• Captain America: Wortvogel approved!


    Es ist eine gute Gelegenheit, zum umpfzigsten Mal zu bemerken, in was für glorreichen Zeiten Superheldenfans wie ich leben. Iron Man, Dark Knight, Spider-Man, 300, Sin City, Watchmen – das Genre der Comic-Verfilmungen wird endlich seinen Möglichkeiten gerecht.

    Aber machen wir uns nichts vor: Egal wer der Darsteller ist, egal wie cool das Skript daher kommt – jede Heldenverfilmung beginnt mit dem Kostüm. Das ist ein neuralgischer Punkt. Wenn hier der Designer pfuscht, oder der Respekt vor der Figur fehlt, sieht das ganz schnell so aus:

    Manchmal ist der Wille da – allein, es fehlt am Geld:

    Aber es wird besser – die "Watchmen" waren ein Knaller, "Iron Man" kann wohl kaum besser getroffen werden, und auch "Thor" hat sich weniger blamiert, als ich hoffen durfte…

  • Eins der großen Rätsel dieser Welt: Die Kugeln erwischen immer die Falschen


    Weil im neuen und letzten „Wallander“-Roman von Henning Mankell der Mord an Olof Palme wieder aufgerollt wird, kam ich darauf, euch eine Frage zu stellen, die mich seit Jahren umtreibt – warum werden immer nur die „Guten“ (wenn man das so platt ausdrücken will) von Attentätern ermordet?

    Warum John Lennon, Martin Luther King, John F. und Robert Kennedy, Abraham Lincoln, Olof Palme?

    Warum nicht Stalin, Pinochet, Idi Amin, Richard Nixon, Pol Pot, Robert Mugabe, oder wenigstens Semino Rossi?

    Schützen sich die "Bösen" besser, erregt Güte im Menschen mehr Hass als Grausamkeit…

  • Maul aufreißen geht auch (wo)anders: Wortvogel außerhalb des Wortvogels


    Nur damit ihr es nicht verpasst: Heute habe ich mich ein wenig mit Mikis bei Print würgt angelegt, weil mir seine Thesen zur Rettung des Qualitätsjournalismus (am Beispiel Lena Meyer-Landrut) einfach zu bequem und halbgar erscheinen.

    Und bei DWDL ist eben der erste Teil einer Reihe über die Situation der Fiction-Produktion in Deutschland online gegangen, in dem ich fleißig Senf beigetragen habe. Hat Jochen wirklich granatenmäßig recherchiert.

  • Lena – wie ein klarer warmer Wind: Ein paar Gedanken zum Eurovision


    Es hat sich gezeigt: Twitter und Gruppenchats (oder im DWDL-Speak: "Lagerfeuer 2.0") ist DIE Methode, den ESC mit Freunden bundesweit zu genießen, in Echtzeit abzulästern, und das Gefühl der Community zu leben.

    Leider konnte ich dieses Jahr kaum etwas beitragen, darum liste ich einfach mal ein paar willkürliche Gedanken auf, die mir vor, während, und nach dem ESC so durch das Denkei trudelten. Man möge mir Chauvinismen und Gemeinheiten verzeihen.

    Generell ein extrem hohes Niveau dieses Jahr – wenige Songs ließen meine Fußnägel aufrollen. Wenn man die Choreographin von Beyoncé hat, sollte man sich dann nicht auch bewegen…

  • Wortvogel-Kritiken: Alles nur Theater (2)


    Eurydike

    Ins Teamtheater habe ich mich unter falschen Vorzeichen locken lassen: Hinter „Eurydike“ vermutete ich die klassische griechische Tragödie. Die alte Sage von Orpheus' Weg in die Unterwelt. Gehobenes Entertainment für gehobene Schichten.

    Und dann sehe ich eine leere Bühne, durchzogen nur von einer Bahn aus schmutzig-schwarzem Sand, und eine Handvoll Darsteller, die sich zu schräger Musik fünf Minuten lang hin und her wälzen, und gegen Wände stoßen.

    Ich wollte gehen, ehrlich.

    Hätte ich mich mal bloß vorher schlau gemacht. „Eurydike“ ist ein modernes Stück, geschrieben von der gefragten New Yorker Autorin Sarah Ruhl…

  • Leading and leaving the life less ordinary: Zum Tode von Martin Gardner


    Bei heise habe ich es eben erfahren – Martin Gardner ist tot. Nun kann man bei einem Alter von 95 nicht mehr lamentieren, jemand sei "zu früh abberufen" worden, zumal Gardner sich sicher gegen den Gedanken verwehrt hätte, Tod habe etwas mit einer bewussten Abberufung zu tun.

    Gardner war einer der ersten und einer der wichtigsten Vertreter der modernen Skeptik und ein Vorreiter von Koryphäen wie Carl Sagan, Stephen Jay Gould, Michael Shermer, James Randi und Richard Dawkins (es lohnt sich, jeden dieser Namen zu googeln, wenn ihr sie nicht schon kennt)…

  • Chip online: Wenn die linke Hand nicht weiß, was die rechte empfiehlt (+ Brüste)


    Chip präsentiert auf der Startseite derzeit den aktuellen Beitrag "Horror-Downloads: Finger weg von diesen miesen Tools".

    Die Redakteure raten von solcher Software so klar ab wie der Katholische Filmdienst vom cineastischen Oeuvre eines Lucio Fulci:

    Interessant ist dabei, was Chip in der Präsentation des Acoo Browsers als typisches Bild zeigt:

    Trotz der verheißungsvollen Aussichten wird vom Acoo ab- und dem Firefox-Browser zugeraten.

    Nun sollte man meinen, dass Chip nicht noch anbietet, was es verteufelt, aber tatsächlich sind viele der Tools bei Chip zu bekommen, und von der Fotogalerie des Horrors aus sogar verlinkt…