• Serien: First Look (8) – PRIMAL


    Genndy Tartakowsky ist eine Ausnahmeerscheinung, ein echter "auteur" unter den Zeichentrick-Schöpfern im Stile von Ralph Bakshi und John Kricfalusi. Er ist der lebende Beweis, dass das amerikanische Kommerzfernsehen eben doch nicht alles auf Mainstream bürstet, sondern in seinen Randgebieten zu künstlerischen Höchstleistungen in der Lage ist, von denen wir in unserem anspruchsvollen und förderwilligen TV-Markt nicht mal träumen können.

    Auch wenn er viel, viel mehr gemacht hat, ist Tartakowsky primär für zwei Serien bekannt. Da ist zuerst einmal die stilistisch mutige Sage von SAMURAI JACK:

    Die Serie lief von 2001 bis 2004 und bekam 2017 eine fünfte Staffel spendiert…

  • Serien: First Look (7) – TWO SENTENCE HORROR STORIES


    Vor mittlerweile auch schon fünfeinhalb Jahren (ich war jung – WIR waren jung!) habe ich einen Blogbeitrag über Horrorgeschichten gepostet, die maximal zwei Sätze lang, aber dennoch erstaunlich effektiv sind. Sachen wie:

    In all meinen Jahren in diesem Haus, das kann ich schwören, habe ich mehr Türen geschlossen als geöffnet. Ich schlafe niemals ein. Und doch wache ich immer wieder auf. Meine Tochter schreit und weint die ganze Nacht. Ich besuche ihr Grab und bitte Sie, damit aufzuhören – erfolglos. Es ist schon sehr schräg, dass der Sender CW (Home of the Arrowverse) daraus eine Horror-Anthologie gestrickt hat, die noch dazu quasi der Prolog der neuen TV-Saison wurde – sie lief im August und September quasi "außer Konkurrenz"…

  • Serien: First Look (6) – YEAR OF THE RABBIT


    Matt Berry ist in England ein "national treasure" – außerhalb des Königreichs kennen ihn noch viel zu wenige. Erstmals aufgefallen ist er mir als "Sanchez" in der GARTH MARENGHI’S DARK PLACE, einer sensationellen Parodie auf amerikanische TV-Horrorserien der 80er. Mit dieser musikalischen Interlude sang er sich augenblicklich in mein Herz:

    In IT CROWD tauchte er dann auch auf – und hier kann man seine spezielle, sehr brüllaffige Form von Humor schon perfekt genießen:

    In den letzten Jahren hat er drei Staffeln lang den Popanz in TOAST OF LONDON gegeben – einer Serie, die ihm auf den Leib geschneidert war:

    Dieses Jahr haben wir ihn schon in der Serien-Version von WHAT WE DO IN THE SHADOWS gesehen, auch wenn ich ihn dort nicht perfekt genutzt finde…

  • Flashback: Andreas Franz, Julia Durant und ich (NACHTRAG)


    Leser meines Blogs werden sich erinnern, dass ich im Bereich Drehbuch seit einigen Jahren gar nicht mehr unterwegs bin. Das ist fifty-fifty gewollt und gezwungen. Gewollt, weil ich meinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt nach Baden-Baden verlegt habe und wieder hauptberuflich journalistisch arbeite. Gezwungen, weil der Umzug auch die Netzwerke erst verdünnt und dann oft gänzlich aufgelöst hat. Ich bin in der Branche nicht mehr "drin".

    Das ist sicher auch der Grund, warum mir entgangen ist, dass am 14. Oktober schon die zweite Umsetzung eines Andreas Franz-Romans auf SAT.1 läuft…

  • Ein Plädoyer für STAR TREK ENTERPRISE: PIKE


    Aus der Abteilung "wird nicht passieren, sollte aber" Der Versuch von STAR TREK DISCOVERY, mit dem zweiten Captain der Enterprise (nach Robert T. April, vor James T. Kirk) und der Hinzunahme von Spock etwas Fan-Bauchpinselei zu betreiben, war gleichzeitig erfolglos und erfolgreich: zwar wurde die zweite Staffel dadurch etwas bunter und abwechslungsreicher, aber gerade im direkten Kontrast zeigten sich die Schwächen von DISCO (Schiff und Crew) noch einmal umso deutlicher. Michael Burnham, das ist "besorgter Dackelblick und ständiges Zaudern", Christopher Pike hingegen ist "schelmisches Zwinkern und mutiges Vorangehen"…

  • Serien: First Look (5) – CREEPSHOW


    Ahhh… <a href=" Da werden Erinnerungen wach. Stephen King und George Romero. Der erste Film, der dem Grusel der alten EC-Horrorhefte wirklich adäquat zu huldigen wusste. Was war das für ein Spaß in unserer Pubertät in den 80ern! Und was war das <a href=" für eine mittelmäßige Enttäuschung. Und was war der <a href=" Teil… nein, es gibt keinen dritten Teil. Das ist Konsens. Es gibt keinen dritten Teil.

    Man muss allerdings eingestehen, dass KEINER der Creepshow-Filme wirklich gut gealtert ist. Zu TALES OF HALLOWEEN habe ich vor ein paar Jahren geschrieben:

    "Letztlich nicht der neue „Creepshow“, aber wenn man sich den noch mal ansieht – nicht mal der alte „Creepshow“ taugt mehr zum neuen „Creepshow“"…