• Vergilbte Erinnerung an gelangweilte Tage


    Man erinnert sich vielleicht noch an mein erstes Praktikum, von dem ich in diesem Artikel über die Klatschpresse schon geschrieben habe. Damals gab es noch zu viele Redakteure, und zu wenig zu verteilende Geschichten. Eines Nachmittags saß ich mal wieder in der Redaktion, und hatte nichts zu tun. Weil ich für die Kollegen in den Büros nebenan aber geschäftig wirken wollte, entschloss ich mich, etwas zu schreiben. Irgendwas. Oder halt: doch nicht irgendwas…

    Dies ist ein Scan des Original-Zettels, den ich seit über 20 Jahren aufhebe, authentisch vergilbt und an den Knickkanten brüchig…

  • Her(ti)e today, gone tomorrow


    Vom sterbenden Hertie in meinem Viertel hatte ich ja schon berichtet. Nachdem das letzte Hab und Gut in einem sechswöchigen Ausverkauf verschachert worden war, kamen nach der Schließung neulich die Geier zur Leichenfledderei – Regale und Vitrinen wurden billigst verhökert.

    Der Rest – sind Reste:

    Nächsten Monat sollen die Abrissarbeiten losgehen.

    Ein seltsames Gefühl, mitten im der Stadt an einem so seltsam toten und trostlosen Ex-Konsumtempel vorbeizulaufen. Und ärgerlich, wenn man immer wieder denkt: "Mist, das hätte ich jetzt noch fix beim Hertie kaufen können."

  • 30 Jahre Bildschirm-Basketball (Update!)


    Weil man sich manchmal daran erinnern sollte, wie unglaublich sich die Dinge verändert haben…

    Atari VCS 1978:

    Apple II  1983:

    C64 1987:

    Sega Mega Drive 1995:

    Xbox 360 2009:

    Wer sich verschiedenste Generationen von populären Spielen in ihrer grafischen Entwicklung ansehen will – diese Webseite hat das ganz toll aufbereitet.

    UPDATE : Das finde ich jetzt schon ein wenig peinlich – CHIP hat aus dem von mir verlinkten Foren-Beitrag gleich eine ganze Fotostrecke… doch, nennen wir es ruhig mal geklaut (inkl. Bilder und Reihenfolge):

  • Have fun in cat heaven, Janis…


    Sad "cat content" ahead…

    Janis ist tot. Der Tierarzt hat heute morgen einen Tumor in ihrem Bauch entdeckt, und um ihr Qualen zu ersparen, wurde sie eingeschläfert.

    Janis war die Katze meiner Ko-Autorin und guten Freundin Katrin.

    Ich habe Janis kennen gelernt, als Katrin sie gerade frisch vom Züchter geholt hatte. Ihren Namen bekam sie von Janis Joplin.  Ein kleine, bezaubernde, neugierige, aber nie aufdringliche Thai-Katze mit wasserblauem Silberblick.

    Es ist nicht so, dass sie "zu früh abberufen" wurde. Janis war 18 Jahre alt. 18 gute, freundliche, fitte, geliebte wie liebende Jahre…

  • Ein weiterer Schlag für die Printbranche


    In den letzten 15 Jahren hat sich die Menge an physischer Post, die ich bekomme, stark reduziert. Ich habe viele Zahlungen (samt zugehöriger Rechnungen) komplett auf online umgestellt, meine Bankgeschäfte sowieso, und viele Firmen bevorzugen die Verbreitung ihrer Nachrichten per E-Newsletter. Werbung und Stadtzeitungen habe ich mir per Aufkleber verbeten.

    Abgesehen von ein paar behördlichen Schreiben und Urlaubs-Postkarten besteht mein Post-Aufkommen eigentlich nur noch aus dem wöchentlichen SPIEGEL, den zurückgeschickten Steuer-Belegen – und jeder Menge Kataloge und Magazine von Unternehmen, denen ich (durch Spenden oder Einkauf) unregelmäßig verbunden bin…

  • Eins, zwei, Freddy kommt vorbei…


    Ich bin kein Fan der aktuellen Remakes von 80er-Horrorfilmen – weil ich zu der Generation gehöre, die schon bei der ersten Runde dabei war. Das war gut, das war (manchmal) gruselig, und das hat auch gereicht. Insbesondere die Schlitzer-Remake gehen mir gehörig auf den Senkel. Komplett angeschaut habe ich mir bisher nur die erstaunlich gelungene "Dawn of the Dead"-Neufassung.

    Auf den "A Nightmare on Elm Street"-Trailer reagiere ich sehr schizophren – einerseits rockt das Original immer noch das Haus (John Saxon FTW!), andererseits hat’s schon was, Freddy mal neu interpretiert (und hoffentlich unironisch) zu sehen:

    [myspace]http://vids.myspace.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&videoid=63620005[/myspace]…

  • "There’s no signal!" – oder warum Handys die Pest für Drehbuchautoren sind…


    Aktuelle Horrorfilme haben ein Problem: die Spannung beruht oft darauf, die Protagonisten erstmal zu isolieren, ihnen jede Chance auf "outside help" zu nehmen – sei es in einer Arktis-Station, auf einer Landstraße, oder in einer Hütte im Wald. Leider sind seit mehr als 10 Jahren Handys Standard, die in kaum einer Gegend das Signal verlieren. Wenn der Killer mit der Axt vor der Tür steht, kann man im Notfall sogar die Nationalgarde rufen.

    Die meisten Autoren machen es sich einfach – im ausreichend opportunen Moment funktioniert das verdammte Handy nicht…