Thema: Mix
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In unserem Haushalt bin ich der, der einkauft – nicht, weil ich mir damit die Pflicht zum spülen oder kochen vom Leib halte, sondern weil ich GERNE einkaufe. Schon als Kind musste meine Mutter mich da nie zweimal bitten. Ich kaufe streng nach Liste, und dann obendrauf noch drei oder vier Sachen, die mich ansprechen. Entgegen aller üblichen Ratschläge kaufe ich bevorzugt hungrig ein, weil ich dann erheblich experimentierfreudiger bin. Ihr wisst das.
Ich kaufe eigentlich auch immer bei mindestens zwei, manchmal auch drei Supermärkten ein, weil wir bestimmte Sachen von bestimmten Ketten bevorzugen…
Es gibt so Dinge, mit denen will man sich gar nicht auseinander setzen. Dazu gehört, dass ich nach dem letzten Umzug fürchtete, eine ganze Kiste seltener Artworks, Cartoons und Lithographien verloren zu haben. Sie war einfach nicht zu finden. Statt ausführlich im Keller danach zu suchen, meidete ich den Keller wie die Pest – in der Panik, meine Befürchtungen könnten sich bewahrheiten.
Heute hat mich die LvA genötigt, endlich mit ihr in den Keller zu gehen und aufzuräumen. Und was soll ich sagen? In einer uneinsehbaren Ecke hatten die Spediteure einen Karton ungut verklemmt, der bei seiner gewaltsamen Befreiung meine geliebten Originale ausspuckte…
Erst im letzten August habe ich einen Beitrag über die Probleme veröffentlicht, in meinem Alter und bei meinem Gewicht eine akzeptable Hose zu finden, die einfach nur passt, nicht scheiße aussieht und keine drei Goldtaler kostet. Meine Lösungen waren diese beiden Marken-Beinkleider, die ich in einem Kaufhaus in Regensburg fand:
Tatsächlich entwickelten sich die beiden Hosen zu Lieblingsstücken. Und sonderlich belastet wurden sie "dank" Corona und Home Office ja auch nicht. Ich pflege mich in meinen Hosen nicht über Schotterwege zu schubbern oder in Salzsäure zu sitzen…
Es ist schwer, momentan auf Facebook und anderswo über Corona zu diskutieren. Die Tatsache, dass hier politische, persönliche und philosophische Grundsatzfragen aufeinander treffen und teilweise noch private Existenzängste hinzu kommen, lässt alles eskalieren. Es wird gerne augenblicklich zugeteilt, wer überhaupt über was diskutieren darf – so muss ich mich anscheinend raushalten, sobald es um Kinder geht, weil ich selber keine habe. Dass das natürlich Kappes ist, brauche ich HIER hoffentlich nicht zu erklären.
Es wird auch sofort alles überspitzt: wer die (von mir abgelehnte) Position vertritt, dass zwangsläufiges Wegsterben alter und kranker Menschen nicht als Rechtfertigung für den Abbau von Bürgerrechten dienen darf, wird sofort der Befürwortung des Rentnermordes bezichtigt…
Heute präsentiere ich euch den ersten Batzen an Comedy-Clips, die ich in den letzten Wochen auf Facebook erwähnt hatte. Dabei beschränke ich mich auf Sketche aus der legendären Sendung SATURDAY NIGHT LIVE. Sketche anderer Herkunft zeige ich euch dann in einem separaten Beitrag.
Den Anfang macht TACO TOWN. Das ist so krank und gleichzeitig so nah an der Realität, dass ich immer befürchtet habe, eine Fastfood-Kette würde sich davon inspirieren lassen:
Der Versuch einer Schauspielerin, das Wesen der Figur, die sie spielen soll, zu entdecken…
Ich habe auf Facebook in den letzten paar Tagen jeden Tag einen Comedy-Clip, einen Musik-Clip und mittlerweile auch einen Archiv-Artikel des SPIEGEL gepostet. Um den Menschen Ablenkung vom Corona-Alltag zu bieten. Es macht nur Sinn, diese Beiträge auch hier zu bringen, aufgeteilt in die drei Bereiche Comedy, Musik, Presse.
Den Anfang machen die Musik-Clips.
Wir steigen ein mit Terry Hall , einem der ganz großen Musiker meiner Generation, dessen Projekte (Specials, Fun Boy Three, Colourfield, Vegas, solo) so viele unterschiedliche Preziosen hervorgebracht haben, dass die Auswahl schwer fällt…
Es ist eine bedrückende Zeit. Nicht so bedrückend wie ein Weltkrieg – ich kann wahrlich einen Zwangsaufenthalt auf unserer Dachterrasse nicht mit Dauerbeschuss im Schützengraben vor Stalingrad vergleichen. Wie Gutsch im SPIEGEL neulich schrieb: ich gehöre zur Home Office-Elite und mir geht es schlicht zu gut, um zu jammern.
Das gibt mir auch die Zeit, ein wenig über das "danach" der Krise zu sinnieren. Das ist ja momentan auch so etwas wie ein Volkssport. Wird der ganze niedere Mittelstand mit ein paar Angestellten zusammen brechen, während sich die Mega-Konzerne mit Staatsknete aus der Scheiße ziehen lassen…
Es fällt mir momentan schwer, die Ruhe zu bewahren. Nicht wegen des Virus an sich, sondern wegen der Reaktionen darauf. Und damit meine ich – wie neulich schon – nicht die Hamsterkäufer oder Parkplatzcliquen, die vereinzelt immer noch den Schuss nicht gehört haben. Wir sind ein Land von 80 Millionen Menschen mit so vielen Idioten, dass die AfD in einigen Ländern eine Mehrheit besitzt. Da sind solche Ausfälle nicht nur zu erwarten – es wäre verdächtig, wenn es sie nicht gäbe. Noch dazu in einer Ausnahmesituation, denn wie heißt es so schön…
Ich spüre so ein Kratzen im Hals. Da steckt was drin. Da will was raus. Kein Virus. Ich kenne das schon. Es ist eine Widerrede – meine unangenehme Angewohnheit, gerade besonders vernünftigen und nachvollziehbaren Aussagen entgegen zu treten, sie zu packen, in der Hand zu drehen und zu denken "was kann ich denn damit NOCH anfangen?". Manche nennen das blanken Opportunismus, ich sehe es als rhetorische und intellektuelle Fingerübung. Und es ist mal wieder an der Zeit.
Momentan teilt sich die Welt, so scheint’s mir, in zwei Lager auf: Die hysterischen Hamsterkäufer – und wir, die wir uns in unendlich vielen Facebook-Postings und Memes über sie lustig machen und/oder sie verteufeln…
Das hier fällt mir schwer – weil ich den Deppen-Preis eigentlich nur an Leute vergebe, die mir auf die Nerven gehen. Heute verleihe ich den Schandorden allerdings an jemanden, den ich gemeinhin gut leiden kann.
Vor mittlerweile auch schon zehn Jahren habe ich für die längst eingestellte Zeitschrift TV SÜNDE (deren wechselhafte Geschichte ihr hier nachlesen könnt) ein Interview mit der Schauspielerin Katja Bienert geführt, die in den 70er Jahren durch harmlose Nackedei-Rollen bekannt geworden war (man entschuldige den krassen Fehler im Namen der Aktrice im Titel, das hier ist die noch unkorrigierte Version des Artikels):
Das Interview habe ich dann auch hier auf dem Blog bereit gestellt…