• Die unsichtbare Wand: Neues vom Spocht


    Ich habe euch semi-reguläre Updates meiner Läufe versprochen, dann mache ich das auch. Alle sechs Einheiten scheint mir überschaubar, das entspricht knapp 2 Wochen.

    Die gute Nachricht: 97,5 Kilo. Es geht vorwärts. Also abwärts.

    In der letzten Übersicht hatte ich angekündigt, mal testweise das Wasserparadies in Baden-Baden hinauf und hinab zu rennen. 70 Meter Höhenunterschied auf knapp 300 Metern mit Treppen, Steigungen, Winkeln und Kurven. Wer 6 Kilometer geradeaus kann, kann auch so etwas.

    Dachte ich.

    Fakt ist: Ich bin noch nicht das erste Mal oben angekommen, da denke ich schon, mir platzen die Lungen und brechen die Schenkel…

  • Kindle Kiosk & Prime Reading: Lesen, bis der Arzt kommt


    Ich bin aktuell voll "retro", was meinen Medienkonsum angeht. Olle Filme habe ich ja sowieso immer schon gerne geschaut. Aber derzeit genieße ich es, antiquarische Hörspiele zu hören, alte Jahrgänge legendärer Cartoons zu lesen und Klassiker als Ebooks zu verschlingen. Mich entschleunigt das – zu meiner eigenen Überraschung.

    Da ich aber ein Kind der verpönten Kostenlos-Kultur des Internets bin, schaue ich natürlich immer, wo es gerade was preiswerter oder gar umsonst gibt. So hatte ich von den großartigen Crackanory-Lesungen ja schon berichtet.

    Ebenfalls ein guter Startpunkt für die digitale Belletristik-Sammlung sind gemeinfreie Werke, die günstig rausgehauen werden…

  • Battle of the Bots: Rifftrax vs. MST3K


    Das Erste, was mir zu MST3k einfällt, ist eine lange Nacht in LA irgendwann in den 90er Jahren. Auf einem dieser obskuren terrestrischen Kanäle stieß ich erstmals auf eine Episode dieser Show, die nie (außer in Form einer Video-Veröffentlichung des Kinofilm-Spinoffs) nach Deutschland gekommen war. Es wurde irgendein italienischer Sandalenfilm veralbert. Ein Typ in Toga und mit Speer tritt ins Bild, Crow schreit "Pizza! Pizza!". Ich verstand den Verweis auf die Fastfoodkette "Little Caesars" und lachte mich halb schlapp. I was hooked.

    Das Zweite, was mir zu MST3K einfällt, ist meine Kündigung des legendären Video Watchdog-Magazins…

  • USB Stick Mania: The Ultimate Collection!


    Aus der Abteilung "wenn ich einmal in Fahrt komme…"

    Die Sache mit den USB-Sticks neulich hat mich nicht losgelassen. Fängt man an, sich auch bei chinesischen Versendern und Curiosity-Webseiten rumzutreiben, findet man noch viel, viel mehr lustige, schräge und teilweise bizarre Versionen der beliebten Massenspeicher.

    Es gibt auch tatsächlich Webseiten von Sammlern obskurer Sticks, kleinere Ausstellungen – oft allerdings mit konkreten kommerziellen Hintergründen.

    Und weil ich für meine Leser alles tue, habe ich mir die Mühe gemacht, satte 100 USB-Sticks für euch in einer Galerie zu sammeln:

    Habt ihr Favoriten…

  • Streitschrift: Martin Luther – King?


    Das vorab: Es geht mir bei diesem Artikel nicht um den Beitrag Luthers zur sittlichen, kulturellen oder theologischen Entwicklung unseres Landes. Das zu kommentieren bin ich nicht kompetent, das müssen andere übernehmen. Mag sein, dass die Schriften des Gelehrten die Gesellschaft als solche dauerhaft voran gebracht haben. Ich rede hier vom Mensch Martin Luther.

    "Ich brauchte etwas Brot und Butter, da traf ich im Laden Martin Luther, was auch nicht weiter verwunderlich war, weil’s ja ein Reformhaus war."
    (Otto Waalkes, eigentlich Robert Gernhardt)

    Allenthalben wird das Luther-Jahr gefeiert, dabei gibt es 2017 gar keine neuen Folgen…

  • B-Film Basterds 2017 Broviews (4) (NACHTRAG!)


    Vierter Tag, vierte Runde, viereckige Augen, vier fahr’n nach Lodz. Zu heiß draußen, zu stickig drinnen, Gefangene werden nicht gemacht, das cineastische "dumpster diving" erreicht einen neuen Höhepunkt.

    Den Einstieg macht ein klassisches C-Movie aus der Poverty Row, gedreht in sechs Tagen für gerade mal 12.000 Dollar von Veteran William Beaudine, der nicht ohne Grund den Spitznamen "one shot" trug. Eine gewisse Berühmtheit hat "Bela Lugosi meets a Brooklyn Gorilla" dadurch erlangt, dass Jerry Lewis alle rechtlichen und persönlichen Mittel einsetzte, den Film zu blockieren, weil er sich durch die Imitation von Sammy Petrillo geschädigt fühlte:

    Ehrlich gesagt verstehe ich die Ablehnung nicht, die dem Film hier bei den Basterds entgegen schlägt…

  • B-Film Basterds 2017 Broviews (3)


    Tag 3 der Basterds. Ich wälze mich nach sechs Stunden aus dem Bett, das Hirn so bleiern wie die Beine. Es gibt eine Art Festival-Paralyse, die träge und doof macht. Vermutlich ein Verteidigungsmechanismus der Psyche, die sich gegen den gezeigten Trash zu stählern versucht. Ich gehe das diesmal proaktiv an: rein in die Laufklamotten und raus in den Park, so sehr meine sterbliche Hülle auch "nöööhhh…" jault.

    Auf dem Weg in den Park an der Pegnitz stoße ich auf diese (vermute ich mal) Antifa-Aso-Kneipe – wieso hat der Doc uns da eigentlich noch nie hin eingeladen…

  • B-Film Basterds 2017 Broviews (2)


    Es ist schon kurios, dass ich am Basterds-Festival kritisiere, was ich am Fantasy Filmfest vermisse – die Zeiten zwischen den Filmen. Die sind hier nämlich zu üppig. Gerne mal eine dreiviertel Stunde, mangels Abkömmlichkeit des Saals am Vorabend sogar fast drei Stunden. Das ist Leerlauf, der sich nicht immer mit Snacks und Smalltalk rumbringen lässt. Aus dem Grund sitze ich jetzt auch nach dem halben Tag schon wieder im Hotelzimmer und nutze die Gelegenheit, die ersten Reviews zu schreiben, damit ich morgen vormittag ausreichend Zeit für ein Training im nahegelegenen Park habe…

  • B-Film Basterds 2017 Broviews (1)


    Es war kein leichter, aber ein erstaunlich störungsfreier Einstieg in das Festival. Ich hatte um 18.30 Uhr nämlich den letzten Termin auf dem Trainingsplatz, musste danach binnen 10 Minuten unter die Dusche, was trinken und Klamotten in eine Reisetasche schmeißen, um rechtzeitig auf der Autobahn Richtung Nürnberg zu sein. Rastatt und Karlsruhe sind ja immer sehr neuralgische Punkte, was das Verkehrs-, Unfall- und Baustellenaufkommen angeht, aber vermutlich wegen des Feiertags hatte ich Glück: freie Fahrt für diesen freien Bürger. Per Bluetooth Hörspiele und Popklassiker ins Soundsystem des Wagens pumpen, am atemberaubenden Sonnenuntergang und Heilbronn vorbei – läuft bei mir…