• Digitale Nostalgie: 9 Netzprojekte von anno dazumal


    Es ist erstaunlich bis erschreckend, dass die Nostalgie langsam schon die digitale Frühzeit erreicht. Retro-Gaming, Computer-Museen, Tetris-Tapeten – alles Erinnerungen an eine verklärte Ära, je nach Einstellung fasznierend bis peinlich für eine Generation, die mit Handys und Internet aufgewachsen ist, die keine Welt ohne ipod und SMS kennt.

    Ich bin seit 1995 im Netz, meine ganz persönliche Internet-Erfahrung wird also im nächsten Jahr volljährig (strafmündig?). Will sagen: Ich könnte legal mit jungen Frauen schlafen, die gerade geboren wurden, als ich das erste Mal den Netscape-Browser öffnete…

  • Google Drive: Incoming! (NACHTRAG)


    Vor anderthalb Jahren hatte ich es in einem Beitrag über das Leben in der Googlesphäre angemahnt, lange wurde seine Notwendigkeit von Google bestritten, nun kommt es anscheinend doch – und wenn die Auguren Recht haben, schon nächste Woche.

    Google Drive:

    Momentan gibt es nicht viel zu berichten: 5 GB freier Speicherplatz sollen es wohl sein, abrufbar wahlweise über den Browser, ein Programm oder eine App. Automatische Synchronisation im Hintergrund ist selbstverständlich.

    Kurzum: Es ist die Dropbox mit einem anderen Etikett – was mich nicht verwundert, denn ich habe Dropbox immer für das perfekte Vorbild eines G-Drive gehalten…

  • Die schöne neue "All in one"-Welt


    Das hier habe ich bei Buzzfeed gefunden:

    Und es stimmt – Computer vereinen mittlerweile die Funktionen von mehreren Dutzend anderer Geräte und Gadgets. Da ich hauptsächlich von zu Hause aus arbeite, sieht mein Universalgizmo allerdings so aus:

    Das ist meine Stereoanlage, meine Videothek, mein Briefkasten, mein Kalender, meine Spielekonsole, mein Podium, meine Schreibmaschine, mein Fotoalbum, mein Archiv, meine Bankfiliale, mein Kiosk, meine Bibliothek, mein Notizbuch, mein Schaufenster, mein Fernseher.

    * regular backups recommended *

    Nun ist das keine neue Erkenntnis – multifunktionelle Maschinen verkleinern den Gerätepark…

  • Kernel panic: ver-apple-t vom Kundendienst


    Das hier nennt sich "kernel panic" beim Mac und ist vergleichbar mit dem Bluescreen of Death bei Windows. Totaler Systemabsturz. Alles weg, alles aus, restart. Dem Hörensagen nach ist es etwas, dass Mac-User extrem selten zu sehen bekommen. So selten, dass meine LvA nach fünf Jahren iMac keine Ahnung hat, was es ist.

    Mein Macbook stürzt gerne dreimal am Tag ab. Wenn es gut läuft, auch mal drei Tage nicht. Aber dann wieder. Und zwar seit dem Tag, an dem ich es gekauft habe. Der Fehler ist nicht reproduzierbar, also nicht provozierbar…

  • Groupon: Gutschein-Geiz noch geiler?


    Ihr wisst ja, dass der Wortvogel tragisch unhip ist – was soziale Netzwerke angeht, lebe ich in der Steinzeit. Ich chatte nicht, habe Profile bei Xing und LinkedIn verwaisen lassen, schere mich nicht um Chatroulette, Podcasts oder Farmville. Eine gepflegte Linkliste, meinen Newsgroup-Provider und dieses Blog sind alles, was ich im digitalen Dschungel brauche.

    Daher kommt es auch, dass ich manche Sachen sehr spät mitbekomme, was meinem Anspruch als Netizen oder Mitglied der digitalen Bohéme natürlich nicht gut tut.

    So war es auch bei Groupon…

  • VHS, NTSC, FSK, NL, CAT III, BPjS, LD, ZDF, OmU: Erinnerungen an eine Horrorgeek-Jugend in den 80ern


    Abteilung "Hoffentlich ist das alles verjährt…"

    In den seltenen Momenten, in denen ich auf dem Fantasy Film Festival Zeit zum Nachdenken habe – wenn der Saal dunkel ist, die Pause zwischen zwei Filmen lang -, dann denke ich manchmal daran, wie es in den 80ern war. Wenn ich bei Amazon eine DVD aus den USA für ein paar Dollar bestelle, dann erinnere ich mich. Wenn im Internet das alternative Ende eines obskuren Horrorstreifens auftaucht, fühle ich mich unglaublich privilegiert. In was für einer unglaublichen Zeit wir doch leben…

  • Der Charme der Google-Übersetzungen


    Die Beschreibung eines Android-Games auf einer spanischen Webseite:

    Gemeint ist natürlich, dass die App nicht auf einem HTC Wildfire funktioniert.

    Andererseits: Faktisch ist es durchaus korrekt, dass eine Android-App im Fall eines Waldbrands wenig nützt…

  • Schufa, RFID, der neue Perso, die Ausweis-App und andere Katastrophen: Ein Selbst(mord)versuch


    Ich bin gut mit diesem Internet. Dieses Web-Dingens und ich – das passt. Kann mir keiner was. Da traue ich mich. Wo andere entnervt den Browser schließen, geht bei mir die Klickerei erst richtig los. Treiber, Admin-Rechte, Kleingedrucktes, Formulare, PIN, TAN, Passwörter mit mindestens acht Zeichen, drei Buchstaben und einem kyrillischen Umlaut? Kann ich.

    Aber was ich gerade mitgemacht habe, das geht echt nicht mehr auf die vielbeschworene Kuhhaut. Das war eine so granatenmäßige Kombi aus behördlicher Ignoranz, missratener Userführung und schlichter Frechheit, dass ich diesen Beitrag schreiben muss, um nicht heute Nacht im Park kleine Hunde zu treten…

  • Das Tablet-Abenteuer: Ein Satz mit X


    Ich hatte mich schon auf einen ausführlichen Artikel zu dem Thema gefreut, aber nun wird es doch ein vergleichsweise kurzes Vergnügen…

    Machen wir uns nichts vor: Mittelfristig werde ich mir ein Tablet anschaffen. Nicht weil ich eins brauche, sondern weil ich eins haben will. Meine Bedürfnisse werden von Smartphone und Macbook allemal ausreichend bedient.

    Ich bin kein Freund von Billig-Klump – gerade das Macbook und mein Samsung Galaxy S haben sich als teure, aber lohnende Investitionen erwiesen, weil man mit ihnen keine nennenwerten Kompromisse eingehen muss…

  • Smart, smarter, Smartphone? Der Wortvogel schlurft ins 21. Jahrhundert


    Dies ist meine ganz persönliche Odyssee. Ihr werdet euch vielleicht amüsieren, wie dumm ich mich mitunter angestellt habe, aber ich schäme mich nicht. Es ist ein Lernprozess.

    Ich bin kein Freund von Handys. Auf die Aussage "Dann bist du aber immer erreichbar!" antworte ich "Ich will nicht immer erreichbar sein". Und die unvermeidliche Replik "Du kannst es doch auch ausschalten!" quittiere ich mit "Dann signalisiere ich Leuten, dass ich mit ihnen telefonieren könnte, aber nicht will".

    Versteht mich nicht falsch, ich HABE immer Handys gehabt: Erst ein klobiges Ericsson-Teil in den späten 90ern, dann ein Siemens S45 (bekam schließlich meine Putzfrau), und seit vier Jahren ein BenQ AF-51…