• Keine Angst vor Corona?


    Es ist die erste wirkliche Pandemie, die ich miterlebe. Veranstaltungen abgesagt, in anderen Ländern bleiben die Schulen zu, Grenzen werden abgeschottet. Die Menschen horten Klopapier und Nudeln, in Arztpraxen wird das Desinfektionsmittel geklaut.

    Was vor sechs Wochen noch nach einem Exotenproblem klang, das uns nur betrifft, weil wir über das Internet vom Weltgeschehen erfahren, ist angekommen. Ich komme mir vor wie im Vorspann der englischen Serie SURVIVORS von 1975, in der ein Ausbruch und die Verbreitung der Seuche perfekt in sparsame Bilder gepackt wurde:

    Wir schauen uns die Webcams an vom Markusplatz in Venedig, von der Spanischen Treppe in Rom – gespenstische, fast postapokalyptische Leere…

  • Shake dat ass! Feel the burn! Rewind the tape!


    Die Meldung ist für sich genommen ja schon mal nerdgeil: über 20.000 VHS-Tapes sind für das von mir schon mehrfach hochgelobte Projekt archive.org digitalisiert worden. So können die Magnetbänder nicht mehr dem analogen Verfall anheim fallen und bleiben der Nachwelt erhalten.

    Natürlich ist da viel Spreu im Weizen und nicht alles, was flackert und unscharf ist, ist Tape-Gold. Bei einigen Uploads darf man auch durchaus die Frage nach der Legalität stellen – die komplette Serie MASH hat sicher noch Rechteinhaber, die in der näheren Zukunft mal kritisch den Zeigefinger heben werden…

  • Deko-Tipp für Sparsame


    Ich habe es mehrfach angesprochen – die LvA und ich haben mit der Wohnung auch den Einrichtungsstil gewechselt. Von Jugendstil hin zu Midcentury, von altem Holz zu mutigen Farben und schlankeren Möbeln. Noch ist nicht alles da, noch ist nicht alles ausgepackt, aber wird sind schon mal sehr zufrieden.

    Am Wochenende haben wir uns daran gemacht, auch mal einen Teil der (neuen und alten) Bilder aufzuhängen. Weniger Öl, mehr Druck, weniger Szene, mehr Grafik.

    Nun erinnert ihr euch vielleicht an diese Bilder-Sammlung, die uns zehn Jahre lang begleitet hat:

    Insgesamt 12 Cover von reißerischen Pulp-Magazinen der 30er und 40er Jahre, gekauft in einem Buchladen in Lafayette, Louisiana/USA…

  • Zeit, Abschied zu nehmen


    Vieles, was ich in den letzten 20 Jahren angeschafft habe, geht nach dem Umzug zurück nach München den Weg alles Irdischen. Ich habe ein kleineres Arbeitszimmer, wir haben unseren gesamten Stil neu durchdacht, und bei so manchem schönen Teil hat sich herausgestellt, dass ich es liebe, aber nicht ausreichend nutze.

    Vor acht Jahren habe ich euch von der Anschaffung dieses Schmuckstücks erzählt:

    50er Jahre, Walnuss, verspiegeltes Barfach. Großartig. Ein Hingucker.

    Aber ich bin nun mal nicht der Typ, der am Schreibtisch arbeitet. Ich schwöre weiterhin auf meinen Muren-Sessel von IKEA, auch wenn ich mir vor zwei Wochen ein neues Exemplar in mittelgrau gekauft habe…

  • Depp des Tages (5)


    Ja, die Depp des Tages-Rubrik habe ich ein wenig schleifen lassen – weil ich Deppen nach Möglichkeit ausweiche. Das ist keine Altersmilde, sondern die banale Erkenntnis, dass man ihnen keinen Einhalt gebieten kann und ignorieren deshalb besser ist als konfrontieren. Man muss nicht jeden Streit führen, den man führen kann – für diese Erkenntnis musste ich allerdings 50 Jahre alt werden.

    Anders sieht es aus, wenn die Deppen sich in meine Sphäre drängen, wenn ich sie nicht finde, sondern sie mich suchen. Gestern war es mal wieder soweit…

  • On the move: bye bye, Baden-Baden


    Als meine Leser habt ihr schon einige meiner Umzüge aus der Entfernung miterlebt – u.a. die Einrichtung der ersten gemeinsamen Wohnung mit der LvA. Das ist mittlerweile fast 9 Jahre her.

    In Schwabing waren wir damals sehr glücklich, auch wenn harte persönliche Schicksalsschläge in die Zeit fielen. Wir konnten dem "Münchner Lifestyle" frönen, vom Spaziergang im Englischen Garten bis zum Kaffee in der Münchner Freiheit.

    Was dann kam, fasse ich nun mal kurz chronologisch zusammen:

    Im Dezember 2012 bekamen die LvA und ich das Angebot, für den Klambt-Verlag die LIEBES LAND zu übernehmen und neu zu gestalten…

  • Thunderf00t vs. Unbox Therapy: FIGHT!


    Ich gebe zu, dass ich die <a href=" THERAPY-Videos ab und an ganz gerne schau. Lew ist angenehm aufgedreht und stellt neue Gadgets vor, über die ich sonst vielleicht nicht gestolpert wäre. Seine Begeisterung ist oft genug ansteckend. Tief gehende Analyse darf man allerdings nicht erwarten – es heißt ja nicht ohne Grund "unboxing". Es geht nur um den ersten Eindruck, nicht um den Langzeittest. Die Kürze der Videos ist sicher einer der Gründe für den Erfolges dieses Kanals.

    Üblicherweise spielen sich Lews Videos so ab:

    Vor mittlerweile zwei Jahren hat Lew allerdings ein "Produkt" besprochen, dessen Technik und Anspruch in mir alle Bullshit-Sirenen hat läuten lassen:

    Man muss kein Fachmann sein, um zu erkennen, dass hier mit Schlangenöl gehandelt wird…

  • Musk das sein? Dummfug-Dauerfeuer beim SPIEGEL


    Man kann mir vorwerfen, dass ich mir mit bento immer leichte Ziele für meine Textanalysen aussuche. Aber dem ist nicht so. Ich entscheide eher nach Affekt, für wen ich Zeit und Nerven opfere – ein Artikel muss schlicht doof genug sein, mich ausreichend zu triggern. Dass das bei bento häufiger vorkommt als bei anderen Medien, ist aufschlussreich und entlarvend – aber eben das Ei und nicht die Henne.

    Dass auch arrivierte Großmedien und ausgewiesene Meinungsmacher erstaunlich kruden Unfug publizieren, lässt sich gerade heute wieder beim SPIEGEL erleben, dem "Mutterblatt" von bento:

    Ehrlich gesagt war mir schon nach dem Anreißer klar, dass hier nur heiße Luft zu erwarten ist…

  • 2020: Das Jahr, in dem wir Content aufnehmen


    Props außerdem an alle, die den Insider-Witz des Beitragstitels verstanden haben. Je älter ich werde, desto obskurer werden meine Referenzen. Irgendwann sind alle Leser unter 30 zwangsweise raus.

    2019 war so lala, es gab High- und Lowlights, insgesamt eher ein Lückenfüller. 2020 verspricht recht spannend zu werden, es wird wieder vieles umgekrempelt. Man weiß ja nie, wieviel Zeit einem noch bleibt. Des Lebens Fäden, sie sind dünn und vom Schicksal leicht zu kappen. Apfelbäume wollen gepflanzt werden.

    Die Tage "zwischen den Jahren" sind traditionell jene, in denen man darüber nachdenkt, was beim nächsten Sonnenumlauf ansteht…