• Treibstoff für die Heimfahrt tanken


    Der Mensch lebt nicht vom Fantasy Filmfest allein und für die Rückfahrt von Nürnberg nach Baden-Baden brauchte ich Flüssignahrung. Leider fand sich keine nahrungstechnische Tankstelle auf dem Weg vom Hotel zur Autobahn, nur eine Resterampe mit fragwürdiger Wegzehrung in From von verschweißten Donuts ohne Verfallsdatum. Die habe ich angesichts meiner Diät links liegen gelassen – aber diese Dosen kitzelten erfolgreich das Trash-Tester-Gen im Wortvogel:

    Cooles Design, vier verschiedene Sorten, abgelaufenes Verfallsdatum – und 29 Cent pro Dose. Genau das richtige Getränk für Leute, die Filme wie "Lavalantula" gucken…

  • Gastbeitrag: Schmerz – eine wahre Geschichte


    Ich weiß nicht, wann und wie ich über Daniel Spiegelberg gestolpert bin. Bei Facebook irgendwie. Ein Typ, dessen Kommentare ich meist blind unterschreiben kann, dessen Humor ich teile – und der auch noch in Düsseldorf lebt! Blutsbruder im Geiste halt.

    Neulich war er zwei Wochen lang wie vom Erdboden verschluckt – im Sinne von: er postete nichts auf Facebook. Dann kam er zurück. Mit einer Geschichte, die so schmerzhaft, aber so klasse erzählt ist, dass sie es verdient, aus dem Ghetto des sozialen Netzwerks geholt zu werden…

  • Ein (fast) perfekter Tag in München


    Ich liebe es, wenn die Arbeit oder andere Pflicht mich nach München führt. Von Baden-Baden aus ist das eine Fahrt von zwei-drei Stunden, je nach Verkehr und Wetterlage. Ich versuche immer, soviel "Programm" wie möglich in das Zeitfenster zu quetschen, was mal mehr, mal weniger gelingt. Gestern ist es so gut gelungen, dass ich euch davon erzählen möchte.

    Anlass für den Trip, der eine kastrierte Version eines geplatzten 3 Tage-Ausflugs darstellte, war ein überfälliger Zahnarztbesuch. Eine Krone wartete nur darauf, dem Rest meines Backenzahns übergestülpt zu werden…

  • Kann Glück eine Zahl sein? Was ist eure?


    Im Autoradio habe ich heute vom Glücksatlas gehört, einer Studie der Post zum Lebensgefühl der Deutschen. 24.000 Mitbürger wurden befragt, sollten ihr allgemeines Glücksempfinden auf einer Skala von 1 bis 10 (zehn als höchstes Glück) bewerten. Noch bevor der Moderator das Ergebnis sagte, kalkulierte ich im Kopf schnell meinen eigenen Glücksindex. Guter Job, gesund, schöne Wohnung, Katzen, die LvA – da kommt was zusammen. Andererseits: Sanierungsprobleme, Ärger mit unleidigen Zeitgenossen, viel stressige Administration, kaum Urlaub.

    Fazit: 7.

    Der offizielle deutsche Durchschnitt zu meiner Überraschung: 7,02…

  • Der SPIEGEL auf mutigem Kreuzzug gegen verantwortliches Handeln


    Ich muss vermutlich vorab anmerken, dass ich den SPIEGEL nicht so oft kritisiere, weil ich ihn ablehne. Würde ich ihn ablehnen, würde ich ihn nicht lesen. Das Problem ist, dass ich den SPIEGEL mag und deshalb um so empfindlicher reagiere, wenn er mal wieder dummes Zeug schreibt.

    Stellt euch das so vor: Wenn irgendein Idiot in der Straßenbahn "Ausländer raus!" brüllt, denkt man sich (oder sagt es, je nach Zivilcourage) "Arschlöcher raus wäre mir lieber". Aber es ist ungleich problematischer, wenn der Kumpel, den man noch aus der Schulzeit kennt, plötzlich beim Bier grummelt "Ich finde auch, dass wir hier von Immigranten überrannt werden"…

  • Lost & Found: Roger Corman’s "The Phantom Eye"


    Es ist schlimm, dass selbst in den Zeiten der digitalen Totalität Produkte und Projekte fast spurlos verschwinden können. Andererseits: Es liegt in der Natur des Netzes, dass sie genau so unvermutet wieder auftauchen können. Aus diesem Grund habe ich es mir zur Gewöhnheit gemacht, verschollene Perlen alle paar Monate zu googlen – wer weiß?

    Am Wochenende habe ich mit dieser Strategie mal wieder den Jackpot getroffen: Jemand hatte Roger Corman’s "The Phantom Eye" hochgeladen!

    Nun mögen weniger bewanderte B-Movie-Fans gelangweilt einwerfen: "Ein Film von Roger Corman von 1999…

  • Movie Maniac in Not: Spendenaufruf für John R. Ellis


    Wir haben für unsere Charles Band-Bücher bisher 99 Leute interviewt – Regisseure, Produzenten, Autoren, Schauspieler. Auf der Zielgerade kam auch John R. Ellis dazu. Der hat nicht nur für einen ganzen Haufen späterer Charles Band-Filme die visuellen Effekte gemacht, sondern auch für Firmen wie UFO (mit denen ich ja selber zu tun hatte). Zu seinen Weggefährten zähl(t)en Leute wie Don Dohler und J.R. Bookwalter.

    John ist außerdem ein "Superfan" – er hat in den 70ern einige der ersten Star Trek-Conventions organisiert und für Dutzende von Fanzines und Independent-Magazine geschrieben…

  • Paris: Das gebrochene Herz der Stadt der Liebe


    Es wird die immer gleichen Diskussionen geben, die immer gleichen Standpunkte, die immer gleichen hilflosen Versuche, den Menschen einzureden, man könne etwas tun, damit das nie wieder geschehe. Am Ende wird es nicht nur Menschenleben gekostet haben, sondern Freiheit und Sorglosigkeit – zwei hohe Güter in zivilen Gesellschaften.

    Es ist passiert. Lasst uns der Opfer gedenken und denen beistehen, die sie hinterlassen haben.

    Lasst uns die Verantwortlichen finden und zur Rechenschaft ziehen. Ohne Hass, ohne Rache. Weil Blutdurst ein schlechter Berater ist – ihrer.

    Es wird wieder passieren…

  • Der Wortvogel vorab on location


    Vor vier Jahren habe ich mal ein Bild von einem Friedhof in London gepostet, den die LvA und ich zu Schlenderzwecken aufgesucht hatten:

    Neulich schaue ich mit der LvA "Mission Impossible: Rogue Nation" und bei einem Standoff zwischen Cruise und dem Bösewicht denke ich mir – das kenne ich doch?!

    Ich war zuerst da! Ich war zuerst da!

    Übrigens hatte ich zum Thema "Rogue Nation" vergessen zu erwähnen, dass die Compilation der Character-Poster mal wieder ein ungutes Beispiel des oft gescholtenen "Frauenarsch nach vorn!" darstellt:

    Sollten wir eigentlich drüber weg sein…

  • Klingeling! Erinnerungen an die Telefon-Steinzeit


    Ich habe mich gestern ein wenig darüber geärgert, dass mein Smartphone satte 270 Mb für ein Systemupdate laden musste. Und darüber, dass ich bei meinem Festnetz-Telefon die zu speichernden Nummern und Namen händisch wie bei einer SMS anno 1999 eingeben muss. Leben wir denn in der technologischen Steinzeit?!

    Dann erinnerte ich mich an die technologische Steinzeit. Und ich nahm meine Telefone, entschuldigte mich und drückte sie ganz fest.

    Weil ich davon ausgehe, dass es Leser unter der 30 Jahre-Schallgrenze gibt, möchte ich davon künden, wie es war, als die Post noch das Monopol hatte und Telefone zwar allgegenwärtig, aber auch gleichgeschaltet wie Minions waren…