Natürlich ist die tägliche BILD-Jagd nach Busenblitzern ("oh lala!", "schau mal an", "ganz schön frech!") gleichzeitig pubertär, voyeuristisch, und spießig-verlogen. Das Verbotene, zufällig Erhaschte wird zum Fetisch gemacht, obwohl (oder gerade weil) die beteiligten Damen ganz offiziell regelmäßig mehr fleischige Quadratzentimeter in die Kameras halten.
Die Penetranz, mit der Fotografen deshalb ihren Opfern auf die Pelle rücken, wird zunehmend unerträglicher. Und der Zwang, über etwas zu berichten, was man zwar nicht gesehen hat, aber fast hätte sehen können, wird zunehmend größer.
Alberner geht’s ja wohl nicht mehr:
Man sieht, dass man nichts sieht…