Thema: Mix
1.951 Artikel
Einige meiner Leser werden sich noch an mein Diät-Tagebuch von 2012 erinnern. Das war eine coole Sache, die mir geholfen hat, mehr über mich, meinen Körper und seine artgerechte Instandhaltung zu lernen.
Ich war lächerlich überzeugt, das verlorene Gewicht danach problemlos halten zu können. Das Runterhungern ist schließlich das Problem, ein bisschen Disziplin für den Status Quo dagegen ein Klacks.
Leider ist das nicht so. Der Körper hat perfide Arten, sich die verlorenen Kalorien wieder reinzuholen, schiebt dich ganz langsam wieder in Richtung Völlerei und schaltet das schlechte Gewissen an neuralgischen Punkten einfach mal ab…
Vor ein paar Jahren habe ich euch von einem großartigen Kalender erzählt, den die LvA und ich in Lafayette/Louisiana gekauft haben. Einzeln in silberne Rahmen gepackt machen die Motive echt was her. Sie sind mit uns umgezogen und haben es auch in unser neues Esszimmer geschafft, allerdings aus Platzgründen reduziert auf neun ausgewählte Artworks:
Die Platzierung ist wahrlich nicht willkürlich. Wir haben versucht, möglichst keine gleichen Titel nebeneinander zu hängen, Mila Kunis (so nennen wir die Dame Mitte links) sollte intrigant aus dem Fenster schauen, während, die Lotterliese unten rechts jeden abknallt, der aus der Küche kommt…
Da wird der Wortvogel wieder 12 Jahre alt:
Ein Hatz TL 15 aus dem Jahre 1957 – Diesel, 15 PS, 15km/h Reisegeschwindigkeit. Danke an Eifeltrecker für das tolle Erlebnis!
Ein bekanntes, entgegen seiner reflexhaften Verwendung nicht immer zutreffendes Sprichwort besagt:
„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen“
(Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana)
Ich halte dieses Motto für zeitgeschichtlich sehr relevant, weil es sich mit jeder neuen Generation lohnt, die Attitüden, Ziele und Fehler der vergangenen zu reflektieren. Während wir uns sehr leicht damit taten und tun, unsere Vorfahren unter dem Hakenkreuz (ab) zu werten, so wehren wir uns noch tapfer gegen eine kritische Bestandsaufnahme der 68er und der Ökopaxe…
Ich kann alles. Ich kann aber nicht alles machen. Zumindest nicht gleichzeitig. SPIEGEL-Chefredakteur, Papst und neuer James Bond? Auch mein Tag hat nur 36 Stunden. Und die Nacht nicht viel mehr.
Das ist umso bedauerlicher, da ich immer wieder Ideen für gewinnbringende neue Blogs habe. Im Sinne von von erkenntnisgewinnbringend. Das liegt an der zyklischen Natur des Universums und der mustersuchenden Programmierung des menschlichen Gehirns. Mir fällt was auf, ich sehe es noch einmal, dann wieder – schwupp, denke ich mir: "Da müsste man doch mal drüber schreiben"…
Ich habe als Jugendlicher gerne MAD gelesen. Am liebsten die Kinoparodien ("Krampfstern Becknacktika: Angriff der Zitronen"), gerne auch die Leserbriefe und Don Martin. Dave Berg fand ich hingegen eher mau und "Spion & Spion" zu gaga. Ich bin außerdem ein Kind der Schwarzweiß-Ära, als Herbert Feuerstein Chefredakteur des "Haufen Idioten" war. Zur Dino/Panini-Phase war ich schon aus dem Humor rausgewachsen.
Es bleibt erstaunlich, wie oft die Autoren und Zeichner von MAD eine ziemlich gute Vorstellung davon hatten, wohin die Reise geht. Umweltverschmutzung, Korruption, Massenmedien – immer auf den Punkt aufs Korn genommen…
So, ich fahre heute für eine Woche nach Österreich. Keine Ahnung, ob die da Internet haben. Und arbeiten muss ich auch noch. Sicherheitshalber warne ich also vor: Hier wird es mit neuen Inhalten eher mau sein. Es sei denn, ich finde in der Alpenrepublik Berichtenswertes über meine Liebes Land-Reportagen hinaus…
Wir haben in den letzten Monaten die physisch wie psychisch schwere Aufgabe gehabt, in einer anderen Stadt einen über Jahrzehnte gewachsenen Haushalt auflösen zu müssen. So viel in den Container, was gestern noch lieb und wert war, so viel Gebrauchtes, das Unbrauchbares wird. Loslassen müssen. Schwer.
Manche Sachen habe ich die Hand genommen, in den Container geworfen, wieder heraus gekramt, wieder hinein gelegt. Ja? Nein? Ich ja nicht, aber vielleicht wer anders? Loslassen. Los!
Bei solchen Geräten schmerzt es besonders, weil sie bis vor 15 Jahren noch echte Sammlerstücke waren und erst vom digitalen Zeitalter ihres Erbzwecks beraubt wurden – und weil sie so wunderbare Beispiele für gelungenes Industriedesign und Wertarbeit sind…
Gestern war ich mit der LvA bei der Metro in Karlsruhe. Erwartungsgemäß sind die schon auf die Feierlichkeiten des vierten Quartals vorbereitet: Adventskalender, Pfefferkuchen, Marzipan – und ein großer Shop mit ziemlich geilen Halloween-Kostümen und Props. Es freut mich, dass wir in dieser Beziehung von den Amerikanern lernen.
Ganz besonders begeistert war ich von diesen kleinen Kerlen:
Nicht unterschätzen: Die gehen mir durchaus bis zum Knie (45cm), sind detailliert gearbeitet und bemalt. Auf dem Bild nicht zu sehen sind die Sturmtruppen und der Joker.
Kostenpunkt pro Figur: gerade mal 35 Euro…
Vor auch schon wieder sechs Jahren habe ich anhand von Screenshots dargestellt, wie sehr sich die Grafik von Computerspielen weiter entwickelt hat. Heute gibt es wieder ein sehr schönes Beispiel.
1993 war’s, da kam das 3D Shooter-Genre so richtig auf die Füße. Man kann streiten, ob "Wolfenstein 3D" der erste "echte" Vertreter der Gattung war, aber es lässt sich kaum bestreiten, dass "Doom" eigentlich die Maßstäbe und Eckpunkte setzte – man schalte an dieser Stelle auf Vollbild:
Ja, das hat uns damals umgehauen. 3D! Fette Action…