• Saturn? Du mich auch.


    Uns geht es wie vielen Menschen, die wegen Corona ihren Konsum umstellen mussten: was immer geht, kaufen wir "local", besonders Lebensmittel. Wir unterstützen dabei regionale Betriebe und holen auch immer wieder Essen von kleinen Restaurants, die wir nicht eingehen sehen wollen.

    Davon ab – online is king. Wir haben schon früher sehr viel im Internet bestellt, und das hat noch zugenommen. Meistens ist die Experience ganz okay, auch wenn man mal was zurück schicken muss. So ist Kleidung ja immer eine hakelige Sache: neulich habe ich einen Kaschmir-Pullover im Überformat XXL bestellt, weil es nur noch diese Größe gab – ich dachte: kein Problem, ist der halt gemütlich weit fürs Lounging daheim…

  • Traumpaar Chromecast & Mobdro: Vom Tod des Grauen Ritters


    Ich bin extrem zufrieden mit dem Chromecast mit Google TV, gerade weil ich ihn nach einer anfänglichen Euphorie auf seine Grundfunktionen reduziert habe. Wir schauen Fernsehen, hören Musik, gucken Fotos, streamen Inhalte von meinem Google Drive, surfen YouTube. Die Wolf-Oberfläche ist dabei so individualisiert und reduziert, dass die ganzen Streaming-Dienste, die uns solche Sticks üblicherweise anbiedern wollen, gar nicht nennenswert auftauchen. It just works.

    Seit heute habe ich auch noch einen Mauszeiger installiert, der es mir ermöglicht, Apps zu nutzen, die nicht für die Steuerung über die Fernbedienung gedacht sind…

  • Neusprech: Das Wörterbuch 2021


    Offizielle Kundgebung: Angesichts des Erfolges des Begriffes LOCKDOWN hat die Bundeslegierung unter Angela Mörtel beschlossen, relevante Ereignisse und Events durch ähnliche Schlagworte zu kennzeichnen. Man möge ab dem 1.3.2021 mit Ende der 20.00 Uhr Tagesschau auf folgende Formulierungen zurückgreifen:

    Bahn entgleist = Lokdown
    Uhr im Eimer = Clockdown
    Keine Lust = Bockdown
    Vampir erledigt = Pflockdown
    Enterprise kaputt = Spockdown
    Klausurzeit rum = Blockdown
    Chinapfanne leer = Wokdown
    Börsencrash = Stockdown
    Versailles gesprengt = Barockdown
    Lemmy tot = Monstersofrockdown
    Halterlose Strümpfe = Sockdown
    Schneefall = Flockdown
    Betrunkener Arzt = Docdown
    Skilift öffnet = Grogdown
    Storch im Anflug = Frogdown
    Saubere Luft = Smogdown
    Internet kaputt = Tiktokdown
    Holzfäller im Einsatz = Logdown
    Wohnung gewischt = Mopdown
    Happy Hour = Schluckdown

    Die Verwaltung dankt Prof…

  • Die vorhersehbare Bruchlandung der Roland Emmerich-ORION


    Wie ihr wisst, hatte ich in allem, was deutsche SF angeht, irgendwie die Finger drin. Perry Rhodan. Ice Planet. Astro Saga. Lexx. Einige Sachen habe ich sogar selber geschrieben. Lost City Raiders. Post Impact. Sumuru.

    Wer sich wirklich auskennt, der wird bemerken, dass in der Aufzählung was fehlt. Die Abenteuer eines gewissen schnellen Raumkreuzers. Und ja, bei ORION X war ich auch dabei. Vielleicht ist das eine Geschichte, die nach fast 25 Jahren mal ausführlicher unter die Leute gehört.

    Es muss um 1996 gewesen sein…

  • Wochenend-Watching


    Der Artikel gestern war lang und mühsam, darum heute mal entspannt und mit viel Fremd-Content. Ich gehe meinen YouTube-Verlauf durch und zeige euch ein paar Videos, die mir in den letzten Wochen gefallen haben.

    Criterion ist in vielerlei Beziehung der Maßstab in Sachen Film-Restauration und hochwertiger Kino-Ware – hier kann man mal schön sehen, was für ein Aufwand in die Rettung ramponierter Rollen gesteckt wird:

    Ein polnischer tschechischer Star Trek-Fanfilm? Sieht erstaunlich gut aus:

    Es liegen einige DC Animated-Streifen bei mir auf Halde – der hier sieht schon im Trailer besser aus als JUSTICE LEAGUE:

    Der Versuch, mit Quibi neue Serien- und Filme in Häppchenlänge zu verkaufen, ist längst gescheitert…

  • 100 Jahre Wortvogel: Blog-Battles


    Ich habe festgestellt, dass sich in meinem "Entwürfe"-Ordner des Blog-Editors mehr als 40 unveröffentlichte Beiträge befinden. Oft nicht mehr als Titel und erste Zeilen, die ich dann aus Langeweile oder mangelnder Stringenz nie beendet habe. Eine Art Resterampe, teilweise fast 10 Jahre zurück reichend. Heute wollte ich diesen Ordner mal konsequent löschen – und habe festgestellt, dass ein paar der Fragmente durchaus noch dafür taugen, ausgebuddelt, abgestaubt und aufgehübscht zu werden.

    So wollte ich 2012, zum 6. Geburtstag meines Blogs, noch einmal kurz die großen Blog-Battle rekapitulieren, die ich bis dahin ausgetragen hatte…

  • Operation Wortvogel: The Return


    Wo waren wir? Krankenhaus, richtig. Mein Frau lieferte mich Montag pünktlich ab, mir wurde ein Zimmer zugewiesen (nicht dolle, aber ich habe auf Reportagereisen in Hotels schon schlechter gewohnt), und dann hieß es warten.

    Nach anderthalb Stunden kam eine Schwester, ich zog mir das OP-Leibchen über und die Schluppen. Wahrlich, es ist kein würdiger Gang durch das Krankenhaus, kaum bekleidet und mit einem Umschlag voller Krankenakten in der Hand.

    Wenigstens ist anhand des EKG beweisbar, dass der Wortvogel ein Herz hat:

    Der OP-Tisch war unter dem Einmal-Tuch mit einer Art Gel-Polster überzogen…

  • Mein Haus wird kein Haus: Das Ende


    Ich habe von dem kleinen Häuschen in Bramel, das meiner Oma gehörte und in dem ich oft die Ferien verbrachte, schon erzählt. Auch davon, dass es nach mehreren Besitzerwechseln so aussah, als würde es herrenlos verfallen.

    Ich erinnere mich gut, wie das Haus zu seinen besten Zeiten aussah – das war in den 80er Jahren, als Oma ebenso noch lebte wie ihr Schäferhund Lux.

    Aber schon damals war es kein "schönes" Haus. Es war ein Einfachbau ohne Keller und mit verrottetem Dachboden, wo immer nur notdürftig geflickt worden war, wenn meine Oma das Geld hatte…

  • Zwerg Nase: Operation Wortvogel


    Eigentlich bin ich total gesund, meine Blutwerte, Lunge & Herz, Stoffwechsel: prima Klima im Hause Wortvogel. Aber ich habe diese Neigung, mir immer mal wieder Kuriositäten einzufangen. Über die Jahre habt ihr ein paar meiner Malaisen miterlebt – Vergiftung durch Kaktussaft, Zahnwurzel-Entzündung, Talgknoten, Campylobacter-Infektion.

    Einiges davon war von langer Hand vorbereitet.

    Reden wir zum Beispiel mal von einer Nase. Es ist keine schöne Nase (etwas knubbelig), aber es ist meine Nase. Bis ich ungefähr 13 war, hatte ich mit ihr auch keine nennenswerten Probleme. Dann drehte sich ein Klassenkamerad bei einer vergleichsweise banalen Konfrontation um und schlug saftig zu…