Thema: Mix
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München ist eine Stadt, in der man immer was erleben kann. Gestern waren meine Frau und ich auf dem größten Trödelmarkt Bayerns auf der Theresienwiese (Austragungsort des berüchtigten Oktoberfests). Da gab es schon viel zu gucken und zu staunen, manche Sachen brauche ich nicht, würde sie aber glatt des Designs wegen kaufen, z.B . diesen Kicker im Koffer:
Oder diesen Plattenspieler im Koffer:
Oder dieses knapp 60 Jahre alte Transistor-Radio in der Ledertasche:
Ich habe auch etwas gekauft, dass ich euch demnächst im Video vorstellen werde…
Eben hat jemand auf Facebook das hier gepostet:
Wow, da kommen Erinnerungen auf. Ich glaube, es gibt niemanden, der nicht massive Nostalgie für die Langnese-Tafeln der Kindheit pflegt. Der Trip zum Kiosk, die paar Groschen vom Taschengeld… like ice in the sunshine, indeed:
Ich habe über die 70er und 80er erlebt, wie sich die Tafel verändert hat. Hier ein paar der Sachen, die mir spontan einfallen:
Berry wurde auf Mini Milk-Format verkleinert Trendsorten wie Ko Kos fielen weg, andere wie Jonny kamen dazu Cornetto bekam neue Varianten Die Magnum-Invasion begann Ich habe als Kind immer Berry gelutscht, nach der Umstellung des Formats dann Dolimiti – schlicht weil es "das meiste Eis fürs Geld" war…
2013 war ich das erste Mal bei den Nights. Bis dahin hatte ich gedacht, das "große" Fantasy Filmfest Festival einmal im Jahr sei genug. Da ich (Ehe, Beruf und zwei Katzen sei Dank) daheim aber einfach nicht mehr so viel dazu komme, "meine" Filme anzuschauen, nehme ich mittlerweile soviel FFF mit, wie ich kann.
Nürnberg ist bekanntermaßen neben Berlin mein liebster Festival-Spielort, auch wegen der Kumpanei vor Ort mit Doc Acula von den Badmovies. Der fällt leider kurzfristig wegen heißer Scheißerei aus. Schade. Wer mich in Nürnberg kennt, mag und sieht, kann mich also durchaus ansprechen, meine "dance card" ist noch nicht voll…
Das Internet ist ein seltsamer Ort. Hier wird man Zeuge, wie aus schwarz weiß wird, aus Hitler ein Linker, wie der Irak-Krieg begonnen wurde, um ein Stargate zu vertuschen und wie demnächst – GANZ DEMNÄCHST! – die Eliten zusammen getrieben und zur Freiheit des Volkes erschossen werden.
Die Umdrehung von Begriffen und Definitionen ist dabei besonders bizarr – die größten Spinner halten sich für die wahren Skeptiker, totale Ignoranz wird mit kritischem Bewusstsein verwechselt und tumber Glaube an die Zaubermacht moderner Techno-Gaukler hat auf einmal was mit Fortschritt zu tun…
Eigentlich möchte ich nur eine kurze, knappe Konzertkritik schreiben – aber das hier geht weiter zurück. Das hat eine Geschichte. Und die muss ich erzählen.
Ich gesteh’s: ich gehe gerne in Konzerte von 80er Jahre-Stars. Die Helden meiner Jugend, ich jubele ihnen immer noch zu, solange es keine peinliche Schlagergala/Retro-Festival-Nummer und der Saal bestuhlt ist. Chris de Burgh, Bryan Ferry, Pet Shop Boys, a-ha (akustisch) – da bin ich dabei, immer mit der LvA an meiner Seite.
Letzte Woche postete Holger Kreymeier von Massengeschmack-TV ein Foto aus einem Konzertsaal in Hamburg, wo gerade Tony Hadley auftrat…
Das Digitale wird oft als der Feind des Analogen angesehen – und ebenso oft ist das falsch. Das Digitale bekämpft nicht das Analoge, das Digitale rettet das Analoge. Denn das Analoge ist vergänglich, schwer zugänglich und schwer zu skalieren. Das Analoge ist auch nur der Träger, ist Medium, nicht Message. Wenn wir die Message erhalten wollen, müssen wir sie vom Analogen trennen. Das macht sie nicht kleiner, sondern größer, weil sie – einmal digital – in die Masse hinein verfügbar gemacht werden kann. Aus Herrschaftswissen wird Allgemeinwissen, aus Ressourcen für Akademiker werden Ressourcen für Alle…
Es ist lange genug her – nach 15 Jahren traue ich mich, einen der bizarreren Streitfälle zu rekapitulieren, in die ich jemals verwickelt wurde. Um es knapp zu sagen:
Mir wurde mal von Verona Feldbusch eine Beleidigungsklage angedroht.
Das ist richtig und doch falsch – weil nur die halbe Geschichte. Für die ganze Geschichte brauche ich ein wenig mehr Zeit und Platz.
Reisen wir zurück in die digitale Steinzeit. 2004. Vor iPhone, vor Facebook, vor YouTube und sogar vor dem Wortvogel. Wir hatten ja nix…
Ich lese Slate ganz gerne – die haben gute Texte, interessante Themen und sind generell pragmatisch-liberal. Natürlich fahren sie mitunter auch diesen SJW/LGBTQ-Quatsch, bei dem man sich als weißer heterosexueller Mann schon beim Lesen vorsichtshalber wegducken möchte, aber das hält sich im Rahmen. Die Science Fiction-Webseite io9 ist da schlimmer.
Nur mit Vorsicht und sehr guter Laune kann ich allerdings die Berater-Kolumne "Dear Prudence" lesen. Hier oszilliere ich regelmäßig zwischen Entgeisterung und Fremdschämen, zwischen Faustindertasche und Knotenimmagen. Warum ich mir das trotzdem antue? Weil "Dear Prudence" eine exzellente Spiegelung amerikanischen Befindens darstellt – die Fragen wie die Antworten…
Ich werde jetzt mal wieder eine unbeliebte Meinung absondern. Ich tue das, weil ich gerne von euch wissen möchte, ob ich da nur wieder etwas nicht verstanden habe.
Seit mehreren Wochen bekommen mehrere hunderttausend staatliche Angestellte in den USA ihr Gehalt nicht bezahlt. Ein Haushaltsstillstand. Der Hintergrund: Trump nutzt die Blockade als Hebel, um die Demokraten (und einige Kollegen von den Republikanern) zur Freigabe von Geldern zu nötigen, die seine lang versprochene Mauer an der nordamerikanisch-mexikanischen Grenze startfinanzieren sollen.
Lassen wir mal außen vor, dass Trump ein widerlicher Schmierlappen ist, dem jede soziale und politische Kompetenz für sein Amt abgeht…
Es ist bekannt, dass ich mich auf Facebook gerne in der launigen Gruppe "Die scheißeste Musik wo gibt" herumtreibe, weil man da prima über den schlimmsten Ohrenkrebs der letzten 60 Jahre diskutieren kann. Und so mancher muss dann gestehen: oha, die Single habe ich noch (neben anderen Leichen) im Keller.
In letzter Zeit haben sich besonders die deutschen Coverversionen internationaler Pophits als Subgenre der "scheißesten Musik" heraus kristallisiert. Es erschließt sich mir nicht, warum man in den 70er und 80er Jahren dachte, die größten Charterfolge von minder talentiertem Nachwuchs einsingen lassen zu müssen…