• Das Haus auf der anderen Straßenseite…


    … ist kein schönes Haus. In unserem Viertel ist es sogar sowas wie ein Schandfleck. Der Putz bröckelt ab, die blass-blaue Farbe ist fleckig, und in den verzogenen Fenstern hängen dicke, von Schmutz und Nikotin trübe Gardinen, die sich nie bewegen, und bei Berührung vielleicht zu Staub zerfallen. Abends, wenn in den Wohnzimmern zur Straße mattes Licht scheint, kann man viel Gerümpel sehen, und auf den Fensterbrettern stehen seit Jahren Schalen mit Styroporkugeln verschiedener Größe, die jemand in Alufolie gewickelt hat. In einer Wohnung schwenkt manchmal eine Taschenlampe hin und her, als gäbe es keine reguläre Beleuchtung mehr…

  • Zeichentrick: "One Minute Fly" + Bonus


    Es gibt schon ein paar schöne Sachen auf dem DOK-Leipzig zu sehen. Heute gelang es mir, mich in ein Animations-Showcase zu schleichen, weil die aktuelle Episode meines Video-Tagebuchs genau davon handelt. Es ist immer wieder erstaunlich, wie groß und prächtig die Bandbreite auf diesem Gebiet ist – stilistisch, erzählerisch, und kulturell.

    Einen putzigen animierten Film gibt es schon auf YouTube – leider kann man ihn nicht einbetten, ihr müsst also auf das Fenster klicken, um ihn dort zu sehen. Es lohnt sich!

    Ich habe auch noch mit Markus Wende gesprochen, dessen "The Animator´s Way of Surviving the Crisis" hier ebenfalls läuft:

    Watch more cool animation and creative cartoons at Aniboom…

  • Wider den Leipziger Ernst: Wortvogel mit Mikrofon bewaffnet! (UPDATE)


    Ich stehe nicht gerne vor der Kamera. Ich hasse es auch, "lustig"  improvisieren zu müssen. Klar, dass ich genau deshalb launige Mikro-Reportagen für den MDR zum Thema "DOK-Leipzig" machen muss.

    Die erste Ausgabe finde sich hier – und lässt sich leider nicht anderweitig einbinden. Schade, so wird das Mitmach-Netz doch wieder zum passiven Zuguck-Netz. Natürlich ist das alles noch ein wenig (ich verkneife mir das "gewollt!") krude. Es war halt noch nicht wirklich was los, und wir saßen den Tag über in gähnigen Konferenzen, die kaum für heitere Szenen taugten…

  • "Sumuru: The Series": reborn?


    Manchmal macht man etwas nicht, und erst Jahre später dämmert einem, dass das vielleicht auch ganz gut so war.

    Wie ihr wisst, habe ich seinerzeit das Drehbuch von "Sumuru" übernommen, und komplett neu geschrieben. Der resultierende Film lief erfolgreich auf RTL2. Was kaum noch einer weiß: die Produktionsfirma bat mich seinerzeit, auch noch ein Konzept für eine TV-Serie zu schreiben, die an den Film anschließt. Ist ja auch inhaltlich kein Problem: am Ende des Films fliegen die Helden (und ein Häufchen Getreue) mit einem uralten Raumschiff ins All, auf der Suche nach den Resten der Menschheit (die von einem Gen-Virus dezimiert wurde)…

  • "V" 2009 – die ersten acht Minuten: Been there, done that, bought the T-Shirt


    Der Versuch, der Saga um "V" noch ein Kapitel hinzu zu fügen, ist lang und schmerzhaft gewesen: "Babylon 5"-Erfinder JMS hat mal dran gearbeitet, der "V"-Vordenker Kenneth Johnson auch, aber irgendwie haben alle Sender immer vor den immensen Produktionskosten zurück geschreckt.

    26 Jahre nach der ersten Miniserie traut sich jetzt ABC – und hat es (Branchen-Auguren zufolge) schon bitter bereut: die Kosten sind explodiert, das Projekt wurde mehrfach verschoben und umgeschrieben, und mittlerweile weiß niemand mehr so genau, ob es eine reguläre Serie wird (was geplant war), oder nur eine vierteilige Miniserie…