• Neuzugang


    Ich sammle nichts. Keine Nilpferde, keine Warcraft-Figuren, keine afrikanischen Fruchtbarkeits-Statuen, keine Briefmarken. Was ich an Büchern habe, das brauche ich auch. Genau so sieht es mit DVDs aus.

    Aber der Mensch braucht ein Hobby. Und da ich großartige Cartoonisten verehre, habe ich mich entschieden, Original-Zeichnungen zu sammeln. Das ist kein seltenes, und daher umso teureres Hobby. Aber es nimmt wenig Platz weg.

    Rattelschneck bewundere ich schon sehr lange, und auf der Webseite kann man nun auch Originale kaufen. Meinen Favoriten ("Zwei Mikrowellen-Herde? Respekt!" "Klar – zum überspielen")…

  • Satz der Woche – ach was, des Monats!


    Ellen Tauscher ist Demokratin, und "Vorsitzende des Untersuchungsausschusses für Strategische Streitkräfte im Repräsentantenhaus". Steht zumindest im neuen SPIEGEL. Dort wird sie nämlich interviewt.

    Es geht um den Raketen-Schild, der vielleicht nicht funktioniert, der uns vor einer Gefahr bedrohen soll, die vielleicht nicht besteht, und der mindestens 4 Milliarden Dollar kostet. Wenigstens spaltet er dafür die westliche Allianz.

    Nun sollte man meinen, Madame Tauscher hätte auch jenseits des parteipolitischen Kalküls Verständnis für Europäer, die ungern hastig und ohne Absprache Großwaffensysteme im Vorgarten installiert haben möchten.

    Mitnichten:

    14 Worte, die sehr viel über das Selbstverständnis der Amerikaner aussagen…

  • 3:0 für die Verdammten


    Endlich mal wieder ein Pflichtprogramm – die fünf Teile einer "Nightline"-Diskussion zum Thema "Gott ist wissenschaftlich beweisbar".

    Ich hatte vom christlichen Radikal-Konvertierer Ray Comfort ein wenig mehr Substanz erwartet – seine Argumentation ist so transparent, dass selbst ich sie lässig abgebügelt hätte.

    Mindestens ebenso unterhaltsam wie die Auseinandersetzung fand ich zwei Kommentare zu den Videos.

    "Rapid Rationalist" Brian hatte seine ziemlich scharfe Freundin Kelly dabei, die in High Heels und mit beängstigender Oberweite über wissenschaftliche Methodik referierte (sie selber scheint gleich diversen Gesetzen der Statik zu widersprechen)…

  • Wider das BILD-Monopol!


    … auf schlampige Recherche und dumme Fehler.

    SPIEGEL, Ausgabe 1/99:

    Man kann das für eine Kleinigkeit halten, den Lapsus Memoriae eines Redakteurs, der für Banalitäten wie Groschenromane kein Interesse zeigt. Aber die wirkliche Frage ist doch: Wenn der SPIEGEL bei Alltäglichkeiten schlampt, wie steht es dann mit der Faktenlage bei Themen, die wir selber nicht überprüfen können? Deuten Fehler im Kleinen nicht auch auf Fehler im Großen?

  • 6:3 – Heimsieg für Absurdistan


    In der Ronald Reagan-Bücherei in Simi Valley stellten sich zehn republikanische Bewerber um die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten den Delegierten. Im Stil von "7 Tage, 7 Köpfe" durften Leute wie McCain, Giuliani und der Mormone Mitt Romney um die Gunst der eigenen Partei buhlen.

    Mittendrin die Frage des Moderators: "Wer von Ihnen glaubt an die Evolutionstheorie – Handzeichen, bitte?"

    Drei Hände, zögerlich (Brownback, Tancredo, Huckabee). McCain als einziger "sowohl als auch" irgendwo dazwischen. Sechs dagegen.

    Noochmal: Sechs Kandidaten der Republikaner leugnen die Evolution. SECHS. 60 Prozent…

  • Friendly Fire


    Beim Medienblogger las ich die Meldungüber eine Dokumentation zweier Kanadier, die Manipulationen und Verfälschungen in den Filmen von Michael Moore nachweist. Die Dokumentation, "Manufacturing Dissent" (ein Wortspiel auf die Chomsky-Arbeit "Manufacturing Consent"), kommt von links, verurteilt Moore als eitel, unehrlich und tendenziös.

    Und hier ist meine Antwort.

    Journalismus ist tendenziös. Schon die Auswahl eines Themas, die Wahl der Gesprächspartner – alles zeugt von der Meinung der Macher. Und das ist richtig so – in einer komplizierter werdenden Welt herrscht kein Mangel an Information, sondern an deren Einordnung und Bewertung…

  • Fundsache


    Mitunter wühle ich in alten Emails, der Nostalgie wegen. Das ist einfach, weil ich jede Email seit 1997 in Textform auf meiner Festplatte gespeichert habe. Schon komisch, wenn man recht private Nachrichten von Leuten liest, an die man sich gar nicht mehr erinnern kann. Manchmal ist diese Stocherei in der Vergangenheit auch für einen Lacher gut.

    1998/99 produzierte RTL nach dem schon nicht geglückten TV-Film "John Sinclair: Die Dämonenhochzeit" noch eine kurzlebige Serie, die allerdings dermaßen missglückte, dass es eine Weile lang so aussah, als würde sie gar nicht ausgestrahlt…

  • Im Ring: Ray gegen Bradbury!


    "The Illustrated Man" (1969) vs. "Something wicked this way comes" (1983)

    Es ist mal wieder soweit: Zwei Filme eines vergleichbaren Themenbereiches steigen in den Ring, um zu zeigen, bei wem und wo der Hammer hängt.

    Die Herausforderung: Heute lautet das Thema „Kaputtentwickelte Studio-Grossproduktionen nach Ray Bradbury-Vorlagen“. Sowohl „The Illustrated Man“ als auch „Something wicked this way comes“ mussten regelrecht in Produktion geprügelt werden, machten diverse Skript-Änderungen durch, und entfernten sich im Laufe der Zeit immer weiter von den Vorlagen. Vorab scheint es mir angebracht darauf hinzuweisen, dass Bradbury zu meinen Lieblingsautoren aus dem Bereich SF/Fantasy gehört…