Thema: Mix
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Normalerweise verkneife ich mir launige YouTube-Links, weil ich gerne originäre Inhalte präsentiere. Mein Blog soll kein Verweis-Friedhof sein, der Karteileichen präsentiert.
Aber heute kann ich nicht anders, und verweise auf das:
Es handelt sich bei den fünf Clips um eine Sonderausgabe der Nachtshow "Tomorrow with Tom Snyder" aus dem Jahr 1976. Zu Gast sind diverse Star Trek-Darsteller, ein Con-Veranstalter – und Harlan Ellison.
Ein paar erklärende Worte dazu: Würde ich eine Gottheit anbeten – Harlan wär’s. Ein Mann von Wortgewalt und Einfallsreichtum, die mich erschüttern…
Zwischen meinem Haus und dem Haus des Nachbarn ist so eine Art Patio. Davon war nicht soviel zu sehen, weil bis dato ein über das gesunde Maß gewachsener Baum Sicht und Platz nahm. Der Baum gab kürzlich in einem schweren Sturm sein Leben, und wurde nun zerstückelt und abtransportiert.
Man wundert sich, wieviel Raum auf einmal auch in "München downtown" zur sommerlichen Entspannung bereit steht:
Und wo Platz ist, ist auch Bedarf – prompt gibt es ein paar neue "Zugezogene":
Es sind Nachbarn der unverschämtesten Sorte: Machen den ganzen Tag Krach, und stänkern rum, wenn man nur in ihre Nähe kommt…
Wäre ich kein fauler Sack – ich würde auf der Straße tanzen.
Wie ich schon erwähnt habe, bin ich ein Freund und Sammler von Original-Artwork. Poster an die Wand kleben kann jeder – aber wer hat schon die Gemälde, auf denen die Poster basieren?!
Leider ist solche Artwork immer sehr teuer, und gerade bei Spezial-Auktionen überbieten sich die (Wiederver)Käufer. Vierstellige Preise sind die Regel, selbst bei obskursten Objekten.
Nun trifft es sich gut, dass ich gerade an einem Buch über den B-Film-Produzenten Charles Band arbeite, der aus Geldmangel tonnenweise Artwork und Requisiten verkauft…
Ich will mich zu dem Thema eigentlich gar nicht lange auslassen. Mit fällt nur immer wieder auf, wie einfallslos und schlichtweg schlecht deutsche Kinoposter sind. Da wird mit extrem unschar- fen Bildern gearbeitet, händisch Material zusammen geklebt, ein halbes Dutzend Schriftarten kreischt um Aufmerksamkeit, es gibt keinen visuellen "key", die Farbphilosophie glänzt durch Abwesenheit, knackige Textzeilen sind Mangelware, und oft genug weiß man nach der schmerzhaften Ansicht nicht einmal, welches Genre da bedient werden soll.
Kurz: Es gibt kein grafisches Grundverständnis, und von Photoshop hat bei den Verleihern auch noch keiner was gehört…
Die Benimmregel, dass man sich selber nicht loben soll, gilt für mich nicht. Ich lobe mich gerne selbst. Ich bin ganz allgemein ziemlich begeistert von mir selber, und mein Leben ist hart an der Grenze zur Perfektion.
Da bleibt es nicht aus, dass ich mitunter mal Ideen habe, die ich als weltbewegend, bahnbrechend und revolutionär erachte. Perpetuum mobile? Habe ich mit 10 Jahren entwickelt. Hungerkrise? Gelöst 1985. Israel-Konflikt? Seit 1992 kein Thema mehr. Bestseller von Michael Crichton und Hollywood-Blockbuster wie "Highlander" hatte ich so sehr bis ins Detail vorausentwickelt, dass ich die Produzenten verklagt hätte – wenn ich mir einen Anwalt hätte leisten können…
Dumm gelaufen: In der SZ über das Geschäftsmodell des Arbeitgebers gestänkert, rausgeflogen, und nun rumjammern, dass damit ja nicht zu rechnen war.
Doch, damit war zu rechnen.
Besonders heuchlerisch finde ich die Geißelung einer Finanzierungsform, die Sie selber für Ihr Projekt "Die Päpstin" akzeptiert hatten.
Natürlich war zu erwarten, dass Sie als hehrer "Künstler" nun gegen die skrupellosen "Geschäftemacher" wettern, als ginge es mal wieder um den Untergang des kulturellen Abendlandes in Form vom – natürlich – heimischen Bildschirm (der, aber das nur am Rande, diverse Ihrer Projekte finanziert hat, seit es im Kino nicht mehr so gut läuft)…
Bevor ich nächste Woche mit ausführlichen Berichten und Kritiken vom Fantasy Filmfest 2007 beginne (und danach eine Reihe mit Beiträgen zur Drehbuchschreiberei starte), möchte ich noch ein wenig "aufräumen". Schließlich hatte ich versprochen, weitere Galerien mit mehr oder weniger lustigen Gruselroman-Covern zu präsentieren.
Gesagt, getan. Heute begeben wir uns mit John Sinclair auf eine Städtereise rund um die Welt. Der Mann kommt rum. Er könnte vermutlich längst für "Merian" oder "Geo" schreiben. Und ihr ahnt es schon – wo immer der Inspector vom Yard auftaucht, wimmelt es von Monstern, Mutanten und schlechten Alliterationen…
… ich verbringe MEINEN Samstag nicht damit, den neuen Harry Potter-Roman zu lesen.
Ich habe KEINEN Harry Potter-Roman gelesen.
Ich habe KEINEN Harry Potter-Film gesehen.*
Ich mag es aber auch niemandem missgönnen. Wer sich jedoch schämt, dass er Jugendliteratur verschlingt, soll sich halt ein alternatives Cover runterladen.
* Das ist nicht gänzlich wahr – diesen Film habe ich gesehen.
SPIEGEL, um Gottes Willen, SPIEGEL! Mach es mir doch nicht so schwer, dich zu lieben und zu verteidigen! Wie soll ich denn SOWAS rechtfertigen:
Da gibt es ein Produkt, das wie ein Merkmal einer Religion/Kultur klingen kann (je nach Aussprache). Und dieses Merkmal kann man für ein Symbol der Frauenunterdrückung halten. Und wenn man all das unbedingt glauben will, kann man sich natürlich auch prima darüber aufregen. Dann ist es kein großer Schritt mehr, bis man sich tatsächlich einreden kann, dass ein Discounter genau das beabsichtigt hat…