• "Reguly Gry": Warschau ist nicht New York


    Es ist kein Geheimnis, dass die Deutschen das Genre Sitcom nicht wirklich im Griff haben – zumindest, was das originär amerikanische Format angeht mit dem Wohnzimmer und dem Live-Publikum im Studio. Selbst Kultserien, die so deutsch wie Eisbein mit Sauerkraut scheinen, haben ihre Wurzeln im Ausland.

    Das hier kennt jeder – "Ein Herz und eine Seele":

    So mancher TV-Fan weiß mittlerweile auch, dass Ekel Alfred irgendwie mit Archie Bunker aus "All in the family" zusammen hängt:

    Tatsächlich geht "Ein Herz und eine Seele" aber auf das britische Original "Till death do us part" zurück:

    Das hat funktioniert…

  • "Hail" aus der Video-Steinzeit (aka 1997)


    Was habe ich nach diesem Clip gesucht! Ich hatte den vor mehr als zehn Jahren mal auf Kassette, dann verschwand die Kassette, und das Internet zeigte sich erstaunlich resistent bei der Recherche. Heute Abend bemerkte ich, dass ich immer einen Fehler gemacht hatte: Das Fake-Promo zu "Hail" (Hagel) stammt nicht aus einer Folge "Saturday Night Live", sondern wurde für die MTV Movie Awards 1997 produziert. Mit der Info ließ es sich erheblich leichter finden.

    Besser kann man Jan de Bont und "Twister" nicht auf den Arm nehmen…

  • DVD-Extras aus der Zeit, bevor es DVD-Extras gab: "Jack Arnold erzählt"


    Mit Jack Arnold begann meine Liebe zum Universal-Monsterfilm der 50er Jahre. Die wichtigsten 30er-Streifen ("Dracula", "Die Mumie", etc.) kannte ich dank "Der phantastische Film" schon in den 70ern. In den frühen 80ern aber strahlte der WDR eine Reihe von Jack Arnold-Filmen aus, Dienstag 21.00 Uhr (so ich mich recht erinnere). Und die waren von etwas begleitet, dass man heute als Extra auf einer DVD finden würde. Eine Kameracrew war nach LA gereist und hatte den schon ziemlich kranken Arnold interviewt. Das zum jeweiligen Film passende Segment wurde unter dem Titel "Jack Arnold erzählt" beigepackt…

  • Let’s talk about Pop, Baby!


    Ich bin einfach ein Sucker für alte Musiksendungen. Hierzulande muss man ja leider auf Zusammenschnitte von "Disco" zurückgreifen, die teuer aber lieblos auf DVD verhökert werden. In England macht man sich den Spass, regelmäßige "Top of the Pops"-Retrospektiven wenigstens mit lustigen Texteinblendungen aufzupeppen.

    Eine lobenswerte Ausnahme war in den 90ern eine N3-Nacht namens "Gib Gas, ich will Spass", die dreieinhalb Stunden wirklich seltene Clips präsentierte, darunter Wave und NDW aus der damaligen DDR! In einem meiner ersten Blog-Beiträge anno 2006 hatte ich das schon mal erwähnt…

  • Für die letzten Fiver da draußen…


    Ich hatte ja neulich erst mein "Das Babylon 5-Universum"-Buch zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt. Wem das zuviel Stoff ist und wer sich sowieso erstmal orientieren will, für den hat die weltbeste Science Fiction-Webseite io9 jetzt mal die komplette Serie in einer knappen, aber sehr kompetenten Übersicht zusammen gefasst. Das hier kann ich euch nur wärmstens ans Herz legen.

    Irgendwann dieses Jahr schaffe ich es, B5 noch mal komplett anzuschauen.

    Wer wissen will, in was für einem Zustand sich die SF am Anfang der 90er befand – hier ist der extrem rare Comedy-Pilot "Galaxy Beat" zum direkten Vergleich…

  • Weihnachtsfernsehen: Im Herzen ein Engländer


    Es ist mir erst im Nachhinein aufgefallen und es hat mich zuerst verstört, dann verärgert: Ich habe über die Feiertage, von Weihnachten bis Neujahr, kaum eine Minute deutsches Fernsehen geschaut – für das ich Gebühren zahle. Privatfernsehen allerdings auch nicht.

    Es ist nicht so, dass ich KEIN Fernsehen geschaut habe. Ich habe sogar sehr VIEL Fernsehen geschaut. Es war ja endlich mal wieder die Zeit.

    Nur: Das einzig erträgliche Programm kam nicht aus Deutschland, sondern aus dem Vereinigten Königreich.

    Lassen wir uns doch mal auf einen kleinen, gar nicht unpassenden Vergleich ein…

  • Die Zukunft – wie sie gewesen sein wird (2)


    Cinema futura

    2017 sind 98 Prozent der Kinos weltweit voll in die digital Verwertungsstrecke integriert: Filme werden vom Studio über Broadband-Leitungen in die Säle gestreamt (Kopien auf Kino-eigenen Festplatten gibt es wegen der Gefahr von Raubkopien nicht mehr). Ausgestrahlt wird digital, eine simple Auswahl der Alterfreigabe überspringt automatisch Szenen, die für das Kinopublikum als ungeeignet getagged sind. Selbst die Kinokarte ist digital und mit Zusatzfunktionen bestückt: Wer 3 Euro mehr zahlt, kann mit ihr zu Hause Extras wie auf einer DVD abrufen, die den Filmgenuss ergänzen…

  • Die Zukunft – wie sie gewesen sein wird (1)


    Okay, wie versprochen präsentiere ich euch ein paar Gedankenspiele, die nicht (oder so nicht) in Manuskripte für Uebermorgen.tv umgesetzt wurden. Beachtet bitte, dass die Texte nicht geschliffen ausformuliert sind, weil sie Vorschläge nur für den internen Gebrauch waren.

    Vox populi

    Die Welt wird globaler, die Infrastrukturen sind längst interdependent. Doch in vielen Bereichen der Logistik, der Wissensvermittlung, der IT hakt es bei den vielen unterschiedlichen Sprachen, die weltweit gesprochen werden. Bis 2020 setzt sich ein vereinfachtes Englisch als grober Konsens durch, danach erlauben mächtige Echtzeit-Übersetzungmodule die Beibehaltung der Muttersprache unter verbesserter Austauschbarkeit mit Fremdsprachen…