Letzte Artikel


  • Wasserstandsmeldung


    Ich bekomme immer wieder das Feedback (und mag es kaum glauben), dass Leute hier täglich vorbeischauen, ob es was Neues gibt. Besonders jenen wird aufgefallen sein: aktuell tote Hose. Schweigen im Walde.

    Das hat ganz pragmatische Gründe. Ich arbeite an zwei neuen Heften gleichzeitig, war 12 Tage auf Mallorca in Urlaub, habe das B-Film Basterds-Festival in Nürnberg besucht, und muss am Wochenende nach Marburg. Es fehlt die Zeit. Nicht nur für neue Beiträge, sondern für die neuen Folgen STRANGE NEW WORLDS oder ORVILLE. Das schmerzt…

  • Die Popcharts 1988: The Fall of Modern Talking and the Rise of Stock, Aitken & Waterman


    1988 ist ein sehr ambivalentes Popjahr – man kann sehr viel mitsummen, oft sogar mitsingen, ohne es notwendigerweise gut finden zu müssen. Die grausame Modern Talking-Ära ist endlich vorbei, Italo-Disco wird durch die Hintertür aus dem Saal befördert, bewährte Bands wie Depeche Mode, INXS, Erasure und a-ha bleiben eine sichere Bank.

    Kehrseite: viel gesichtsloser Radio-Pop, den man irgendwie kennt, ohne jemals die Namen der Interpreten gelernt zu haben. Nach dem Ende von Modern Talking hat Bohlen Zeit, sich selbst und ein halbes Dutzend anderer Sänger zu produzieren – gefühlt ist er noch präsenter als 1987…

  • Sturm auf die Festung Wortvogel


    Das Leben des Bloggers ist amüsant, aber nicht ungefährlich. Das gilt besonders, wenn man die Angewohnheit hat, unangenehme Wahrheiten auszusprechen.

    Irgendwer fühlt sich immer auf die Füße getreten, die Floskel "das übergebe ich meinem Anwalt!" höre ich immer wieder – und zucke mit den Schultern. 90 Prozent der Leute, die ihren Anwalt einschalten wollen, haben keinen Anwalt. Und 90 Prozent der Leute, die ihren Anwalt einschalten, bekommen von ihm den guten Rat, sich nicht mit dem Versuch einer Klage zum Deppen zu machen.

    Fakt ist ja: Ich kenne die rechtlichen Rahmenbedingungen ziemlich gut und bleibe üblicherweise in ihren Grenzen…

  • Scharlatan-TV


    "There’s a sucker born every minute."
    (angeblich P.T. Barnum)

    Ich bin im Urlaub – was mich nicht davon abhält, an der größten Blogreihe der Wortvogel-Geschichte zu arbeiten (dazu demnächst mehr). Nun gehört es zu den Eigenheiten der Recherche, dass man immer wieder Sachen ausgräbt, die nicht ganz zum Thema passen, in der Ballung aber selber einen Beitrag wert sind. Ein Spinoff quasi, die COLBYS zum deutlich populäreren DENVER-CLAN.

    Ebenso gehört es zu den Eigenheiten der Recherche, dass der Spinoff ein Eigenleben entwickelt, wenn man ihn genauer betrachtet…

  • BryanAir – wo man Kotztüten schon für die Buchung braucht


    Ja, ich nenne es mal wieder BryanAir. Aus rechtlichen Gründen. Und es geht wieder um London. Machmal könnte man denken, ich wäre nicht lernfähig. Aber das stimmt nicht. Ich tappe nur jedes Mal wieder in das Spannungsfeld zwischen

    "Will ich mit BryanAir für 80 Euro zu den perfekten Zeiten nach London fliegen, so dass mir von den vier Tagen auch vier Tage bleiben?"

    oder

    "Will ich mit den Lufthanseln für 500 Euro nach London fliegen zu Zeiten, die mir von vier Tagen mindestens anderthalb versauen"…

  • Go home, Facebook, you’re drunk


    Ich bin auf Facebook mal wieder "sanktioniert" – das ist so etwas wie "auf Bewährung". Kein komplettes Schreibverbot, aber blauer Brief an die Eltern und ohne Abendessen ins Bett. Weitere 4 Tage kann ich nicht in abonnierte Gruppen posten und für satte 27 Tage werden meine Postings im Feed herabgestuft. Wenn ich das richtig verstehe, betrifft das meine Reichweite auf Facebook, die mir Gottseidank völlig schnuppe ist.

    Nun kenne ich das schon – einmal etwas unglücklich salopp formuliert, einmal aus Versehen ein Nippel im Hintergrund, schon brüllt der Facebook-Algo:

    Nazis, Spinner, Lügner, Psychopathen oder beliebige Kombinationen davon…