Thema: Mix
1.951 Artikel
Nackte Tatsachen! Schmutz! Pornographie! Schamlosigkeiten! Blas- und Wortspiele! Versandhandel! Darum gleich jetzt ein Break – zum Jugendschutz:
Weil es vielleicht sonst keiner merkt, verkünde ich es hier mal offiziell: Es ist ein neues "Golden Age" des britischen Krimis angebrochen. Drei- und sechsteilige Serien mit abgeschlossenen Fällen, aber übergreifenden Handlungssträngen, kommen momentan in einer Qualität und Geschwindigkeit, dass einem nur noch schwindelig werden kann.
Hat Kenneth Branagh in "Wallander" schon gezeigt, was aus den Mankell-Schmökern noch an Spannung und Atmosphäre zu quetschen ist, beweist "Luther" mit geradezu erschreckender Leichtigkeit, dass ein hoch komplexer Thriller keine literarische Vorlage braucht, um literarischen Vorlagen gerecht zu werden:
Alle, die es nicht gar so düster mögen, haben seit letzten Sonntag einen neuen Champion…
Es gibt ein paar wirklich großartige Dokumentationen über die Geschichte Hollywoods. Manche davon sind 12 Stunden lang und immer noch nicht lang genug. Ob es um die Entstehung des Kinos geht, den europäischen Stummfilm, oder die Feinheiten der Comedy: Ich bin dabei. Ich liebe sie alle.
Kürzlich las ich in einer mehr als 10 Jahre alten Ausgabe von "Psychotronic Video" was über eine sechsstündige Dokumentation zum Thema (und mit dem Titel) "Sex and the Silver Screen". Der Reviewer betonte dabei nicht nur die erstaunliche Freizügigkeit der sonst so prüden Dokumentarfilmer, sondern auch die Qualität der teilweise ultra-raren Clips…
Zack Snyder lässt die CGI-Puppen tanzen – wäre das allerdings nicht vom Regisseur von "Watchmen", würde ich sicher mehr Skepsis aufbringen:
Der Typ hier – das ist Charles Band:
Die Internet Movie Database listet ihn als Produzent von mehr als 200 Filmen, darunter B-Klassiker wie "Trancers", "Dolls", "Re-Animator", "The Caller", und "Prison".
Ich war schon in den 80ern ein Fan, als die "Cinema" ausführlich über seinen "Metalstorm: The Destruction of Jared-Syn" berichtete – ein 3D-Spektakel, in dem kein Metallsturm vorkam und Jared-Syn am Ende auch nicht vernichtet wurde.
Band war für mich neben Roger Corman immer DER quintessentielle B-Produzent, weil er nicht einfach lieblos "product" in den Markt scheißen wollte, sondern ein klares Business-Modell verfolgte, das ihn mir sympathisch machte: Empire und später Full Moon Pictures produzierten Filmcomics, die teilweise im selben Universum spielten, Crossover erlaubten, und mit den "Videozone"-Magazinen am Ende der Kassette eine starke Bindung an die Fangemeinde suchten…
Zum Verständnis: In den USA gibt es die Westboro Baptist Church unter dem Kommando von Fred Phelps. Viel ekelhafter kann christlicher Fundamentalismus nicht werden: Die Mitglieder stehen gerne mit Schildern wie "Gott hasst euch" und "Schwule ruinieren Amerika" an der Straße. Meistens dort, wo sie viel Publicity bekommen – regelmäßig stören sie zum Beispiel Soldatenbegräbnisse (nach ihrem kruden Weltbild ist jeder tote Soldat die Schuld der gottlosen Nation selbst).
Diese Woche wollten sie gegen die "falschen Götzen" auf dem Comicon in San Diego protestieren – nur haben sie sich da die komplett falschen Gegner ausgesucht…
Keine Sorge, ich bin nicht verschollen – habe nur sehr viel zu tun, und der neue Teil von "Wie der Wortvogel nach München kam" schreibt sich nicht mal hoppla hopp.
Bis dahin diese großartige Aufschlüsselung der Mechanismen sogenannter "Wissens"- und "Service"-Sendungen:
[flv]https://wortvogel.de/wp-content/uploads/2010/07/s1e4_sgtv.flv[/flv]
Mit Ruhm bekleckert hat sich der deutsche Film in diesem Jahr nicht gerade. Zwei Produktionen, die zum Fremdschämen geradezu einladen, werden jetzt aus der Schusslinie genommen: "Die Superbullen" mit Tom Gerhardt und Hilmi Sözer wird von September auf Januar 2011 verschoben. Der neue "Werner – eiskalt!" bekommt nicht einmal mehr einen konkreten Starttermin. Statt Ende August 2010 verweist der Verleih nun vage auf "Sommer 2011".
Wenn ich das richtig verstanden habe, haben sich hier ein paar talentierte Leute zusammen gefunden (Regie: Kevin Tancharoen; Drehbuch: Oren Uziel; Choreographie: Larnell Stovall), um Warner Bros. mit diesem Promo zu überzeugen, der "Mortal Kombat"-Franchise nochmal eine Chance zu geben.
Ich bin zwar nicht sicher, ob mir der neue Ansatz gefällt ("Mortal Kombat" ist knallbunte Comic-Fantasy, nicht düstere "Saw"-Prügelei), aber für berichtete 7500 Dollar Produktionskosten ist das schon ziemlich geil:
Das alte Lied: Fullscreen und HD erhöht den Sehgenuss ungemein.
In diesen Minuten:
Die Körner sind so groß, dass sie beim Aufprall zerbrechen:
Blöderweise kann ich gerade die Katastrophenfilm-Trailer-Parodie "HAIL!" aus "Saturday Night Live" online nicht finden…