• Diet Diary: Zwischenstand


    Bei einer Diät ist nicht der Weg das Ziel, sondern das Ziel das Ziel – was manchmal etwas ermüdend sein kann. Hungern und sporteln sind für mich keine Werte an und für sich. Ich will damit etwas erreichen. Und in Ruhe sterben kann ich erst, wenn das Ziel erreicht ist.

    Das bedingt natürlich, dass ich mein Ziel kenne. Konkret: 90 Kilo und darunter. Konzeptionell: eine Gewöhnung an Sport und vernünftige Ernährung, um das auch zu halten. Sollte mein Interesse am Jogging anhalten, gerne auch mal ein Stadtlauf…

  • Days of dooring dangerously


    Der Kollege Mario Sixtus, nie um ein klares (wenn auch nicht immer wahres) Wort verlegen, bezeichnete den Verursacher des tödlichen Dooring-Unfalls in Berlin kürzlich als "rücksichtsloses Arschloch" – und in dem Atemzug gleich alle Autofahrer, die beim Öffnen der Tür Unfälle verursachen.

    „Außerdem finde ich, „rücksichtslose Arschlöcher im Auto“ sollte man „rücksichtslose Arschlöcher im Auto“ nennen und nicht „Dooring“.“

    Die Wutbezeichnung klingt gut, streitsam und holt angesichts des aktuellen Falls Beifall. Billigen Beifall, wie ich finde, aber man ist da ja nicht notwendigerweise wählerisch. Die Facebook-Crowd, sie kradolft entsprechend…

  • Humble bundle bragging


    Es ist mir fast schon ein Sport, das Tablet und das iPhone mit legalem kostengünstigen Content zu füllen. Das können WDR-Hörspiele ebenso sein wie Comicalben, die von Amazon für umme angeboten werden. Dieser Tage habe ich die ersten "Ms. Marvel"-Bände ebenso gelesen wie "The Incal" von Jodorowsky/Möbius. Beides sehr empfehlenswert.

    35 Klassiker der Weltliteratur (Moby Dick, Dschungelbuch, Alice im Wunderland) in einer illustrierten Fassung für 49 Cent? Don’t mind if I do.

    Es hilft, dass ich mich mit Begeisterung durch alle Genres und Epochen lese und nicht nach spezifischen Titeln suche…

  • Abandoned: Sony Playstation Fitness Machine


    Ich merke es auch gerade beim Sport wieder: Mein Gehirn braucht mehr Bewegung als meine Beine. Ich kann nicht einfach "an nichts denken" oder "die Umwelt auf mich wirken lassen". In der Badewanne, im Bett, an der Bushaltestelle, im Sprechzimmer des Zahnarztes – IRGENDWAS muss mich ablenken. Ich bin nicht gut auf "Standby".

    Natürlich ist auch DAS mal bei Dilbert angemessen illustriert worden:

    Deshalb besaß ich früher viele Reclam-Heftchen und hatte den SPIEGEL abonniert. Heute übernimmt das mein Tablet, im Notfall mein Smartphone.

    Es wird niemanden überraschen, dass ich auch im Fitnessstudio vor 20 Jahren weniger über mein (weitgehend erfolgloses) Training nachgedacht habe als über die Möglichkeiten, das Training etwas interessanter zu gestalten…

  • TV Kritik "7 days in hell" & "Tour de pharmacy"


    Heute kombiniere ich mal wieder zwei Reviews, weil die "Filme" (zu den Anführungszeichen kommen wir noch) von den selben Leuten für den selben Sender gedreht wurden, im gleichen Genre und mit den gleichen Stilmitteln.

    Andy Samberg ist sicher das größte Talent und das größte Geschenk, das uns "Saturday Night Live" in diesem Jahrtausend gegeben hat. Ihm verdanken wir unter anderem die grandiosen <a href=" von Lonely Island, die frühe Webserie "<a href=" 'Bu", die erfolgreiche Sitcom "Brooklyn Nine-Nine", und viele andere Comedy-Kleinode.

    Andy Samberg ist außerdem offensichtlich ein Fan von Sport- und Prominenz-Parodien…

  • Hamburg: Rabatz – Radau – Randale


    Ich habe mich komplett mit Kommentaren zurückgehalten, was den G20-Gipfel angeht – aus einem eher banalen Grund: ich bin momentan privat zu sehr eingespannt und finde das Thema obendrein unfassbar ermüdend. Nun fühle ich mich aber doch gerufen.

    Allen, die sich über die Ausschreitungen empören, möchte ich sagen: Echt? Das hat euch irgendwie überrascht, entsetzt, verärgert? Machen wir uns doch nichts vor: selbst wenn wir die Polizei komplett aus der Analyse subtrahieren, war das nicht nur vorhersehbar – es war unvermeidlich. Die große Politik kommt mit Pomp in die Stadt – die kleine Antifa macht Rabatz…

  • Nach dem Lauf ist vor dem Lauf


    Fangen wir mit dem Equipment an. Das ist der aktuelle Neuzugang in der stetig voller werdenden Sportschublade:

    Gut gegen Regen UND Sonne – außerdem hat mir die Trainerin den Tipp gegeben, das Teil bei Hitze in kaltes Wasser zu tunken. Hält die Fontanelle kühl.

    Ich habe meine Laufschuhe erstmals in der Maschine gewaschen, weil sie extrem staubig waren und sich wegen des Stoff-Mesch kaum von Hand reinigen lassen. Viele Webseiten raten dringlich von einer Maschinenwäsche ab, weil das die Kunststoffe in den Sohlen angreifen und lösen könnte…

  • Theater Kritik: Hyde/Jekyll


    Es ist durchaus ein Muster zu erkennen: Mit der LvA war ich schon in zwei Frankenstein-Aufführungen, einem Dracula-Musical ("Tanz der Vampire" habe ich schon vor 15 Jahren in Wien gesehen), "The Woman in Black" und "Ghost Stories". Grusel auf der großen Bühne hat einfach seinen Reiz.

    Kein Wunder, dass wir uns die Gelegenheit nicht haben nehmen lassen, eine neue Interpretation von "Dr. Jekyll und Mister Hyde" im Baden-Badener Theater anzuschauen, noch dazu bei der Uraufführung und in der eigenen Box direkt neben/über der Bühne.

    Nun ist die Story nicht neu und wurde schon dutzendfach verfilmt (u.a…

  • Hyperland Redux (10): „Defiance“: Science Fiction als Crossover-Multimedia-Experiment


    Originaltext April 2013:

    Praktisch zeitgleich startet in diesen Tagen in mehreren Ländern eine neue Actionserie, die altbekannte Motive des Westerns in eine ferne Zukunft überträgt. Aus Indianern werden Aliens, aus Pferden Motorräder, und die Stadt St. Louis wird zum futuristischen Fort Alamo. Spannend ist „Defiance“ aber hauptsächlich deshalb, weil die Produzenten parallel zur Serie eine riesige Online-Welt geschaffen haben. TV-Episoden und Game sollen sich gegenseitig befruchten. Ob die Rechnung aufgeht, ist noch völlig offen.

    Es ist ein mutiges Konzept, das steht außer Frage. Bisher schuf der Erfolg in einem Medium den Bedarf im anderen…