• Uebermorgen.tv: Der Wortvogel souffliert dem Elektrischen Reporter


    Ich bin in diesem Jahr nicht wirklich dazu gekommen, größere neue Projekte zu entwickeln. Dazu war das private Chaos zu groß und ehrlich gesagt: Es hat auch Spass gemacht, die Batterien mal ein paar Monate auf Reserve zu lassen. 2012 wird das anders.

    Eigentlich war geplant, bis ins neue Jahr hinein weiter Seele und Schreibarm baumeln zu lassen (von den üblichen Reportagen für Blattgold mal abgesehen), aber es kam neulich eine Anfrage rein, die zu ignorieren unhöflich und dumm gewesen wäre.

    Mario Sixtus, der <a href=" Reporter höchstselbst, erkundigte sich nach meiner eventuellen Bereitschaft, ein paar Segmente von "<a href=" für seine Sendung zu schreiben…

  • Weihnachten für den Wortvogel ist am 6. Dezember: "Captain Power and the Soldiers of the Future"


    Wer mein "Babylon 5-Universum" gelesen hat, der weiß: Die Science Fiction-Show, die mich nach und neben "Star Trek" in den 80ern am meisten mitgerissen hat, war "Captain Power and the Soldiers of the Future". Klar war sie mitunter krude, die CGI war noch sehr "basic", und die interaktiven Elemente störten wie die Hölle. Aber dammit, es ging die Post ab:

    Mir läuft heute noch ein Schauer über den Rücken im Gedenken an Episodentitel wie "A summoning of thunder", "And study war no more", "The sky shall swallow them" und "The land shall burn"…

  • Die üblichen und die unüblichen Verdächtigen: "Das Mädchen auf dem Meeresgrund"


    Es geht gar nicht so sehr um den TV-Film "Das Mädchen auf dem Meeresgrund", den das ZDF nach den Erinnerungen von Lotte Hass hat drehen lassen. Sie war die Ehefrau des bekannten Meeresforschers und Dokumentarfilmers Hans Hass, der in den 70ern noch landesweit bekannt war, heute aber nicht mehr die Strahlkraft von Grzimek oder Sielmann besitzt. Dabei lebt er noch.

    Ich habe den Film nicht gesehen, ich kann ihn nicht bewerten. Zumindest optisch hat man die Originale gut getroffen, auch wenn man Yvonne Catterfeld einen fesch-roten Badeanzug und Benjamin Sadler Badeshorts statt eines Slips gönnt:

    Es stößt mir nur ein wenig sauer auf, wenn ich die Inhaltsangabe des Senders lese:

    Als Hans Hass im Sommer 1947 für sein Büro in Wien eine Sekretärin sucht, bewirbt sich Lotte Baierl erfolgreich auf die Stelle…

  • "Harald Schmidt": You’ve come a long way, baby…


    16 Jahre sind auch an ihm nicht spurlos vorbei gegangen:

    Meine Meinung? Er könnte immer noch bessere Gagschreiber brauchen, gerade der Monolog zum Start ist oft genug mehr schmerzhaft als witzig. Audi flambé? Die kotzende Anne Will? Pubertär wäre noch das Freundlichste, was mir dazu einfällt.

    Aber Schmidt hat die unerschütterliche Souveränität, die allen deutschen Konkurrenten bisher abgeht. Könnte ich einen Unterschied zu den alten SAT.1-Sendungen ausmachen, wäre es seine Fähigkeit, auch zugekauftes Material zu verinnerlichen, als hätte er sich die Pointen selbst ausgedacht. Das zeichnet den guten Late Night Moderator aus, das kann Letterman deutlich besser als Leno…

  • Whoa – "Dallas"-Flashback 1979!


    What it was:
    What it is:
    Mehr Infos hier.

    Ich persönlich hätte ja lieber das Kino-Remake mit John Travolta als J.R. und Owen Wilson als Bobby gesehen – aus dem man dann prima ein TV-Spinoff hätte machen können, in dem Billy Zane die Rolle von Travolta und Kyle Chandler die von Wilson übernimmt.

    Andererseits: Ich war ja sowieso immer mehr der "Falcon Crest"-Fan…

  • Regionalvideo deluxe: Gotta see the special man!


    Allenthalben hört man noch das Klischee, amerikanische Werbung sei viel besser als deutsche. Dem ist mitnichten so. US-Werbung ist in toto so unerträglich (und allgegenwärtiger) als das Pendant hierzulande.

    Wenn es um TV-Spots für lokale Wagen- und Möbelhändler geht, schlagen die Amis sogar dem sprichwörtlichen Fass den Boden um die Ohren. Was da zu später Stunde aus den Kanälen der lokalen Stationen drängt, fällt fast unter Körperverletzung.

    Ein echter Klassiker ist ja schon der "flea market Montgomery":

    Neu – und fast noch hübscher – ist die Werbung für "Frankie und Johnny’s" Möbelladen, die irgendwie den Spagat zwischen Mafia-Style, Schwarzen-Abzocke und Geschmacks-Desaster schafft…

  • Kulturcrash: Iron Man & Wolverine Anime


    Nein. Nein, nein, nein. Und nochmals: nein.

    Schon von der visuellen Anmutung passen die krachledernen Marvel-Helden nicht in weibisch-homophile Anime-Produktionen. Das sind Welten ohne Schnittmengen. Unter der Ägide von Warren Ellis wird es nun trotzdem probiert – und die ersten Trailer sehen erwartungsgemäß scheiße aus.

    Action und Aufwand in allen Ehren – aber Iron Man ist eben nicht Guyver, Wolverine nicht Hellsing, und New York nicht Neo-Tokio.

    Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll…

    Wolverine:

    Iron Man:

  • Past Promos – Rohrkrepierer der 90er (4)


    Zur vorläufig letzten Folge meiner kleinen Reihe…

    (Beginnen wir mit einem echten Highlight, das gar nicht von meinen VHS-Kassetten kommt: "Primevals" ist ein klassischer Abenteuer-Fantasyfilm mit viel Stop Motion, an dem der (mittlerweile verstorbene) Effekt-Guru David Allen über einen Zeitraum von 30 Jahren immer wieder mal arbeitete. Weil sich Technik und Trends weiterentwickelten, und weil Produzent Charles Band nie genug Geld aufbrachte, um das Projekt in einem Rutsch zu beenden, wird "The Primevals" wohl auf ewig "verschollen" bleiben – ein paar Filmdosen, ein paar Effekt-Spulen, aber nicht ausreichend Material, um einen ganzen Film daraus zu schneiden…