charmed" sofort klar war, dass man die Serie nicht ohne ihre Agenda besprechen kann, ging mir bei "Titans" erst heute nacht auf, dass sie das perfekte Gegenstück zu "Charmed" darstellt. Es ist nicht nur bequem, beide Serien zusammen zu besprechen – es ist erhellend.
Titans Für die drei Leute, die es noch nicht mitbekommen haben: "Titans" ist eine Variation der "Teen Titans"-Comics, in denen sich wechselnde Junghelden jenseits der großen Vorbilder wie Superman und Batman balgen…
Suicide Squad: Hell to Pay Story: Amanda Waller stellt die Task Force X zusammen, ein neues Team aus Quasi-Bösewichten, die eine angeblich magische Karte mit der Aufschrift "Get out of Hell free" finden sollen. Unter der Leitung von Deadshot machen sich diesmal Harley Quinn, Captain Boomerang, Killer Frost, Copperhead, and Bronze Tiger auf den Weg – und stellen bald fest, dass es diverse Parteien gibt, die für die Karte alles umnieten, was nicht schnell genug aus dem Weg springt, denn die Aufschrift ist wörtlich zu nehmen…
Wer schon gaaanz lange dabei ist, erinnert sich an meine Fehde mit Quotenmeter. Ich habe den Jungs vor ein paar Jahren ein paar ihrer unfassbar schlecht geschriebenen UND schlecht recherchierten Texte um die Ohren gehauen – was sie wenig souverän aufnahmen. Die Sache verlief dann im Sand, weil ich schlicht aufgehört habe, Quotenmeter zu lesen – DWDL ist mittlerweile mit Abstand als die einzig relevante TV/Media-Seite etabliert und ich habe keine Zeit mehr für Kindergarten.
Nun schickte mir die LvA, weil wir doch vom "Lost in Space"-Remake so begeistert waren, einen Link zu einer Webseite, die ich noch nicht kannte – Serienfuchs…
Die LvA und ich haben uns in den letzten Wochen eine Form des "slow binging" angewöhnt: Wir schauen nicht wie andere Leute neue Serien im Marathon, sondern mit einer Folge pro Abend. Zehn Tage für "Altered Carbon" und jetzt zehn Tage für "Lost in Space" in der 2018er-Version.
Dazu ein bisschen Background für alle, die ganz frisch sind, was die Franchise angeht. Das Original "Lost in Space" startete 1965, also noch vor "Star Trek", und basierte auf einer Comicserie von Gold Key. Anfänglich ging man die Sache noch mit dem gebotenen Ernst (und in schwarzweiß) an, allerdings mit deutlich mehr Remmidemmi als Trek:
Mit dem Umstieg auf Farbe wurde die Serie zunehmend alberner…
The Terror "The Terror" basiert (lose, SEHR lose) auf der Expedition der Erebus und der Terror, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts versuchten, eine Nordwest-Passage durch das ewige Eis zu finden. Aus (mehr als) dem Stoff hat Sten Nadolny den bezaubernden, melancholischen Roman "Die Entdeckung der Langsamkeit" gemacht – und Dan Simmons den Horror-Schocker "Terror". Zu niemandes Überraschung war es Letzterer, den sich Ridley Scott als Produzent zur Brust nahm, um daraus eine zehnteilige Serie zu zimmern, die man sich aktuell bereits auf deutsch bei Amazon Prime anschauen kann:
Der Plot ist letztlich simpel, auch wenn das Zeitkolorit ihn in einen größeren Kontext einbettet: Die beiden Schiffe Erebus und Terror bleiben im Packeis stecken…