Letzte Artikel


  • Tag der Jugend: meet yourself


    Gestern war Tag der Jugend, wie ich im Radio gehört habe, und die Moderatorin stellte mal wieder die beliebte Frage: was würde man sich selber sagen, wenn man seiner jugendlichen Persona begegnen könnte? Ein Zeitreise-Experiment: Noch mal zurück in das Jahr, in dem du 14, 16, oder 18 warst. Eine Chance, dich vorzubereiten, zu warnen, zu belehren. Nicht ausführlich, nicht konkret.

    Nur ein Satz.

    Ich greife das nur deshalb an dieser Stelle auf, weil ich mir die Frage oft gestellt habe und auch eine relativ unumstößliche Antwort habe…

  • Ferkelsköpfe und Wichtelhirne: Das Beste aus dem Lexikon der Hölle (2)


    Da sind wir auch schon wieder – es gibt noch eine ganzen Haufen schlechter, gar nicht so schlechter und richtig guter Filme, die vom Duo Hahn und Jansen mit Gülle übergossen werden müssen, ohne dass so richtig klar wird, warum. Eine extrem pubertäre Form der "Filmkritik", die ich genau deswegen in Anführungszeichen setze.

    Und ja, ich habe mich extra für euch durch die 500+ Seiten gequält. Ich spinne.

    WARNUNG ! Bei den Trailern werden wieder keine Gefangenen gemacht!

    Das Leichenhaus der lebenden Toten Es wird langsam eine lahme Leier – Hahn und Jansen können nicht fassen, dass jemandem gefällt, was ihnen so schmerzhaft missfällt:

    Dieser »harte Horrorfilm der neuen Welle« (Hans D…

  • Ferkelsköpfe und Wichtelhirne: Das Beste aus dem Lexikon der Hölle (1)


    Graben wir uns mal wieder ganz tief in die Nische. Wie tief? Ich habe ein fast 40 Jahre altes Filmlexikon nach kuriosen Stellen durchforstet und diese gesammelt. Es ist mein fester Glaube, dass ich bei der aktuellen Entwicklung so weit kommen werde, dass die Zielgruppe meiner Beiträge 1 beträgt. Mich selber.

    Man kann über die diversen Genre-Lexika von Hahn, Jansen & Co. sagen, was man will – gut waren sie nicht, aber maßgeblich. Horrorfans meiner Altersklasse hatten in den 80ern quasi keine Alternativen. In den preiswerten Taschenbüchern haben wir erstmals von Argento gelesen, von Carpenter, von Fulci…

  • Uhrmacherhäusl-Requiem: Der schöne Schein des Widerstands


    Es fing mit einer kleinen Geschichte an, die ich über das Haus erzählen wollte, dem ich 2009 gegenüber wohnte. Ein kleines, hässliches, verfallendes Haus in einem Viertel, das in den letzten 20 Jahren massiv modernisiert worden war. Ein Relikt, ein Schandfleck. Der damalige Eigentümer, das wissen wir heute, hielt das marode Gebäude selber für nicht sanierungsfähig.

    Ich hatte damals ein Foto gemacht, aber man kann es sogar noch ein bisschen besser auf dem veralteten Material von Google Streetview sehen:

    Im September 2017, ich bereitete mich gerade auf das Fantasy Filmfest vor, kam es dann zu einem Skandal, der die Lokalpolitik auf Jahre hinaus erschüttern sollte: ein Bagger versuchte plötzlich, das Haus dem Erdboden gleich zu machen…

  • 50 Jahre rote Ohren: Ich (und) der Playboy (NSFW)


    Es macht nicht mehr die Welle, die es vielleicht in den 80er oder 90er Jahren gemacht hätte, aber: der deutsche PLAYBOY ist 50 Jahre alt geworden.

    Tatsächlich gibt es viel zu feiern, wenn auch teilweise mit einem etwas faden Beigeschmack: der deutsche Playboy ist die am längsten durchgehend erscheinende Ausgabe weltweit. Seit August 1972 jeden Monat. Das hat nicht mal das US-Vorbild geschafft, denn das Original kam zwar 1953 auf den Markt, wurde aber 2020 eingestellt (dazu in einem separaten Beitrag mehr).

    Es wird niemanden überraschen, dass ich mich als heterosexueller Teenager in den 80er Jahren sehr für den Playboy interessiert habe…

  • Final Thoughts: THE ORVILLE: NEW HORIZONS (spoilers)


    Die dritte Staffel ist rum – vielleicht die letzte. Zumindest gibt es momentan keine Anzeichen, dass Hulu oder MacFarlane weitere Episoden planen. Was eine Schande ist. Denn THE ORVILLE ist wahrlich nicht perfekt, aber immer noch das perfekte Gegenmittel zum überblasenen und auf vom eigenen Aufwand besoffenen aktuellen STAR TREK-Universum. Es ist "das bessere Star Trek", wobei "besser" auch diesmal primär heißt, dass sich THE ORVILLE an klassischen TNG-Motiven bedient und in Sachen Aufwand und Inszenierung eher an die 90er erinnert. Hier wird gezeigt, was das Drehbuch verlangt – nicht mehr…