Thema: Mix
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So nichts dazwischen kommt, bringt mich morgen der Zug in die Heimat, damit ich im Kreise der Lieben den Heiligabend verbringen kann. Zehn Stunden Fahrt für zwei Stunden "James Last plays Christmas" und Rehrücken in Rotweinsauce – irgendwann rechne ich das mal gegen…
Auch auf Grund der berichteten Arbeit an meinem Roman ist es mir heuer gelungen, dem Trubel komplett aus dem Wege zu gehen. Einziges Zugeständnis: Eine flinke Wanderung über den Weihnachtsmarkt am Opernpalais in Berlin gestern.
Ich wünsche der (noch) überschaubaren Zahl meiner Leser daher ein Frohest Fest in vergleichbarer Weise…
Die "Daily Show with Jon Stewart" zu loben ist kein Trendsetting mehr, seit deutsche Programmchefs das Format des Comedy Central-Kanals immer wieder als Leuchtturm für "neue Comedy" anführen.
Gestern erlaubte sich Jon Stewart allerdings einen Gag, dessen Pointe eigentlich nur deutsche Zuschauer zu würdigen wissen: es ging um die für amerikanische Ohren albernen Namen der UNO-Generalsekretäre am Beispiel des Neulings Ban Ki-moon, der bald Kofi Anan ablöst.
Stewart witzelte darüber, dass es noch Kandidaten mit schlimmeren Namen hätte geben können, und illustrierte das mit einem beliebig gephotoshoppten Bild…
Mein Blog heißt nicht ohne Grund "Wortvogel". Ich liebe Wörter. Ich liebe Sprache. Ich liebe alles, was daraus hervorgeht – Gespräche, Bücher, Lieder, Theaterstücke, Filme. Wer mich kennt weiß: Der Dewi redet genauso gerne, wie er schreibt.
Sprache ist mehr als die Übermittlung von Information, oder die Verbalisierung von Gedanken und Gefühlen. Sprache hat Ebenen, Subtexte, Geheimnisse, Codes. Wir verstecken in ihr oft mehr, als wir enthüllen.
Sprache ist auch Macht, und wer sich die Sprachhoheit sichert, kontrolliert eine der Stellschrauben menschlicher Kultur, und letztlich der Geschichte…
Realistische Dialoge, glaubwürdige Charaktere – der Wortvogel präsentiert seinen neuen Lieblingsfilm:
Bei der "Darstellerin" handelt es sich übrigens um Porno-Aktrice Gina Janssen, die Ende der 70er auch mit Jess Franco drehte.
… habe ich schon mal den Winter eingeladen …
Und siehe da: Es mag ja verfrüht sein – aber es schreibt sich über die eisigen Nordmeere für "Die Rache der Nibelungen" leichter, wenn die Atmo stimmt.
Zum Wochenende ein Augenschmaus – das wohl coolste Auto der Welt. Keine Science Fiction. Der Dodge Dart als Modellstudie, Baujahr 1956. Leider war das endgültige Modell nicht ganz so visionär…
Dieses Poster zu dem Film "102 Dalmatiner" hat mich vor ca. drei Jahren wochenlang verfolgt. Irgendwas stimmte hier nicht, aber es schien mir unmöglich, den Fehler aus meinem Augenwinkel in das volle Blickfeld zu zerren.
Eigentlich ja kein ungewöhnliches Motiv – ein süßer Hund, der Werbung für einen Film mit noch viel mehr süßen Hunden macht.
Und doch…
Grummelgrübeldenk…
Schließlich traf mich die Erkenntnis, wie sich das gehört – wie der Blitz: Disney hat den ersten Hund ohne Arschloch gezüchtet!
Jetzt kann ich ruhig schlafen…
SPIEGEL online hat drei Kasachen in "Borat" geschleppt, um deren erwartbare Empörung zu dokumentieren. Und prompt stellen sich die Studenten eingeschnappt die Schlüsselfrage, die jeden bewegt, der erstmals durch den Kakao gezogen wird: "Warum gerade wir?". Beleidigung der Fahne, der Ehre, des Präsidenten, blablabla, etc. pp.
Die Autorin Anna Reimann hätte den beleidigten kasachischen Leberwürsten erklären können, warum – durch ein einfaches "warum nicht?".
Deutschland ist nämlich nach 50 Jahren Nazi-Witzen und Weißwurst-Klischees komplett kakaoresistent, und man freut sich schon, wenn die Parodie halbwegs originell ausfällt wie bei der "Saturday Night Live"-Reihe "Sprockets"…
Als Gegner und gleichzeitig williges Opfer der fortschreitenden Amerikanisierung unserer Gesellschaft stehe ich Halloween konsequent ambivalent gegenüber. "Süßes oder Saures" kann mit "Trick or Treat" nicht mithalten, die Simpsons-Specials werden immer schlechter, und anständigen "pumpkin mash" muss ich sowieso aus Michigan importieren (von Libby’s – mjamm!).
Aber wie soll man dem artifiziellen Getue böse sein, wenn SOWAS vor der Tür steht?
Und siehe – ich gab reichlich, und die Bande ließ sich begeistert (?) fotografieren, sowie auch diese beiden Schlawiner:
Es wäre allerdings nur fair, wenn man nun auch Sankt Martin (den Tag, nicht den Heiligen) abschaffen würde – warum soll ich mich pro Jahr gleich zweimal um Süßigkeiten anbetteln lassen…
Heute reinbekommen – ein Original-Frosch aus der "Märchenstunden"-Episode "Der Froschkönig" von ProSieben:
Ein grandioses Erinnerungsstück! Mein Dank an Rat Pack!